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Ukraine News | Russland meldet: Haben ukrainischen Frachter attackiert

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russland: Haben Frachter attackiert – wertvolle Ausrüstung an Bord

Sergej Lawrow setzt auf eskalative Rhetorik. Steve Witkoff will Kompromisse von beiden Seiten. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 7. September

Russland meldet Angriff auf ukrainischen Frachter

Russland hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Frachter im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff habe Militärausrüstung an Bord gehabt, die von westlichen Staaten für die ukrainische Armee bestimmt gewesen sei, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.

Selenskyj nennt Gespräche mit US-Unterhändlern substanziell

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Gespräche mit den US-Friedensunterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner als "sehr substanziell". Dabei sei es unter anderem um Sicherheits- und Wirtschaftsgarantien für die Ukraine, einen Aufbauplan, die Lieferung von Flugabwehrraketen sowie ein Winterhilfspaket gegangen, sagt Selenskyj vor Journalisten. Er hoffe, dass die US-Delegation bald nach Kiew zurückkehre. Zudem müsse alles getan werden, damit trilaterale Treffen mit den USA und Russland zustande kämen. Man müsse abwarten, was die Regierung in Moskau dazu sage. Amerikaner und Europäer hätten festgestellt, dass die Ukraine stärker geworden sei.

Sonntag, 6. September

Witkoff fordert Russland und Ukraine zu "Kompromissen" für Kriegsende auf

Der US-Gesandte Steve Witkoff hat Moskau und Kiew zu "Kompromissen" aufgefordert, um einen Ausweg aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finden. "Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen", sagte Witkoff am Sonntag bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen in Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass territoriale Fragen nur bei einem Treffen beider Staatschefs geklärt werden könnten.

"Wir denken, über die notwendigen Elemente" für einen Kompromiss zu verfügen, sagte Witkoff in der ukrainischen Hauptstadt, in die er gemeinsam mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, erstmals seit Beginn der zweiten Amtszeit Trumps gereist war. "Es ist sehr schwer, aber wir sind entschlossen, es liegt uns am Herzen und wir hoffen, dass dies alles zu einer erfolgreichen, friedlichen, diplomatischen Lösung führen wird", fügte Witkoff hinzu.

Er bleibe dabei, "dass derart komplexe Fragen" nur auf höchster Ebene geklärt werden könnten, betonte indes Selenskyj.

Insider: Auch die Sicherheitsberater der E3-Staaten in Kiew

Nach Angaben aus Kiew befinden sich auch die nationalen Sicherheitsberater Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands (E3-Format) in der ukrainischen Hauptstadt. Anlass seien die Gespräche zwischen der ukrainischen Führung und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, hieß es. An welchen Gesprächen etwa der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers, Günter Sautter, teilnimmt, wurde nicht genannt.

Lawrow: Anschuldigung wegen Leipzig sei "Beginn eines echten Krieges"

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Ton in der Auseinandersetzung mit dem Westen weiter verschärft. Die gegen Moskau erhobenen Anschuldigungen, Russland sei für den Drohnenangriff auf dem Flughafen Leipzig verantwortlich, seien "im Großen und Ganzen der Beginn eines echten Krieges", sagte Lawrow am Sonntag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.

"All diese Aussagen von (Bundeskanzler Friedrich) Merz, Deutschland wieder zur führenden Militärmacht in Europa zu machen – sie werden nun in die Tat umgesetzt. Er erklärt uns faktisch den Krieg", so Lawrow weiter.

US-Gesandte Witkoff und Kushner per Zug in Kiew eingetroffen

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Sonntag zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Kiew eingetroffen. Die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump kamen per Zug aus Polen in der ukrainischen Hauptstadt an. Witkoff und Kushner waren zuvor in Moskau, wo sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen hatten.

In Kiew war ein Treffen mit Selenskyj geplant. "Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv sein", schrieb der Präsident in den sozialen Netzwerken. "Wir sind daran interessiert, ein Ende des Krieges näherzubringen." Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien und eine würdige Nachkriegsordnung. Insgesamt aber sind die Erwartungen in Kiew wie in Moskau an die neuen Vermittlungsbemühungen der USA gering.

Russland schließt Treffen Putins mit Trump und Xi nicht aus

Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hält ein Dreiertreffen zwischen den Präsidenten Russlands, der USA und Chinas für möglich. Eine solche Begegnung zwischen Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping sei nicht ausgeschlossen, sagte er am Sonntag der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Bevor jedoch die eigentlichen Vorbereitungen beginnen könnten, müsse klar sein, welche Tagesordnung es geben solle, unterstrich Rjabkow. "Die Hauptfrage ist hier, wie der Inhalt des Treffens formuliert wird und was wir als Ergebnis erwarten können."

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Kürzlich hatte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow die Möglichkeit eines solchen Treffens zwischen Putin, Trump und Xi beim Apec-Gipfeltreffen im chinesischen Shenzhen im November ins Gespräch gebracht.

Wechselseitige Luftangriffe trotz US-Vermittlungsaktion

Während einer US-Vermittlungsmission haben Russland und die Ukraine wie vereinbart die Hauptstädte Kiew und Moskau von Angriffen verschont, an anderen Stellen aber aus der Luft attackiert. In der Ukraine wurde die frontnahe Großstadt Saporischschja beschossen, es gab nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow Opfer.

An der Grenze der Ukraine nach Rumänien trafen russische Drohnen nach Angaben örtlicher Behörden einen Grenzübergang. Dieser musste zeitweise geschlossen werden. Am Samstagabend tötete eine russische Drohne in der Stadt Tschuhujiw im Gebiet Charkiw drei Mitglieder einer Familie.

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