Ukraine-News: Selenskyj bittet USA um fünf Prozent ihrer Patriot-Raketen
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Kiew fehlen US-Raketen: Jetzt nennt Selenskyj Zahlen Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Selenskyj appelliert wegen des Mangels an Patriot-Raketen an die USA. Mindestens 437 Zivilisten sind im Juli in der Ukraine getötet worden. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 13. August Insider: Ukraine schlägt Feuerpause im Schwarzen Meer vor Die Ukraine schlägt Russland Insidern zufolge einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Schwarzen Meer vor. Das Angebot sei über einen Drittstaat übermittelt worden, eine Antwort liege noch nicht vor, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Beide Seiten warnten zuletzt vor den Folgen von Angriffen auf Getreidetransporte und die Hafeninfrastruktur für die weltweiten Lebensmittelpreise. Russe plante wohl Mord an US-Bürger – Zugriff in Polen Ein russischer Agent soll einen Mord mitten in Warschau vorbereitet haben. Die polnischen und die US-Geheimdienste konnten den Anschlag jedoch verhindern. Mangel an Patriot-Raketen: Selenskyj nennt Zahlen Die Ukraine bräuchte zum Schutz vor russischen Angriffen nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der US-Bestände an Abwehrraketen für das System Patriot. "Wenn die Amerikaner uns fünf Prozent verkaufen – PAC-3-Abfangraketen, nichts anderes –, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten", teilte Selenskyj bei Telegram mit. Derzeit habe die Ukraine nur ein Prozent der US-Bestände. Die Raketen gelten als besonders effektiv bei der Abwehr russischer Raketenschläge. "Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen können, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerstören", sagte Selenskyj. Zuvor hatte er auch in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN die USA darum gebeten, ihm die Abfangraketen zu verkaufen. Der Staatschef beklagt beinahe täglich, dass das Land sich nicht mehr vor den zunehmenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen schützen könne. Er wirft auch den Verbündeten vor, ihren Lieferversprechen nicht nachzukommen. "In diesem Jahr verfügen wir über zweieinhalbmal weniger Abfangraketen als im Jahr 2025", sagte Selenskyj. Russland hingegen habe seine Produktion an ballistischen Raketen hochgefahren. Moskau nutzt die Schwäche der Ukraine bei der Luftverteidigung aus – und setzt verstärkt ballistische Raketen ein. Das US-Arsenal an Abfangraketen hat sich infolge des Iran-Kriegs gefährlich geleert: Einer aktuellen Schätzung des Center for Strategic Studies in Washington zufolge verfügt die US-Armee derzeit über höchstens noch 827 Patriot-Raketen – vor dem jüngsten Waffengang waren es demnach mehr als 2.300. "Absolut inakzeptabel": Putin verärgert Japan mit provokanter Reise Putin besucht eine Pazifik-Insel und provoziert Japan. Im Hintergrund schwelt der Streit um Tokios neue Sicherheitsstrategie, die nicht nur Russland verärgert. Lesen Sie den ganzen Artikel. Kaum Opfer aus Tschetschenien: So trickst Kadyrow bei der Unterstützung für Putins Krieg Kadyrow preist seine Unterstützung für Putins Krieg in der Ukraine. Zahlen belegen anderes. Die Zurückhaltung liegt wohl an Tschetscheniens blutiger Geschichte. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Exporte aus Ukraine brechen ein: Putins Manöver lässt Weizenpreise in die Höhe schießen Putin nimmt die ukrainischen Getreidehäfen unter Beschuss, Kiew reagiert. Das lässt weltweit die Lebensmittelpreise steigen – wohl auch in Deutschland. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Juli war tödlichster Monat für Zivilisten in der Ukraine seit Jahren Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Angaben von Beobachtern der Vereinten Nationen im Juli so viele Zivilisten ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat. Es seien mindestens 437 Menschen in der Ukraine getötet und 2.610 weitere Zivilisten verletzt worden, gab die UN-Menschenrechtsbeobachtermission bekannt. Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli sogar eine Erhöhung um 70 Prozent. "Die Zahl der Getöteten ist die höchste, die seit Mai 2022 erfasst wurde", teilte die Mission mit. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei wahrscheinlich höher, hieß es. Die Überprüfung von Todesmeldungen dauere an. In diesem Jahr habe sich die Zahl der Opfer von Monat zu Monat erhöht. Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt Kiew im Juli besonders hart getroffen. Demnach wurden dort 54 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt. Grund sei die Eskalation der Gewalt durch die massiven russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, hieß es. Aber auch Drohnenschläge und Gleitbomben seien weiter eine große Gefahr für die Menschen. Die Ukraine beklagt seit Monaten, sich vor den intensivierten russischen Angriffen mit ballistischen Raketen nicht ausreichend schützen zu können, weil es an Raketen für das effektive Abwehrsystem vom Typ Patriot fehle. Flugabwehr für die Ukraine: "Da werden sich die Amerikaner verweigern" Krim: Russischer Offizier bei Anschlag in Sewastopol getötet In der auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim gelegenen Hafenstadt Sewastopol wurde ein russischer Offizier bei einem Anschlag getötet. Eine Frau sei wegen des Verdachts festgenommen worden, die Tat im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes verübt zu haben, teilte Gouverneur Michail Raswoschajew mit. Loading... Loading... Loading... Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Bei der Verdächtigen handelt es sich der Nachrichtenagentur Tass zufolge um eine russische Staatsbürgerin. Unabhängig davon kommen in Sewastopol in der Nacht bei der Entschärfung eines Sprengsatzes fünf Menschen ums Leben, wie Raswoschajew weiter erklärt. Kiew erhält 261 Leichen gefallener Soldaten zurück Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erneut Soldatenleichen von Russland erhalten. Die sterblichen Überreste von 261 Gefallenen, bei denen es sich laut der russischen Seite um ukrainische Soldaten handeln könnte, seien Kiew übergeben worden, teilte der Stab für Kriegsgefangenenbelange mit. Russland erhielt nach Angaben aus Moskau im Gegenzug von der Ukraine 24 Leichen zurück. In Kiew gab der Stab bekannt, dass Ermittler und Gerichtsmediziner nun die Toten identifizieren würden. Vermittelt habe den Austausch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, hieß es. Zuletzt hatte es im Juli eine Übergabe von Leichen gegeben. Neben Gefangenenaustauschen und Familienzusammenführungen gehören diese Rückführungen zu den verbliebenen humanitären Kontakten zwischen den Kriegsparteien.