Ukraine-News: Selenskyj erwartet schweren russischen Angriff
Ukraine-News
Ukraine erwartet schweren russischen Angriff
Stand: 07.10.2026 03:35 Uhr
Während hunderte ukrainische Drohnen nach Moskau flogen, sind vor der Küste des EU- und Nato-Landes Bulgarien zwei zivile Schiffe getroffen und eines versenkt worden. Den BND-Vorwurf eines russischen "Schattenkriegs" wies der Kreml heute zurück.
von MDR AKTUELL
Selenskyj erwartet schweren russischen Angriff
Schiffe vor Küste von Nato-Land Bulgarien attackiert
Kreml weist "Schattenkrieg"-Vorwurf von BND-Chef Jäger zurück.
Zwei Tote bei ukrainischen Drohnenangriff auf Region Moskau
Ukraine-Krieg: Rückblick +++ Hintergründe und Podcast
Russland greift Kiew massiv mit Raketen und Drohnen an
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Nach Berichten ukrainischer Medien waren zahlreiche Explosionen zu hören. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete Treffer auf gewerblich genutzte Gebäude und Lagerhallen in mehreren Stadtteilen. Berichte über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.
Bereits am Abend war die nordostukrainische Stadt Sumy mit Drohnen angegriffen worden. Dabei wurde nach Angaben des Bürgermeisters ein Mensch getötet, mehrere weitere wurden verletzt. (Quelle: dpa)
UN-Menschenrechtsrat verlängert Überwachung der Lage in Russland
Der UN-Menschenrechtsrat hat die unabhängige Überwachung der Menschenrechtslage in Russland um ein weiteres Jahr verlängert. Das Gremium stimmte mit 21 zu 5 Stimmen für eine Fortsetzung des Mandats der Sonderberichterstatterin Marijana Kazarowa. Zur Begründung verwies der Rat auf die anhaltende Verschlechterung der Menschenrechtslage. In der Resolution kritisiert der Rat unter anderem willkürliche Festnahmen und die Verfolgung von Kritikern des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Russland wird aufgefordert, grundlegende Freiheitsrechte zu achten und der UN-Sonderberichterstatterin ungehinderten Zugang zu gewähren. (Quelle: AFP)
Ukraine-News am Dienstag, 6. Oktober 2026
Öl-Tanker brennt vor der russischen Küste
Prien bei Gedenkveranstaltung nahe Kiew
Massiver ukrainischer Angriff auf Region Moskau
Strände an der russischen Küste gesperrt
Wegen des brennenden Öl-Tankers im Schwarzen Meer haben die russischen Behörden einige Strände im Süden der Region Krasnodar gesperrt. Einzelheiten zur Brandursache nannten die Behörden dabei nicht. (Quelle: Reuters)
Öl-Tanker brennt vor der russischen Küste
Ein unter liberianischer Flagge fahrender Tanker mit einer Ladung Öl ist vor der russischen Schwarzmeer-Küste bei Sotschi in Brand geraten. Die "Aframax Rio" sei von See-Drohnen angegriffen worden, teilte das russische Transportministerium mit. Die 23 Besatzungsmitglieder aus Indien seien gerettet. (Quelle: dpa)
Ukraine erwartet schweren russischen Angriff
Russland bereitet nach Angabend des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen neuen massiven Angriff auf die Ukraine vor. Dazu "liegen aktuelle Geheimdienst-Informationen vor", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Video-Botschaft: "Sicherheitsdienste und unsere Luftwaffe sind bereit, im Rahmen unserer verfügbaren Verteidigungsmittel darauf zu reagieren." (Quelle: Reuters)
Bulgarien informiert Nato über Angriffe
Bulgariens Präsdeint Rumen Radew at nach den Angriffen auf Schiffe in der bulgarischen Handelszone im Schwarzen Meer in einer Video-Konferenz mit EU-Regierungschefs sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa beraten. Auch die Nato sei informiert, sagte der Regierungschef des Mitgliedslands. Eine Reaktion stehe noch aus. Nach Angaben aus Sofia werden weiter Geheimdienst-Informationen gesammelt, aus Bulgarien, Rumänien und der Ukraine, um die Drohnen-Herkunft zu klären. (Quelle: EBU)
Anti-Drohnen-Netze an Brücken in Kiew
In der ukrainischen Hauptstadt ist damit begonnen worden, Gitter-Netze zur Abwehr von Drohnen an den Brücken anzubringen. Das beobachteten AFP-Reporter heute an der Nordbrücke, eine der Brücken, die beide Dnipro-Ufer verbinden und zuletzt mit russischen Drohnen beschossen wurden. (Quelle: EBU)
Fünf Jahre altes Kind in Wohnung verletzt
Bei russischen Angriffen in Saporischschja ist nach ukrainischen Angaben heute auch ein fünf Jahre altes Kind verletzt worden. Ein Wohnhochhaus sei getroffen worden und in der Wohnung ein Feuer ausgebrochen. (Quelle: EBU)
Prien bei Gedenkveranstaltung nahe Kiew
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat 85 Jahre nach den deutschen Massenerschießungen von fast 34.000 Juden am Gedenkort von Babyn Jar in der Ukraine an die Verantwortung der Menschen heute erinnert. "Erinnerung bedeutet Verantwortung", sagte sie im Beisein des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und von zahlreichen weitereb Ehrengästen. (Quelle: dpa)
Schiffe in bulgarischen Gewässern attackiert
Zwei Handelsschiffe sind in bulgarischen Gewässern des Schwarzen Meeres von Drohnen angegriffen worden. Das teilte Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew mit. Beide Schiffe seien beschädigt, eines schnell gesunken. Die Besatzung dieses unter der Flagge von Togo fahrenden Schiffes werde vermisst und gesucht. Auf dem anderen sei ein Brand ausgebrochen, aber elf Türken und sieben Inder gerettet, zwei davon schwer verletzt. Dieses Schiff sei unter der Flagge von Palau mit Getreide unterwegs gewesen. Beide seien in der Nacht etwa 70 Seemeilen vor der Küste bei Byala getroffen worden. Zum Ursprung der Drohne äußerte sich Radew nicht. Es seien mehrere gewesen, aus dem Meer und aus der Luft. (Quelle: dpa)
Beschuss der Nordbrücke in Kiew
Russische Truppen haben erneut die Nordbrücke über den Dnipro in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Drohnen angegriffen. Das meldete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Die Brücke sei für den Transport von Militärpersonal genutzt worden, hieß es. Angaben zum genauen Zeitpunkt des Angriffs machte Tass nicht. (Quelle: Reuters)
Kreml weist BND-Aussagen zurück
Moskau hat Warnungen von BND-Chef Martin Jäger vor einem drohenden gewaltsamen Konflikt mit Russland zurückgewiesen. Die Äußerungen seien haltlos und dienten als Vorwand, um höhere Verteidigungsausgaben zu rechtfertigen, hieß es aus dem Präsidialamt in Moskau. Der Chef des Bundesnachrichtendienstes hatte gestern erklärt, Deutschland sei in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten. Der Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig sei nur ein Beispiel. Jäger warf Russlandvor, einen "Schattenkrieg" zu führen. (Quelle: dpa)
Russland attackiert Brücke in Saporischschja
Nach Brücken in Kiew hat Russland ukrainischen Behördenangaben zufolge auch in der Stadt Saporischschja eine Brücke über den Fluss Dnipro angegriffen. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region mit. Er äußerte sich nicht zur Art des Angriffs, sondern sprach allgemein von einem Beschuss. Dazu veröffentlichte er ein Foto, dass einen Krater auf der Fahrbahn der Brücke zeigen soll. Der Verkehr sei zeitweise gestoppt worden. (Quelle: dpa)
Bei dem ukrainischen Angriff auf die Region Moskau sind nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin zwei Menschen ums Leben gekommen. Zuvor war nur von einem Toten die Rede. Das Portal "Kyjiv Independent" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Angriff sei ein Öl-Lager rund 40 Kilometer südöstlich von Moskau ins Visier genommen worden. Die Anlage in dem Ort Konstantinowka ist nach russischen Angaben das größte Reservoir der Region und ein wichtiger Knotenpunkt der Treibstoffversorgung für Moskau. (Quelle: dpa)
Massiver ukrainischer Angriff auf Region Moskau
Die Ukraine hat die Region Moskau nach russischen Behördenangaben in der Nacht mit rund 650 Drohnen angegriffen. Davon seien 105 beim Anflug auf die Hauptstadt zerstört worden, teilte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Die übrigen seien größtenteils bereits in größerer Entfernung abgefangen worden. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Ukrainischen Medien zufolge könnte unter anderem eine Öl-Anlage nahe Moskau ein Ziel gewesen sein. (Quelle: dpa)
Russland meldet Toten im Atomkraftwerk
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja ist nach russischen Angaben ein Mensch getötet worden. Der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, erklärte, bei dem Opfer handele es sich um einen Fahrer, der Lebensmittel für die Beschäftigten geliefert habe. Angegriffen worden seien zudem ein Laborgebäude und eine Anlage zur Verarbeitung radioaktiver Abfälle. Eine Gefahr für die nukleare Sicherheit bestehe nach russischen Angaben aber nicht. (Quelle: Reuters)
Ukraine-News am Montag, 5. Oktober 2026
Sechs Tote bei rusisschen Angriffen heute in Charkiw
Ukraine stoppt monatlich tausende Züge wegen Drohnen
BND-Chef Jäger: "Schattenkrieg" Russlands gegen Deutschland
Zahl der Toten in Charkiw steigt weiter
Die Zahl der Toten nach den russischen Angriffen mit Lenkbomben auf Charkiw ist auf mindestens sechs gestiegen. Zuvor waren drei Tote bekannt gewesen. Die Ermittlungsbehörden sprachen von 59 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses werde weiter nach möglichen weiteren Opfern gesucht. "Die Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs dauert an", teilte das ukrainische Innenministerium mit. (Quelle: dpa)
Ukraine stoppt ständig Züge wegen Drohnengefahr
Im September sind in der Ukraine nach Angaben des Bahnbetreibers mehr als 5.800 Züge wegen der Gefahr durch russische Drohnenangriffe evakuiert worden. Insgesamt 5.831 Züge seien betroffen gewesen, durchschnittlich 205 Züge pro Tag, teilte der ukrainische Bahnbetreiber mit. Das entspricht etwa einem Zug alle sieben Minuten.
Zugverbindungen werden demnach regelmäßig gestoppt, sobald russische Drohnen näher als 100 Kilometer herankommen. Im Falle eines drohenden Angriffs müssen die Passagiere aussteigen und auf Feldern oder am Gleisrand warten, bis die Gefahr vorüber ist. Der längste erzwungene Halt dieser Art im September dauerte sechseinhalb Stunden. (Quelle: AFP)
Tödlicher Drohnenangriff auf Frachter
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland für einen tödlichen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer verantwortlich gemacht. "Ein schrecklicher Angriff von zwei russischen Drohnen auf ein ziviles Schiff in neutralen Gewässern", schrieb Selenskyj in Onlinediensten. Das Schiff habe der Türkei gehört und Mais transportiert. Der Kapitän sei bei dem Angriff getötet worden, das Schicksal eines weiteren Besatzungsmitgliedes müsse noch geklärt werden.
Zuvor hatten die rumänischen Behörden über ein Feuer auf dem Frachter informiert und mitgeteilt, zwei Besatzungsmitglieder seien getötet und elf weitere gerettet worden. Der Frachter "Royad Mammadov" habe sich in der rumänischen Wirtschaftszone befunden und sei gesunken. Die rumänischen Behörden machten keine Angaben zur Ursache des Feuers. (Quelle: AFP)
Zahl der Toten in Charkiw steigt
Bei dem russischen Angriff mit Fliegerbomben auf die ostukrainische Großstadt Charkiw sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Zuvor war lediglich ein Opfer bekannt. Bürgermeister Ihor Terechow schrieb auf Telegram außerdem von mindestens 29 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses werde noch nach Vermissten gesucht. Eine Lagerhalle sei in Brand geraten. (Quelle: dpa)
Familienministerin Prien in Kiew
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) ist zu einem Besuch in die Ukraine gereist. Sie traf in der Hauptstadt Kiew ein und will dort unter anderem Regierungsmitglieder treffen und eine Schule sowie einen Kindergarten besuchen, wie ihr Ministerium mitteilte. Wie lange sich die Ministerin in dem Land aufhalten wird, blieb zunächst unklar. (Quelle: AFP)
BND-Chef sieht "Schattenkrieg"
Deutschland muss aus Sicht der Geheimdienste mit Blick auf die Bedrohung durch Russland widerstandsfähiger werden. "Russland führt einen Schattenkrieg gegen uns", sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Martin Jäger, bei einer öffentlichen Anhörung im Bundestag. Es gehe etwa um Einschüchterungsversuche. Aktionen gegen einzelne Mitgliedstaaten der Nato seien keine Ausnahme mehr. In dieser Lage seien die Nachrichtendienste "die erste Verteidigungslinie". Jäger sagte, Deutschland sei "in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten". Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, sagte, Russland zeige seine Bereitschaft zu Sabotage und zu Tötungsdelikten. Das Spektrum umfasse auch Desinformation und Anschlagsversuche wie auf dem Flughafen Leipzig/Halle. (Quellen: dpa, Reuters)
Russland meldet Angriffe auf Region Odessa
Russland hat nach eigenen Angaben in der südukrainischen Region Odessa den Hafen von Wylkowe, Treibstofflager in Tschornomorsk und Frachtschiffe angegriffen. Außerdem habe man ein Kraftwerk in der nordöstlichen Region Charkiw getroffen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Ziele seien ausgewählt worden, weil sie für militärische Zwecke genutzt würden. (Quelle: Reuters)
Ein Toter und sechs Verletzte in Charkiw
Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw ist nach ukrainischen Angaben ein Mensch getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, wie Bürgermeister Ihor Terechow bei Telegram mitteilte. (Quelle: Reuters)
Lage für Zivilisten in Kramatorsk gefährlich
In der ostukrainischen Stadt Kramatorsk verschärft sich die Lage für die Zivilbevölkerung durch russische Angriffe mit Gleitbomben und Drohnen. In der vergangenen Woche wurden unter anderem ein Wohnhaus und eine Kirche getroffen. Auch die Flucht aus der Stadt wird nach Angaben von Einwohnern zunehmend gefährlich, weil Drohnen die Zufahrtsstraßen bedrohen. Medienberichten zufolge haben in den vergangenen Monaten rund 10.000 Menschen Kramatorsk verlassen. Viele Bewohner bleiben jedoch, unter anderem weil sie sich einen Umzug nicht leisten können. (Quelle: EBU)
Ukraine-News 41. Woche, Montag, 5. Oktober 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
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