Ukraine-News: Ukraine greift offenbar Stützpunkt von Kampfjets an
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Ukraine greift offenbar Stützpunkt von Kampfjets an Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der Kreml reagiert auf die neuerliche Spritkrise in Russland. Ein russischer Militärflughafen soll angegriffen worden sein. Alle Entwicklungen im Newsblog. Samstag, 15. August Ukraine greift offenbar Stützpunkt von russischen Kampfjets an Ukrainische Streitkräfte haben offenbar in der Nacht auf Samstag den russischen Militärflughafen Savasleyka angegriffen, auf dem MiG-31-Kampfjets stationiert sind, die zum Abschuss von Kinschal-Hyperschallraketen fähig sind. Das berichten ukrainische Telegram-Kanäle. Nach Angaben von Exilenova Plus waren im Bereich des Militärflughafens Savasleyka im russischen Gebiet Nischni Nowgorod nach den Explosionen Brände zu sehen. Weitere Explosionen wurden aus der russischen Stadt Samara gemeldet, berichtet der "Kyiv Independent". Freitag, 14. August Russland räumt Engpässe bei Spritversorgung ein Russland hat eingeräumt, dass die Treibstoffversorgung in einigen Regionen aufgrund zunehmender Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien schwierig ist. Hinsichtlich der Versorgung der Tankstellen bleibe "die Lage in mehreren Regionen angespannt", erklärte die russische Regierung am Freitag in Onlinediensten und fügte hinzu, dass zu dem Thema eine Sitzung geplant sei. Die Ölkonzerne "ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um die Lieferungen in die am stärksten betroffenen Regionen zu erhöhen", hieß es weiter. Der für Energie zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak habe Anweisungen erteilt, die Kraftstoffpreise zu überwachen, erklärte die Regierung. Autofahrer und Unternehmen in Russland hatten in den vergangenen Monaten mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. In fast allen Regionen musste der Treibstoffverkauf zeitweise reguliert werden, etwa indem nur eine bestimmte Menge Benzin pro Kunde erlaubt war oder das Befüllen von Kanistern verboten wurde. Die wegen ihrer Badeorte am Schwarzen Meer bei Touristen beliebte Region Krasnodar gehört zu den am stärksten betroffenen Regionen. "Die Lage hinsichtlich der Benzinversorgung der Tankstellen hat sich verschärft", erklärte Regionalgouverneur Weniamine Kondratiew. Die Ölkonzerne hätten "erneut damit begonnen, Beschränkungen für die ausgegebenen Kraftstoffmengen zu verhängen und die Öffnungszeiten der Tankstellen zu verkürzen". Dies löse unter Einwohnern sowie Besuchern Besorgnis aus. Russischem Kriegsgegner droht Straflager Die russische Staatsanwaltschaft hat gegen den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zwölf Jahre und einen Monat Straflager beantragt. Staatsanwältin Anna Gorjatschewa forderte im Stadtgericht von Pskow die Verurteilung wegen Verunglimpfung der russischen Streitkräfte, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte. Wann das Urteil gegen den Vizechef der Partei verkündet wird, war zunächst nicht klar. Russlands Oberstes Gericht hat die Anti-Kriegspartei am Montag von der Parlamentswahl im September ausgeschlossen. Der Politiker war lange im Hausarrest und wurde im Dezember in Untersuchungshaft genommen. Schlosberg wird wie viele Kriegsgegner der angeblichen Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee beschuldigt. Das Verfahren steht als politischer Schauprozess in der Kritik, bei dem einmal mehr Kriegsgegner mundtot gemacht werden sollen. Laut Menschenrechtlern gibt es in Russland Hunderte politische Gefangene. Russland lehnt Waffenruhe im Schwarzen Meer ab Die russische Regierung hat laut Medienberichten vom Freitag einen türkischen Vorschlag zu einer Waffenruhe im Schwarzen Meer zurückgewiesen. Man sehe "keinen Anlass", sagte Außenamtssprecherin Marija Sacharowa. Die Türkei hatte zuvor eine Waffenruhe für das Schwarze Meer vorgeschlagen. Russland blockiert dort derzeit die ukrainischen Getreidehäfen, die Ukraine attackiert russische Schiffe im Asowschen Meer. Die UN-Ernährungsorganisation FAO hatte deshalb vor einer Ernährungskrise und steigenden Lebensmittelpreisen weltweit gewarnt. Die Ernährungssicherheit sei "weltweit gefährdet", so FAO-Chefökonom Maximo Torero. Die Türkei hatte gemeinsam mit der EU bereits nach Beginn der russischen Invasion 2022 einen Ausgleich über die Ausfuhr von Getreide im Schwarzen Meer vermittelt. Die Übereinkunft war aber knapp ein Jahr später zerbrochen. Russland kündigt neue Drohnenattacken im Winter an Das russische Verteidigungsministerium hat der Ukraine mit neuen Angriffen von Drohnen im Winter gedroht. Das Ministerium veröffentlichte auf der Plattform Telegram ein Foto mit mehreren Drohnen des Typs Shahed mit dem Schriftzug: "Ihnen das Blut in den Adern gefrieren lassen". Unter dem Foto ist zudem der Satz "der Winter kommt" zu lesen. Das russische Militär hatte während der vergangenen Kriegswinter regelmäßig vor allem die ukrainische zivile Infrastruktur attackiert. Dadurch war bei vielen Menschen etwa der Strom oder die Heizung ausgefallen.