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Ukraine-News | UN-Sonderberichterstatterin: Keine Waffenlieferungen mehr

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

UN-Sonderberichterstatterin: Keine Waffenlieferungen mehr an Ukraine

21.09.2026 - 09:53 UhrLesedauer: 4 Min.

Eine umstrittene UN-Gesandte stellt eine brisante Forderung auf. Der ukrainische Präsident sieht "diplomatische Dynamik". Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 21. September

Umstrittene UN-Sonderberichterstatterin fordert Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine

Francesca Albanese, UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, fordert ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine. "Ich stimme denen zu, die der Meinung sind, dass wir die Waffenlieferungen an die Ukraine stoppen und die Diskussion wieder auf die politische Ebene verlagern müssen", sagte sie bei einer Podiumsdiskussion des Open-Festivals in Italien.

"Ich habe keine Lösung, um den Krieg zu beenden", fuhr sie fort, "aber ich bin überzeugt, dass die Situation in der Ukraine instrumentalisiert wird, um die schreckliche Behauptung zu rechtfertigen, wir befänden uns bereits im Krieg und es handle sich um einen hybriden Krieg."

Sie verglich den russischen Krieg dabei mit den israelischen Angriffen auf die palästinensischen Gebiete und forderte ähnliche Sanktionen wie gegen Russland auch gegen Israel.

Sonntag, 20. September

Selenskyj kündigt Treffen mit Trump in New York an

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat für seinen Besuch in New York kommende Woche auch ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump angekündigt. Demnach telefonierte Selenskyj mit Trump und besprach mit ihm eine Reihe von Themen, wie er auf Telegram mitteilte. Ein Treffen in New York, wo beide Präsidenten an der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilnehmen, könne viel bewirken, sagte Selenskyj mit Blick auf mögliche neue Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. "Die diplomatische Dynamik ist da", sagte er. Ein genaues Datum für das Treffen nannte er zunächst nicht.

"Der Friedensprozess hat höchste Priorität", sagte Selenskyj nach dem jüngsten Besuch von US-Chefunterhändler Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Kiew. Die beiden hatten das erste Mal überhaupt in ihrer Vermittlerrolle die Ukraine besucht und sich über die Lage in dem Land informiert. Zuvor waren sie zum wiederholten Mal in Russland gewesen, das seit mehr als viereinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine führt.

Geplant ist demnach, die direkten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau unter US-Vermittlung über ein Ende des Kriegs wiederaufzunehmen. Russland hält das im Oktober für möglich. Im vergangenen Winter waren die Gespräche in die Sackgasse geraten und dann auch wegen des Iran-Kriegs abgebrochen worden. Witkoff und Kushner, die im Nahen Osten ebenfalls vermittelten, unternehmen nun einen neuen Anlauf zur Lösung des Ukraine-Konflikts.

Drohnen stecken Moskauer Raffinerie in Brand

Bei den ukrainischen Luftangriffen auf Russland in der Nacht zu Sonntag ist auch eine große Raffinerie des staatlichen russischen Ölkonzerns Gazprom bei Moskau getroffen worden. Auf Bildern in sozialen Medien waren mehrere Brandherde und dichter Rauch über der Anlage zu sehen.

Im Video | Ukraine landet schweren Treffer

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Die Raffinerie gilt als eine der wichtigsten Russlands, sie produziert Benzin und Diesel für die russische Hauptstadt sowie Kerosin für die Moskauer Flughäfen. Schon Mitte Juni hatte die Ukraine die Anlage zweimal mit Drohnen angegriffen. Erst kürzlich konnte die Raffinerie den Betrieb wieder aufnehmen. Zu den Schäden durch den jüngsten Angriff liegen bislang keine gesicherten Angaben vor. Die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölindustrie haben zuletzt auch die Spritkrise in dem Land wieder verschärft.

Zu dem neuerlichen Angriff auf die Moskauer Raffinerie schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X: "Unsere Langstrecken-Reaktionen hatten vergangene Nacht sehr bedeutende Auswirkungen in der Region Moskau." Eine der wichtigsten Einrichtungen der russischen Öl-Industrie sowie Logistik-Einrichtungen seien getroffen worden. Es gehe um Milliardensummen, mit denen die russische Kriegsmaschinerie finanziert werde, erklärte Selenskyj.

Ukraine: Geistlicher bei russischem Angriff getötet

Bei einem russischen Drohnenangriff im südukrainischen Gebiet Cherson ist nach Regierungsangaben ein Geistlicher getötet worden. Vier weitere Geistliche seien bei der Attacke am Vortag verletzt worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Medien. Nach Angaben regionaler Behörden attackierte Russland das Kloster und das Dorf Tscherwonyj Majak. Es liegt am Fluss Dnipro, der dort russische und ukrainische Truppen voneinander trennt.

Selenskyj beklagte außerdem Angriffe auf kritische und zivile Infrastruktur in den Regionen Charkiw, Sumy und Odessa sowie Einschläge in Wohnhäuser in den Gebieten Dnipropetrowsk und Saporischschja. Seit dem Abend seien weitere Regionen attackiert worden. Russland habe in dieser Woche mehr als 2.000 Drohnen, die meisten davon mit Düsenantrieb, 1.700 Gleitbomben und 19 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.

Moskauer Bürgermeister: Beispielloser Angriff am Wahltag

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat der Ukraine am letzten Tag der russischen Parlamentswahl massive Störversuche mit Drohnen vorgeworfen. "Dieser beispiellose Angriff war offensichtlich darauf ausgerichtet, die Wahlen zu sabotieren. Dem Gegner ist dies jedoch nicht gelungen", schrieb Sobjanin auf der Plattform Telegram.

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Er sprach vom "massivsten Angriff feindlicher Drohnen auf Moskau". Ihm zufolge wehrte Russland seit dem Vortag 1.600 Drohnen ab, davon 450 beim Anflug auf die Hauptstadt. Allerdings hätten einige Drohnen das Gelände einer Ölraffinerie erreicht, eine davon sei in ein Wohnhaus gestürzt, Tote habe es aber nicht gegeben. Auch an allen vier Hauptstadtflughäfen gab es Einschränkungen wegen der Angriffe.

Im Moskauer Umland stieg die Zahl der Verletzten auf 20, wie Gouverneur Andrej Worobjow mitteilte. Zuvor hatte er bereits von mindestens zwei Toten infolge ukrainischer Angriffe gesprochen. Feuer seien an verschiedenen Orten ausgebrochen, mehrere Wohnhäuser beschädigt und Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht worden, schrieb er bei Telegram.

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