Ukraine schießt Su-35 ab: Russland tappt wohl in F-16-Falle
F-16 nimmt es mit Su-35 auf Sie lockten ihn wohl in eine Falle: Ukraine schießt russischen Jet ab Von t-online, sic Aktualisiert am 10.07.2026 - 17:05 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Über der Ostukraine wurde ein russischer Kampfjet abgeschossen – womöglich von einer F-16. Russische Militärbeobachter sprechen von einer Falle. Die ukrainische Luftwaffe hat am Mittwoch einen russischen Kampfjet vom Typ Su-35 über der Ostukraine abgeschossen. Das bestätigten die Luftstreitkräfte auf dem Messengerdienst Telegram. Bei dem russischen Flieger handelt es sich um einen der modernsten Jets der russischen Luftwaffe. Laut Angaben russischer Militärblogger soll die Maschine von einem ukrainischen Kampfjet des Typs F-16 aus US-amerikanischer Produktion abgeschossen worden sein. Zwar wurde dies von ukrainischer Seite noch nicht bestätigt – wenn die Angaben jedoch zutreffend sind, würde es sich um den erst zweiten Abschuss einer Su-35 durch eine F-16 im Ukraine-Krieg handeln. Der erste, bislang unbestätigte Fall soll sich im vergangenen Sommer über der russischen Region Kursk abgespielt haben. Ohnehin sind direkte Luftduelle zwischen Kampfjets in diesem Krieg eher eine Seltenheit. Militärexperte Reisner zum Ukraine-Krieg: "Wenn das stimmt, dann wäre das enorm" Besetzte Halbinsel in der Krise: Ukraine attackiert Krim-Tanker – jetzt reagiert Putin Russische Beobachter sprechen von ukrainischer Falle Während sich die Ukraine bei dem Vorfall noch bedeckt hält, gehen russische Militärbeobachter erstaunlich offen mit der Niederlage in der Luft um. Mehr noch: Die Russen beschreiben den Abschuss sogar als eine Falle, in die sie von ihren ukrainischen Gegnern gelockt worden seien. Ihre Angaben lassen sich nicht unabhängig bestätigen und könnten ebenso der Relativierung des Abschusses dienen. So schreibt der Telegramkanal "Wojewoda", dass gleich drei ukrainische F-16 an dem Manöver beteiligt gewesen seien. Eines der Flugzeuge soll unter dem Schutz der anderen Flieger den Abwurf von Gleitbomben simuliert haben. Den Angaben zufolge hat dann ein nahe der Front stationiertes Patriot-Flugabwehrsystem die russische Su-35 "beleuchtet", also auf den Radaren der ukrainischen Kampfjets sichtbar gemacht. So konnten die Ukrainer den russischen Jet dann ausschalten. Stimmen diese Angaben, hätten die Ukrainer bei diesem Luftduell das wertvolle – weil nur begrenzt verfügbare – Patriot-System aufs Spiel gesetzt. Denn schaltet das Abwehrsystem sein Radar an, wird es auch für russische Aufklärer sichtbar und setzt sich damit der Gefahr von Angriffen aus. Gleichzeitig würde dies aber auch zeigen, dass Russland offenbar zunehmend seine Fähigkeit zur Aufklärung und Kontrolle des Luftraums über der Ostukraine verliert. Die Su-35 ist eines der modernsten russischen Kampfflugzeuge Der russische Telegramkanal "Fighterbomber" bestätigte die Version von "Wojewoda" im Wesentlichen. Dort ist zudem Kritik an der russischen Luftwaffe zu lesen: "Leider haben wir stereotypisch gehandelt, die Ukrainer hingegen nicht." Beide Blogger gaben an, dass der russische Pilot den Abschuss überlebt habe, zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt sei und nun medizinisch behandelt werde. Bei der Su-35 handelt es sich um eine modernisierte Version der russischen Su-27. Ursprünglich startete die Entwicklung bereits Ende der 1980er-Jahre, wurde in den 90er-Jahren wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten jedoch unterbrochen. Seit 2005 geht es mit dem Programm in Russland weiter. Im vergangenen Februar zitierte der "Business Insider" den Luftwaffen-Experten Justin Bronk vom britischen Thinktank RUSI mit der Schätzung, dass Russland über bis zu 140 der Maschinen verfüge. Seinen Angaben zufolge ist der Kampfflieger Su-35 "das wichtigste Flugzeug der russischen Luftwaffe zur Sicherung der Luftüberlegenheit". Seine Piloten werden demnach sorgfältig ausgewählt.