DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Ukraine schnürt Putins Versorgungsrouten der Krim ab

Welt

Startseite Politik „Auf der Krim gibt es keinen Treibstoff“ – Ukraine schnürt Putins Versorgungsrouten ab Uns auf Google folgen 136 Schiffe in zehn Tagen: Die Ukraine will ihre Drohnen-Kampagne gegen die russische Schattenflotte vom Asowschen Meer aufs Schwarze Meer ausweiten. Kiew – Der Kommandeur einer Drohneneinheit der ukrainischen Armee hat eine neue Phase von Kiews Kampagne gegen Russlands Schiffe im Schwarzen Meer angekündigt. In den vergangenen zwei Wochen hatten ukrainische Angriffe im Asowschen Meer den Schiffsverkehr fast zum Erliegen gebracht. Robert Brovdi, Kommandeur der unbemannten Systeme der ukrainischen Streitkräfte, sprach die Drohung aus, nachdem er erklärt hatte, dass in der Nacht zum Dienstag (14. Juli) 20 russische Schiffe im Asowschen Meer getroffen worden seien. Content-Partnerschaft Dieser Artikel von Frances Mao und Tony Phillips entstand in Kooperation mit newsweek.com. Damit steigt die Gesamtzahl der mit Russland in Verbindung stehenden Schiffe, die zwischen dem 6. und 15. Juli von ukrainischen Drohnen angegriffen wurden, auf 136. Das gab Brovdi an. Das Asowsche Meer liegt östlich der Halbinsel Krim. Es ist über die Straße von Kertsch mit dem Schwarzen Meer verbunden und damit ein Nebenmeer des Schwarzen Meeres. Das Asowsche Meer ist eine wichtige Wasserstraße für die Rohölexporte Russlands. Brovdi sagte, der neue Schwerpunkt der ukrainischen Kampagne bestehe darin, Schiffe der russischen „Schattenflotte“ ins Visier zu nehmen. Als sogenannte „Schattenflotte“ werden Schiffe bezeichnet, die ihre Verbindungen zu Moskau verschleiern, um die wegen der großangelegten Invasion von Präsident Wladimir Putin verhängten Sanktionen zu umgehen. Nach den Angriffen auf russische Schiffe im Asowschen Meer in der vergangenen Woche hat Moskau die Schifffahrt durch den Don-Azow-Kanal ausgesetzt, der es mit dem russischen Fluss Don verbindet. So hieß es in Berichten. Ukraine kündigt Ausweitung der Angriffe auf russische Schattenflotte im Ukraine-Krieg an „Bemerkenswert an dieser Kampagne ist, dass sie in einem der am stärksten verteidigten Lufträume des von Russland kontrollierten Schwarzmeerraums stattfindet“, sagte der pensionierte australische Generalmajor Mick Ryan auf seinem Substack Futura Doctrina. Ryan sagte, dass mit jedem getroffenen Schiff auch ein russisches Luftabwehrsystem auf der Krim oder im Südwesten Russlands getroffen worden sei, was auf eine koordinierte Luft- und Seeoperation hinweise, die seit Monaten geplant werde und „mit offenkundigem Selbstvertrauen ausgeführt“ werde. „Die Ukraine verfügt im Schwarzen Meer über keine stehende konventionelle Flotte und hat stattdessen aus dem Nichts eine Form der Seekontrolle und Seeabriegelung allein durch unbemannte Systeme aufgebaut“, fügte Ryan hinzu. Newsweek hat das russische Verteidigungsministerium um eine Stellungnahme gebeten. Brovdi, der das Rufzeichen Magyar führt, ist eine Schlüsselfigur für die ukrainische Kriegsanstrengung. Er führte den Einsatz von FPV-Drohnen (First Person View) als Angriffswaffen ein und ist Gründer und Kommandeur der Einheit „Magyars Birds“, die auf Drohnenkriegführung spezialisiert ist. Brovdi sagte auf Telegram, dass ukrainische Drohnen in der Nacht zum Dienstag 17 Öltanker, zwei Gastanker und einen Schlepper getroffen hätten, und veröffentlichte Videoaufnahmen, die nächtliche Angriffe zeigen sollen. Er merkte an, dass die Angriffe mit dem Tag der ukrainischen Staatlichkeit am 15. Juli zusammenfielen. „Die erste Runde der Seekämpfe ist abgeschlossen. Jetzt das Schwarze Meer“, sagte er laut einer Übersetzung des Beitrags, der einen Tag nach seiner Aussage veröffentlicht wurde. Demnach wurden zwischen dem 6. und 14. Juli 116 Schiffe im Asowschen Meer ins Visier genommen. Zuvor hatte die ukrainische Marine mitgeteilt, ihre Kräfte hätten das Grenzschutzschiff Izumrud des russischen föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) nahe Noworossijsk in der russischen Region Krasnodar mit einem unbemannten Überwasserfahrzeug (USV) des Typs Sargan-3000 versenkt. Ukrainischer Kommandant: Krim wird im Ukraine-Krieg von Russland abgeschnitten In einem am Montag (13. Juli) veröffentlichten Interview sagte Brovdi, anstatt die Krimbrücke zu attackieren, die die Krim mit Russland verbindet, würden die ukrainischen Verteidigungskräfte die Halbinsel schrittweise isolieren. Das erreichten sie durch die Zerstörung von Logistikrouten, auf die die russischen Invasionstruppen angewiesen sind. „Auf der Krim gibt es keinen Treibstoff, und ich möchte Ihnen sagen, es wird dort keinen geben“, sagte er mit Blick auf die Treibstoffknappheit, die teilweise durch Angriffe auf Energieanlagen auf der Halbinsel verursacht worden sei. „Wir kappen die Zugangswege – nicht die Ausgänge. Wir fassen die Krimbrücke nicht an. Sollen sie doch über sie abhauen“, fügte er hinzu. Die ukrainischen Angriffe auf russlandnahe Schiffe haben den Schiffsverkehr im Asowschen Meer von 132 Schiffen am 6. Juli auf 43 am 12. Juli reduziert, wie aus von dem Open-Source-Kanal Oko Gora zitierten Aufnahmen eines Radars mit synthetischer Apertur (SAR) hervorgeht. Größtenteils seien kleinere Schiffe wie Schlepper die einzigen verbliebenen Schiffe in den Gewässern gewesen.

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