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Ukraine | Selenskyj-Vertrauter über Treffen mit Putin: "Bereiten uns vor"

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj-Vertrauter über Treffen mit Putin: "Wir bereiten uns vor"

Der Stabschef Selenskyjs kündigt Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA an. Drohnen treffen eine russische Fabrik. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Samstag, 12. September

Erstes Drohnenboot-Gefecht im Schwarzen Meer – Russland verliert

Im vermutlich ersten Zusammentreffen zweier Marine-Drohnen überhaupt hat das unbemannte russische Boot gegen sein ukrainisches Gegenstück nach Kiewer Darstellung den Kürzeren gezogen.

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Selenskyj-Vertrauter: Dreiergespräche noch im Oktober

Die Ukraine erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Friedenslösung mit Russland und unter Vermittlung der USA im kommenden Monat. "Wir bereiten uns vor, auf Oktober", sagte der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, im Gespräch mit Journalisten. Er bestätigte, dass damit Unterredungen im Dreierformat gemeint seien. Ein genaues Datum oder den Ort der Treffen nannte er jedoch nicht.

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuletzt in einem Interview der "Iswestija" erklärt, der Kreml gehe davon aus, dass die USA, Russland und die Ukraine den Dialog "in absehbarer Zeit" fortsetzen könnten. "Eine andere Frage ist jedoch, wie erfolgreich dieser Dialog sein wird – das lässt sich derzeit nur schwer vorhersagen, da sich die Lage vor Ort für die Ukrainer von Mal zu Mal verschlechtert", behauptete er.

US-Unterhändler hatten am vergangenen Wochenende Moskau und Kiew besucht und die Möglichkeiten einer friedlichen Lösung für den Krieg in der Ukraine sondiert. Dabei war eine Fortsetzung des seit Monaten unterbrochenen Dialogs im Dreierformat ins Auge gefasst worden. Diese Gespräche werden von Unterhändlern geführt, die stets mit ihren jeweiligen Staatschefs Rücksprache halten müssen. Erst am Ende ist ein direktes Treffen der Präsidenten der USA, Russlands und der Ukraine zu erwarten.

Kreml schließt Treffen von Putin und Selenskyj bei G20-Gipfel in Miami aus

Russland schließt ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim diesjährigen G20-Gipfel in den USA aus. "Das ist unmöglich", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi. Er bekräftigte Moskaus Position, dass eine solche Begegnung nur in der russischen Hauptstadt stattfinden könne: "Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen."

Selenskyj zu Treffen mit Putin bei G20-Gipfel in Miami bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. "Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen", sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle (DW).

"Es geht nicht um Worte", sagte Selenskyj in dem Interview, das am Freitag in Kanada geführt wurde. "Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle", sagte Selenskyj mit Blick auf Putin. Er fügte hinzu: "Was zählt, ist das Ergebnis." Die Ukraine sei an der Front viel stärker als noch im vergangenen Jahr, Moskau dagegen zahle einen "hohen Preis" für kleine Erfolge. "Deshalb glauben wir, dass wir uns jetzt in einer guten Verhandlungsposition befinden", betonte der ukrainische Präsident.

Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt. US-Präsident Donald Trump hatte im April gesagt, eine Teilnahme Russlands wäre "wahrscheinlich sehr hilfreich". Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht persönlich getroffen.

Ukraine: Haben Fabrik in Russland getroffen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden, teilte der Generalstab in Kiew mit. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung.

Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew schrieb am frühen Morgen bei Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der Bürgermeister der Stadt Toljatti, Ilja Suchich, teilte mit, dass ein Mensch infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden.

In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen.

Tote und viele Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine

Bei russischen Angriffen sind in der Nacht mindestens drei Menschen in der Ukraine getötet worden. In Saporischschja kamen nach Behördenangaben eine Frau und ein Mann bei einem Drohnenangriff ums Leben. Mindestens eine weitere Person wurde demnach verletzt. Es sei ein Wohngebiet getroffen worden.

Im südukrainischen Gebiet Odessa wurden nach Angaben von Militärgouverneur Oleh Kiper mindestens 35 Menschen verletzt. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Zwei Personen würden noch gesucht. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen. In der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih wurden dem Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, zufolge zwei Menschen bei einem Angriff auf einen Betrieb getötet. Vier weitere seien dabei verletzt worden.

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Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe. Attackiert worden seien in Saporischschja und Krywyj Rih Unternehmen der Metallindustrie, die Produkte für militärische Zwecke herstellten, hieß es. In der Region Odessa seien Objekte der Hafeninfrastruktur und ein wichtiges Objekt der Verkehrsinfrastruktur für die Entladung und Lagerung militärischer Güter getroffen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Explosion und Brand in Munitionslager von Rüstungsunternehmen

Rund einen Monat nach einem Brand in einem Munitionslager des Rüstungsunternehmens Emco in Bulgarien hat eine Explosion in einem weiteren Lager ein Feuer ausgelöst. Nach Angaben der Polizei vom Samstag ereignete sich der Vorfall am späten Freitag nahe dem Ort Gorni Varpishta im Zentrum des Landes. Die Beschäftigten seien in Sicherheit gebracht worden, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, hieß es weiter. Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar.

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