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Ukraine: Starlink wieder voll einsatzfähig

Allgemein

Nach hochrangigen Gesprächen

Ukraine: Plötzliche Wende im Streit über Starlink-Netzwerk

Von t-online, tos

Aktualisiert am 24.10.2026 - 11:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Ukraine kann das Satellitennetzwerk Starlink wieder in voller Funktion nutzen. Das gab das Verteidigungsministerium in Kiew bekannt.

Ukrainische Drohnen und Fahrzeuge können das Satellitennetz Starlink nach Angaben aus Kiew wieder bei hohem Tempo nutzen. "Wir verzeichnen eine Geschwindigkeit von mehr als 400 km/h, die Verbindung ist stabil", sagte Verteidigungsminister Jewhenij Chmara am Samstag vor Journalisten.

Die Überwachungssysteme seines Ministeriums hätten registriert, dass Starlink und dessen militärische Version Starshield wieder funktionierten. Darüber berichteten unter anderem die staatliche ukrainische Medienplattform "United24" und die Nachrichtenagentur "Interfax-Ukraine".

Chmara führte die Wende auf direkte Gespräche und den Einsatz von Präsident Wolodymyr Selenskyj zurück. "Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass der direkte Dialog und die beharrliche Haltung des Präsidenten der Ukraine auf höchster Ebene Ergebnisse bringen", sagte er. Wichtig sei das vor allem für die Front, die Soldaten, den Einsatz von Drohnen, die Logistik und die Kommunikation. Das Ministerium werde die Systeme weiter überwachen. Quellen im Ministerium hatten zuvor ukrainischen Medien gesagt, man teste weiter, wie vollständig die Verbindung tatsächlich wiederhergestellt sei.

Beschränkung galt für etwa 10 Tage

Noch am Freitag hatte Selenskyj erklärt, die Beschränkungen für Starlink und Starshield seien weiterhin in Kraft. Zuvor war allerdings bereits von einer Wiederherstellung die Rede gewesen.

Nach ukrainischen Angaben galt die Begrenzung seit der Nacht zum 14. Oktober und war ohne Vorwarnung eingeführt worden. Manche Einheiten verloren die Verbindung schon bei geringerem Tempo. Betroffen waren Abfangdrohnen, Drohnenangriffe mittlerer Reichweite, Aufklärung und der Nachschub an der Front. Selenskyj sagte am 16. Oktober, die Truppen hätten deshalb einige russische Shahed-Drohnen mit Düsenantrieb nicht abfangen können. Diese fliegen mit mehr als 400 km/h.

Wer die Begrenzung angeordnet und nun wieder aufgehoben hat, ist offen. SpaceX-Chef Elon Musk erklärte, Starshield-Systeme gehörten der US-Regierung und würden von ihr kontrolliert. US-Präsident Donald Trump sagte, er glaube nicht, dass er oder Musk für die Einschränkungen verantwortlich seien.

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