Ukraine: Strack-Zimmermann kritisiert Zurückhaltung gegen Russland
Brüssel, Berlin. Nach unverhohlenen Drohungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow gegen westliche Unterstützer der Ukraine fordern Politiker eine entschiedene Antwort der Bundesregierung. Angesichts des brutalen russischen Verhaltens seien Handlungen gefragt, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), dem Handelsblatt: „Erstens, die Ukraine weiterhin mit allem zu unterstützen, was wir haben. Zweitens, uns selbst so zu ertüchtigen, dass die Drohungen von Lawrow ins Leere laufen.“ Robin Wagener, Außen- und Verteidigungspolitiker der Grünen, kritisierte die zurückhaltende Reaktion der Bundesregierung. Lawrow drohe nicht nur, „sondern spricht fast Klartext über russische Sabotage und Terror gegen uns“, schrieb Wagener auf X. Doch die Regierung lasse weder klare Worte noch Taten folgen. „Das ist nicht besonnen, sondern gefährlich“, so Wagener. „Nur Konsequenz schützt.“ Der russische Außenminister hatte zuvor mit einer Äußerung den ohnehin bestehenden Verdacht genährt, dass Russland hinter einer Reihe von Explosionen und sicherheitsrelevanten Vorfällen in Europa stehen könnte. „Wir werden unsere Methoden deutlich verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschinerie aus dem Westen speist“, sagte der Chefdiplomat vor wenigen Tagen im russischen Staatsfernsehen. „Und wir tun dies bereits.“