Ukraine-Ticker: 13 Tote bei Drohnenangriff auf Zentralrussland
16.30 Uhr: Spezialkräfte melden Drohnenangriff auf russische Chemieanlage Ukrainische Spezialkräfte haben nach eigenen Angaben die petrochemische Anlage SapSibNeftechim im russischen Gebiet Tjumen mit Drohnen angegriffen. Der Angriff löste laut einer Telegram-Mitteilung einen Brand aus und verursachte Zerstörungen. Der dortige Gouverneur berichtete ebenfalls von einem Feuer in einer Industrieanlage nach einer Drohnenattacke. Tjumen liegt gut 2.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. 15.55 Uhr: Russland beschleunigt Ausbau von eigenem Satelliten-Internet Nach ukrainischen Angaben treibt Russland den Aufbau eines eigenen Satelliten-Internetsystems schneller voran als geplant. Bis 2027 wolle Moskau knapp 300 Satelliten in der Umlaufbahn stationiert haben, sagt der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR, Wadym Skybyzkyj, in einem Interview mit dem Medienportal RBC-Ukraine. Das System namens "Rasswet" solle dem US-System Starlink von SpaceX Konkurrenz machen, das der Ukraine im Krieg Vorteile bei der Drohnensteuerung und Kommunikation verschafft. Derzeit habe Russland erst 16 Satelliten im Orbit, weshalb das System über der Ukraine nur lückenhaft arbeite. Bis 2027 seien 292 Satelliten geplant, bis 2035 solle das Satelliten-Netzwerk auf 924 anwachsen. Sobald das System vollständig einsatzbereit sei, werde es eine ähnliche Abdeckung wie Starlink bieten. 13.09 Uhr: Ukraine - Viele Verletzte nach russischem Angriff auf Saporischschja Bei einem russischen Luftangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja sind offiziellen Angaben zufolge mindestens 13 Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow berichtete auf Telegram über beschädigte Wohnhäuser und in Brand gesetzte Autos. Es sei mindestens eine Gleitbombe auf die Industriestadt abgeworfen worden. Für die Großstadt gilt aufgrund ständiger Angriffe fast ununterbrochen Luftalarm. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von Saporischschja entfernt. 12.24 Uhr: Ukrainischer Drohnenchef - Siebenmal so viele Angriffe auf Krim möglich Die Ukraine könnte mit ihren Drohnen nach Angaben des zuständigen Kommandeurs Robert Browdi siebenmal so viele Angriffe auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim fliegen, wenn zugesagte Gelder von Verbündeten aus dem Westen rascher fließen würden. Browdi sagte der Nachrichtenagentur AP, derzeit habe seine Truppe gerade mal 14 Prozent der Ausrüstung, die sie brauche, um den geplanten Einsatz gegen Russland auf der Krim komplett umzusetzen. Die Krim für Russland als Militärstandort unbrauchbar zu machen, sei eines der zentralen Ziele, die er verfolge, sagte Browdi. Der Major sagte, es fehle nicht an den Produktionskapazitäten der ukrainischen Drohnenhersteller, sondern an der Finanzierung, die langsamer vonstatten gehe als geplant. 11.54 Uhr: Russland - 13 Tote nach ukrainischem Drohnenangriff Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind in Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan laut neuen Angaben der Behörden mindestens 13 Menschen getötet worden. Es seien zudem 75 Menschen verletzt worden, teilte die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Republikchef Rustam Minnichanow verhängte offiziell Trauer in Tatarstan. 11.11 Uhr: WHO meldet wiederholte Angriffe auf Lagerhaus in der Ukraine Bei russischen Angriffen auf die Ukraine ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eines ihrer Lagerhäuser getroffen worden. Das Lager sei binnen 24 Stunden zweimal getroffen worden, teilte die WHO mit. Dabei seien Hilfsmittel für Notfälle im Wert von schätzungsweise 433.000 Euro zerstört worden. Diese seien für medizinische Einrichtungen an der Front gedacht gewesen. Berichte über Tote oder Verletzte lägen nicht vor. 10.50 Uhr: Bericht - Spreng-Drohne kollidierte mit Tragfläche von ukrainischer Frachtmaschine Die vergangene Woche am Flughafen Leipzig/Halle aufgefundene Drohne mit einer Sprengstoffladung ist laut einem Medienbericht direkt auf ein ukrainisches Frachtflugzeug zugeflogen. Wie "Die Zeit" berichtete, zeigen Aufnahmen einer Überwachungskamera, dass die Drohne auf einer Tragfläche des Flugzeugs des Typs Antonow einschlug. In den Tragflächen befinden sich in der Regel Treibstofftanks. Auf den Aufnahmen sei zu sehen, dass das Gerät von der Tragfläche abprallte und zu Boden fiel, berichtete die Zeitung. Spuren an einem Flügel der Antonow bestätigen diesen mutmaßlichen Ablauf. Warum der Sprengsatz nicht explodierte, sei noch unklar, hieß es. Er sei später nicht an der Drohne selbst vorgefunden worden, sondern in einiger Entfernung davon. Möglicherweise habe er sich beim Aufprall abgelöst. Die Drohne war in der Nacht zu Mittwoch von einem Mitarbeiter entdeckt worden. Dabei soll sie in geringer Höhe zwischen mehreren ukrainischen Frachtmaschinen geschwebt sein. Später kollidierte eine Frachtmaschine an dem Flughafen mit einem weiteren Objekt, das aber noch nicht gefunden wurde. 10.34 Uhr: Ukraine - Sechs Tote durch russische Luftangriffe In der Ukraine wurden in der nordöstlichen Region Charkiw nach Behördenangaben fünf Menschen durch einen russischen Artillerieangriff getötet. Der "massive" Angriff habe sich gegen ein Wohngebiet im Ort Bugajiwka gerichtet, erklärte das Büro der zuständigen Staatsanwaltschaft im Onlinedienst Telegram. Mehrere Häuser seien zerstört worden. Dazu veröffentlichte die Behörde das Bild von Trümmern eines Hauses. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe in der Nacht mit 126 Drohnen angegriffen. Laut Behörden wurde in der ukrainischen Region Cherson nahe der Front ein Mann in einem Taxi getötet. 10.04 Uhr: Kriegs-kritischer Partei Jabloko droht Ausschluss von Wahl in Russland Das Oberste Gericht Russlands in Moskau will heute über einen möglichen Ausschluss der liberalen Oppositionspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September verhandeln. Jabloko kritisiert den russischen Krieg gegen die Ukraine, war aber von der Wahlleitung unerwartet für die Duma-Wahl zugelassen worden. Die kremltreue Partei Rodina klagte daraufhin jedoch auf Wahlausschluss. Sie wirft Jabloko zahlreiche Gesetzesverstöße vor, darunter Verletzungen von Urheberrechten (etwa bei Darstellung von Friedenstauben) und undurchsichtige Finanzierung. 09.05 Uhr: Behörden - Zwölf Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Region Tatarstan Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die zentralrussische Region Tatarstan soll es jüngsten Behördenangaben zufolge zwölf Tote gegeben haben. 39 weitere Menschen seien in der Industriestadt Nischnekamsk verletzt worden, teilten die Behörden nach Berichten staatlicher Medien mit. Der Bürgermeister von Nischnekamsk, Radmir Beljajew, hatte zuvor von einem massiven Angriff mit Drohnen berichtet, der sich gegen "industrielle wie zivile" Ziele gerichtet habe. Ukrainische Medien meldeten, dass dort eine der größten Ölraffinerien angegriffen worden sei. Später bestätigte der Generalstab in Kiew den Angriff auf die Raffinerie "Taneko" in Nischnekamsk. Es handelt sich um einen der schwersten ukrainischen Einzelangriffe seit Februar 2022. Die Ukraine setzt russischen Ölanlagen fast täglich mit Fernangriffen schwer zu, bei denen im eigenen Land entwickelte Raketen und Drohnen zum Einsatz kommen. Die Attacken haben in Russland zu einer Kraftstoffkrise geführt. Die Russen verfügen über hochentwickelte Flugabwehrsysteme, doch das riesige Territorium lässt sich nur schwer lückenlos schützen. 08.46 Uhr: Russland meldet mehrere Todesopfer und 456 abgeschossene Drohnen Russland hat in der Nacht zum Montag nach eigenen Angaben 456 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Die Angriffe hätten sich gegen rund 15 russische Regionen und die annektierte Halbinsel Krim gerichtet, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden in zwei russischen Regionen mehrere Menschen getötet. In Tatarstan im Zentrum Russlands richteten sich die "massiven" Angriffe nach Angaben der örtlichen Behörden gegen die Industriestadt Nischnekamsk, die etwa 1.600 Kilometer entfernt von der Grenze zur Ukraine liegt. "Leider gibt es Tote", erklärten die Behörden weiter. Auch in der an die Ukraine angrenzenden Region Belgorod sei eine Frau bei einem Drohnenangriff getötet worden, teilten die dortigen Behörden mit. 07.58 Uhr: Behörden - Tote bei ukrainischem Drohnenangriff östlich von Moskau Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Nischnekamsk sind den dortigen Behörden zufolge mehrere Menschen getötet worden. Wie Bürgermeister Radmir Beljajew auf Telegram mitteilte, galt der Angriff Industrieanlagen und zivilen Einrichtungen. In der Stadt befindet sich eine wichtige Ölraffinerie. Laut russischen Nachrichtenagenturen handelte es sich um einen großen Drohnenangriff. Nischnekamsk liegt in der Region Tatarstan rund 1.000 Kilometer östlich von Moskau. 04.20 Uhr: Selensky - bis zu 50.000 Soldaten aus Nordkorea Die ukrainische Staatsführung rechnet nach eigenen Angaben damit, dass Russland weit mehr Truppen aus Nordkorea zur Unterstützung seines Angriffskriegs bekommen könnte als bisher angenommen. Auf der Online-Plattform X schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj von "30.000 bis 50.000" Nordkoreanern. Laut dem Präsidenten stellt Nordkoreas Engagement im Ukraine-Krieg auch eine Gefahr für asiatische Staaten dar. "Es ist völlig klar, dass Nordkorea seine Erfahrungen in der modernen Kriegsführung weiter ausbauen, von Russland Lizenzen und alle möglichen militärischen Mittel bekommen wird", schrieb der ukrainische Präsident weiter. 03.30 Uhr: Fünf Verletzte bei russischem Angriff auf Sumy Bei russischen Bombenangriffen auf die nordukrainische Stadt Sumy wurden örtlichen Behörden zufolge in der Nacht mindestens fünf Menschen verletzt. Zudem gebe es Schäden in mehreren Wohngebieten, teilt der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. 01.00 Uhr: Russland meldet Einnahme von zwei Dörfern in Region Donezk Russische Truppen haben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau zwei Dörfer in der ostukrainischen Region Donezk unter ihre Kontrolle gebracht. In einer Mitteilung des Ministeriums auf Telegram heißt es, die Streitkräfte hätten Wasjutynske und Torezk eingenommen. Das ukrainische Militär bestätigte dies zunächst nicht. Der Generalstab in Kiew berichtete am späten Abend, ukrainische Truppen hätten 24 Angriffe um Kostjantyniwka, Illiniwka und andere Orte abgewehrt. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich in seiner Videoansprache nicht zu Veränderungen des Frontverlaufs.