Ukraine-Ticker: Flughafen Vilnius wegen Drohne geschlossen
13.38 Uhr: Zug in der Ukraine durch Drohne beschädigt - Ziel war offenbar Warschau
In der Ukraine ist am Sonntag ein Zug in Richtung Polen nach Angaben des polnischen Bahnbetreibers in Grenznähe von einer russischen Drohne getroffen worden, wobei nach Angaben aus Warschau und Kiew niemand verletzt wurde. Der Bahnbetreiber PKP Intercity teilte mit, der Zug sei von Kiew nach Warschau unterwegs gewesen. An Bord hätten sich 206 Fahrgäste befunden.
13.23 Uhr: Drohnenalarm am Flughafen Vilnius
Litauen hat wegen einer mutmaßlichen Drohnensichtung den Flughafen der Hauptstadt Vilnius vorübergehend geschlossen. Der Alarm sei inzwischen wieder aufgehoben, teilte der litauische nationale Krisenstab mit. Zuvor war den Behörden zufolge mindestens ein Nato-Kampfjet zur Sicherung des Luftraums aufgestiegen. Er sei vom Stützpunkt Siauliai im Norden des Landes gestartet, wo derzeit Kampfflugzeuge der italienischen Luftwaffe im Rahmen eines Nato-Schutzeinsatzes stationiert sind. Der am Morgen gestartete Vilnius-Marathon wurde nach Angaben der Organisatoren nicht beeinträchtigt.
12.12 Uhr: Neue Gespräche bereits im Oktober? Moskau hält sich bedeckt
Russland schließt neue trilaterale Gespräche mit der Ukraine und den USA zum Ukraine-Konflikt im Oktober nicht aus. "Wir schließen eine solche Möglichkeit nicht aus", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Er fügte hinzu: "Wir können den Oktober nicht ausschließen." Es gehe um die "absehbare Zukunft".
Schon Anfang der Woche hatte sich Russland offen gezeigt für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. Es sei aber noch zu früh, über einen möglichen Ort oder genaue Termine zu sprechen, hatte Peskow am Montag gesagt.
11.15 Uhr: Drohnenattacken nahe polnischer Grenze
Eine russische Drohne ist in der Nacht nahe der ukrainisch-polnischen Grenze in der Kleinstadt Jahodyn eingeschlagen. Dies teilt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit und korrigiert damit eine frühere Aussage, wonach der Grenzübergang direkt getroffen wurde. Der Einschlagsort liegt rund 800 Meter von der Grenze entfernt, wie eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes der Nachrichtenagentur Reuters sagt. Der Grenzübergang sei während des Angriffs vorübergehend geschlossen worden.
In der Grenzregion Wolyn hat zudem eine Drohne die Lokomotive eines Personenzugs zwei Kilometer vor der polnischen Grenze angegriffen, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilt. Verletzte gebe es nicht. Über die Grenzübergänge zu Polen gelangt ein Großteil der westlichen Militär- und Humanitätshilfe in die Ukraine. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind wiederholt Drohnen oder Raketenteile in Nachbarländern wie Rumänien, Polen oder der Republik Moldau niedergegangen.
09.55 Uhr: Russland - Ukraine soll Tanklaster nahe AKW Saporischschja angegriffen haben
Der Chef des staatlichen russischen Atomenergiekonzerns, Alexej Lichatschow, wirft der Ukraine einen Angriff auf Diesel-Lastwagen nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja vor. Dabei seien zwei russische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden, erklärt Lichatschow. Die Ukraine gefährde damit gezielt die Sicherheit der von Russland besetzten Anlage. Treibstoff ist für Generatoren wichtig, die die Kühlung der Reaktoren bei einem Ausfall der externen Stromversorgung sichern. Der Angriff hat Lichatschow zufolge am Freitag stattgefunden, die Vorwürfe äußert der Rosatom-Chef am Sonntag. Beide Seiten werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, die Sicherheit des größten europäischen Atomkraftwerks zu gefährden.
09.16 Uhr: Peking und Neu-Delhi wollen in Ukraine-Krieg vermitteln
Chinas Staatschef Xi Jinping und der indische Ministerpräsident Narendra Modi bieten russischen Angaben zufolge ihre Vermittlung für Friedensgespräche zur Ukraine an. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüße diese Bereitschaft, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die drei Politiker nehmen am Wochenende am Brics-Gipfel in Neu-Delhi teil.
08.34 Uhr: Zwei Tote und mehrere Verletzte nach ukrainischen Angriffen in Russland
Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind zwei Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet worden. Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein nahe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilte der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, bei Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden. Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden.
05.55 Uhr: Libyens Regierung dementiert US-Bericht über angebliche Kooperation mit der Ukraine
Libyens Regierung hat einen US-Medienbericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Ohne die Ukraine namentlich zu nennen, erklärte Libyens Verteidigungsministerium, es habe "Kenntnis von den in einem Presseartikel enthaltenen Behauptungen erhalten". Es weise "kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung" dieses Stützpunkts ermöglichen würde.
Dies gelte auch für die Nutzung "eines anderen staatlichen Armeestandorts für die Ausführung von Angriffen oder militärischen Einsätzen jeglicher Art außerhalb des Rahmens der souveränen Missionen des libyschen Staates". In der Erklärung berief sich das Verteidigungsministerium des nordafrikanischen Landes auf einen US-Bericht, "wonach der Armeestützpunkt in Misrata als Ausgangspunkt für die Ausführung militärischer Einsätze gegen externe Parteien oder Interessen genutzt" worden sei.
21.13 Uhr: Selenskyj-Vertrauter - Dreiergespräche noch im Oktober
Die Ukraine erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Friedenslösung mit Russland und unter Vermittlung der USA im kommenden Monat. "Wir bereiten uns vor, auf Oktober", sagte der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, im Gespräch mit Journalisten. Ziel sei es, den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg zu beenden. Er bestätigte, dass Unterredungen im Dreierformat gemeint seien. Ein genaues Datum oder den Ort der Treffen nannte er jedoch nicht.
20.04 Uhr: Kreml schließt Treffen von Putin und Selenskyj beim G20-Gipfel aus
Russland schließt ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim diesjährigen G20-Gipfel in den USA aus. "Das ist unmöglich", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi. Er bekräftigte Moskaus Position, dass eine solche Begegnung nur in der russischen Hauptstadt stattfinden könne: "Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen."
Selenskyj hatte sich zuvor in einem Interview mit der Deutschen Welle zu einem Treffen mit Putin in Miami bereiterklärt. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt.
In einer ersten Reaktion auf Selenskyjs Vorschlag hatte Peskow erklärt, dass noch keine Entscheidung über eine mögliche Teilnahme Putins an dem G20-Gipfel getroffen worden sei.
19.38 Uhr: Kiews Marine berichtet von erstem Gefecht von Drohnenbooten
Im vermutlich ersten Zusammentreffen zweier Marine-Drohnen überhaupt hat das unbemannte russische Boot gegen sein ukrainisches Gegenstück nach Kiewer Darstellung den Kürzeren gezogen. Wie die ukrainische Marine auf Telegram mitteilte, habe die Aufklärung eine russische Marine-Drohne in einem nicht genannten Abschnitt des Schwarzen Meeres entdeckt. Eine daraufhin in Marsch gesetzte Marine-Drohne habe sich an das russische Boot heran manövriert und dieses mit seinem überschweren Maschinengewehr beschossen und versenkt.
"Dies ist die erste Seeschlacht in der Geschichte zwischen unbemannten Booten", schrieb die ukrainische Marine zu dem Zwischenfall. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das Beschuss und Zerstörung eines nicht identifizierbaren Kleinbootes zeigt.
Im Audio: Erstes Gefecht von Drohnenbooten
19.18 Uhr: Kushner hofft auf "nächste Schritte" in den kommenden Wochen
Der US-Sondergesandte Jared Kushner hofft nach seinen Besuchen in Moskau und Kiew auf Bewegung in den festgefahrenen Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs in den kommenden Wochen. "Ich hoffe wirklich, dass wir in einigen Wochen bekannt geben können, wie die nächsten Schritte aussehen", sagte Kushner in einer Videobotschaft während einer internationalen Strategiekonferenz in Kiew.
Kushner und der US-Gesandte Steve Witkoff waren vor einer Woche nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. "Das sind furchtbar komplexe Probleme. Aber ich denke, wir arbeiten weiter daran. Ich halte den Dialog mit beiden Seiten für sehr konstruktiv und sehr positiv", sagte Kushner.
16.20 Uhr: Russland - Verhandlungen ja, Feuerpause nein
Moskau ist nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow zu Verhandlungen mit Kiew bereit, nicht aber zu einer gleichzeitigen Feuerpause in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der russischen Regierung mangele es nicht an gutem Willen, sagte er nach Angaben der Staatsagentur Tass am Rande des Brics-Gipfels in Neu Delhi. "Wir sind nach wie vor zu Verhandlungen bereit, aber für die Dauer der Verhandlungen wird die Militäroperation nicht ausgesetzt."
15.30 Uhr: Ukraine meldet Angriffe auf russische Fabriken
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele in Russland angegriffen und beschädigt. Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Facebook mitteilte, seien zwei Chemie-Fabriken in den Regionen Perm im Vorland des Ural und Samara im Südosten Russlands mit weitreichenden Drohnen attackiert worden. Zudem sei in Taganrog an der Küste des Asowschen Meeres eine Fabrik zur Herstellung von Drohnen getroffen worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.
13.02 Uhr: Opferzahl nach russischen Angriffen steigt
Im südukrainischen Gebiet Odessa wurden nach neuesten Angaben von Militärgouverneur Oleh Kiper inzwischen mindestens 35 Menschen gezählt, die infolge der nächtlichen russischen Attacken verletzt wurden. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Zwei Personen würden noch gesucht. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen.
In der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih wurden dem Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, zufolge zwei Menschen bei einem Angriff auf einen Betrieb getötet. Vier weitere seien dabei verletzt worden.
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12.15 Uhr: Selenskyj in Richtung Putin - "Müssen uns treffen"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut eigener Aussage zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. "Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen", sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle (DW). "Es geht nicht um Worte", so der ukrainische Staatschef in dem Interview, das am Freitag in Kanada geführt wurde.
"Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle", sagte Selenskyj mit Blick auf Putin. Er fügte hinzu: "Was zählt, ist das Ergebnis." Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt.
12.09 Uhr: Ukraine beschießt Kautschuk-Fabrik in Russland
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine russische Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden, teilte der Generalstab in Kiew mit. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung.
Der russische Gebietsgouverneur schrieb am frühen Morgen bei Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der Bürgermeister der Stadt Toljatti teilte mit, dass ein Mensch infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden.
11.27 Uhr: Explosion und Brand in Munitionslager in Bulgarien
In Bulgarien ist erneut ein Brand in einem Waffenlager ausgebrochen. Bei der Explosion in der Nacht zum Samstag nahe dem Dorf Zarewa Liwada im nördlichen Zentralbulgarien wurde Behördenvertretern und lokalen Medien zufolge jedoch niemand verletzt. Das Feuer wütete demnach auf dem Gelände eines Lagers des Rüstungsunternehmens EMCO. "Es breitet sich von Lagerhalle zu Lagerhalle aus", sagte die Regionalgouverneurin von Gabrowo, Kristina Sidorowa.
Es ist der zweite Brand in einer bulgarischen Munitionsfabrik innerhalb weniger Wochen. Im vergangenen Monat hatte sich eine Explosion in einer anderen EMCO-Anlage ereignet. Das Nato- und EU-Mitgliedsland Bulgarien ist ein Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Munition von Emco kommt auch dort zum Einsatz.
09.33 Uhr: Ukraine meldet weitere Tote und Verletzte nach nächtlichen russischen Attacken
Bei den jüngsten russischen Angriffen sind in der Nacht mindestens drei Menschen in der Ukraine getötet worden. In Saporischschja starben nach Behördenangaben eine Frau und ein Mann bei einem Drohnenangriff. Mindestens eine weitere Person wurde demnach verletzt. Es sei ein Wohngebiet getroffen worden.
In Odessa am Schwarzen Meer wurden nach Angaben der Militärverwaltung mindestens 17 Menschen verletzt. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen.