Ukraine-Ticker: Polen - Wieder Angriff nahe Grenzübergang
23.57 Uhr: Leo XIV. lehnt militärische Lösung des Ukraine-Konflikts ab
Papst Leo XIV. ist weiterhin gegen eine militärische Lösung des Ukraine-Konflikts. In einer Pressekonferenz auf dem Flug von Metz nach Rom sagte er, die Kirche müsse ihre Lehre vertreten, die gegen die Förderung von Gewalt, Hass und Waffen eintrete. Er beklagte, dass derzeit einige politische Führer sogar wieder von der Möglichkeit des Einsatzes atomarer Waffen sprächen, deren Einsatz enorm viele Menschenleben vernichten würde. Die Bereitschaft, immer mehr Waffen zu bauen, verstärke nur die Spannungen und könne zu weiteren Kriegen führen.
21.49 Uhr: Putin ordnet weitere Aufstockung der russischen Armee an
Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, das die Personalstärke der Armee um weitere 15.500 Soldaten erhöht. "Die zulässige Personalstärke der russischen Streitkräfte wird auf 2.441.630 Menschen festgesetzt, darunter 1.550.500 Militärangehörige", hieß es in dem Dekret. Einen Grund nannte Putin nicht. Er hatte bereits im März, Juni und Juli eine Aufstockung der Armee verkündet.
21.48 Uhr: Russland plant 2027 höchste Militärausgaben seit Kriegsbeginn
Russland will seine Militärausgaben im Jahr 2027 auf einen neuen Höchststand seit Beginn des Krieges in der Ukraine anheben. Geplant seien Ausgaben von 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro), wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlagen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 27 Prozent gegenüber dem ursprünglich veranschlagten Budget von 13,5 Billionen Rubel. Insgesamt sollen sich die Rüstungsausgaben in den kommenden drei Jahren auf 50 Billionen Rubel belaufen
21.46 Uhr: Selenskyj - Russland hat mit Mobilmachung begonnen
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereits mit einer zusätzlichen Mobilmachung begonnen. "Sie (die Russen) planen auch, verstärkt Ausländer einzubeziehen", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache und berief sich auf Erkenntnisse der ukrainischen Geheimdienste. Seit Monaten wird über eine neue Mobilmachung in Russland spekuliert, um die zuletzt starken Verlusten an den Frontlinien in der Ukraine auszugleichen. Kremlchef Wladimir Putin hat solche Befürchtungen bisher kategorisch zurückgewiesen.
19.42 Uhr: Polen - Wieder Angriff nahe Grenzübergang
In der ukrainischen Grenzregion zu Polen hat es nach Angaben der Regierung in Warschau erneut eine Drohnenattacke unweit von einem Grenzübergang gegeben. "Ein weiterer Angriff Russlands auf die Westukraine. Eine düsengetriebene Drohne ist auf ukrainischer Seite etwa zwei Kilometer vom Grenzübergang zu Polen in Dorohusk eingeschlagen", schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Plattform X. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt. Wie das Oberkommando der polnischen Streitkräfte bekannt gab, wurde in der Region um Lublin im Südosten Polen während russischer Luftschläge gegen die Westukraine Luftalarm ausgelöst.
19.38 Uhr: Nato-Kommandeur - Russlands Sabotage "immer dreister" - funktioniert aber nicht
Nach den Worten des Oberbefehlshabers der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat die "russische Sabotagekampagne" in Europa für den Kreml keinen Erfolg. Die "staatlich gesteuerte Sabotage" werde zwar "immer dreister", sagte Grynkewich vor EU-Abgeordneten. Dennoch halte das die europäischen Länder nicht davon ab, die Ukraine weiter zu unterstützen.
18.35 Uhr: Ukrainisches Militär meldet Bodengewinne an Front
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben Bodengewinne an der Front in der Ostukraine erzielt. Eine Militäreinheit teilte mit, sie habe weitere 51 Quadratkilometer von den Russen zurückerobert. Damit seien seit Beginn der Offensive "Operation Vivaldi" vor mehreren Monaten insgesamt 176 Quadratkilometer zurückerlangt worden. Die Offensive betrifft einen Teil der 1.250 Kilometer langen Front.
18.33 Uhr: Nato-Befehlshaber - Russland bei Sabotageakten öffentlich anprangern
Der Nato-Oberbefehlshaber für Europa, Alexus Grynkewich, hat die europäischen Staaten zu einer entschlossenen Reaktion auf russische Sabotageakte aufgerufen. Der beste Weg zur Gegenwehr sei es, die Verantwortlichen in Moskau öffentlich zu benennen und die Unterstützung für die Ukraine zu verstärken, sagte Grynkewich am vor EU-Abgeordneten in Brüssel. Eine öffentliche Zuschreibung erhöhe die Kosten für die Drahtzieher und zwinge sie zur Verhaltensänderung, was eine abschreckende Wirkung habe.
18.31 Uhr: Polen warnt Bewohner im Osten kurzzeitig vor Angriffen
Polen hat die Bewohner der östlichen Region Lublin kurzfristig aufgefordert, sichere Orte aufzusuchen. Angesichts der russischen Angriffe auf die benachbarte Ukraine bestehe auch für diese Region Polens die Gefahr eines Luftangriffs, teilt das polnische Regierungszentrum für Sicherheit mit. Zuvor hatte es bekanntgegeben, dass polnische Kampfflugzeuge aufgrund der russischen Angriffe auf die Ukraine im polnischen Luftraum im Einsatz seien. Kurz darauf hob es die Warnung wieder auf.
17.00 Uhr: Moskau stellt Russland-Geschäft von deutschem Handelskonzern Metro unter seine Verwaltung
Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden unter "temporäre Verwaltung" an das russische Unternehmen UK Torg RUS übertragen, hieß es in einem Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Moskau hatte zuletzt die Russland-Geschäfte mehrerer Konzerne unter russische Verwaltung gestellt, die aus Ländern stammen, die die Ukraine unterstützen.
14.48 Uhr: Nationale Akademie der Wissenschaften in Kiew in Flammen
In Kiew hat ein russischer Angriff das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften getroffen. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Eine Rettungsaktion laufe, es werde nach Menschen gesucht, die sich möglicherweise in dem historischen Gebäude befinden. Dazu veröffentlichte er ein Video, das massives Feuer und schwere Schäden in und um das Gebäude zeigt. Die Akademie liegt nur etwa 150 Meter Luftlinie von der deutschen Botschaft entfernt.
Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb bei Telegram von mindestens einer Toten und drei Verletzten infolge eines Drohnenangriffs auf ein Nichtwohngebäude im historischen Teil des Stadtzentrums. Ukrainische Medien verbreiteten Videos, auf denen Feuer im Inneren der Akademie zu sehen waren. Menschen in den oberen Stockwerken flüchteten vor den Flammen auf die Fenstersimse und warteten auf Rettung durch die Feuerwehr.
Selenskyj verwies zugleich auf die heftigen russischen Angriffe seit der Nacht. Moskau hatte schon in der Nacht mehrere Regionen des Landes attackiert und seine Angriffe am Tag fortgesetzt. An mehreren Orten gab es Tote. Russland müsse zur Verantwortung gezogen werden und echte Konsequenzen spüren, schrieb er und warf Moskau Terror vor.
14.02 Uhr: Auswärtiges Amt - Deutschland und Russland nach Treffen "meilenweit" auseinander
Die ersten direkten Gespräche zwischen Deutschland und Russland seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine vor viereinhalb Jahren haben nach Ansicht der Bundesregierung und der EU gezeigt, dass Russland kein Interesse an Friedensverhandlungen hat. Die Positionen seien "meilenweit" voneinander entfernt gewesen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Das Treffen habe die Einschätzung der Bundesregierung bestätigt, dass Moskau nicht zu ernsthaften Verhandlungen über einen Waffenstillstand oder ein Ende des Krieges bereit sei. Der Sprecher warf Russland zudem vor, das Treffen für Propaganda zu instrumentalisieren.
Man wisse um den "propagandistischen Mehrwert eines physischen Treffens, der ja auch von russischer Seite entsprechend genutzt wird und genutzt wurde", sagte er. Dennoch sei es "vertretbar" gewesen, "ein physisches Treffen zu haben, um auch noch einmal klarzumachen, was unsere Positionen sind".
Am Samstag waren Bundesaußenminister Johann Wadephul und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow am Rande der UN-Vollversammlung in New York überraschend zu einem bilateralen Gespräch zusammengekommen. Der russische Außenminister hatte sich nach der Begegnung abweisend geäußert. Er sagte auf einer Pressekonferenz, er habe nichts Neues erfahren, Wadephul hätte ihn ebensogut anrufen können.
13.56 Uhr: Seoul bestellt Gesandten der Ukraine ein
Nach dem mutmaßlichen Verstoß der Ukraine gegen eine vertrauliche Vereinbarung mit Südkorea hat die Regierung in Seoul den ukrainischen Gesandten einbestellt. Dem Geschäftsträger der ukrainischen Botschaft, Andrij Wieschkin, sei "die ernste Besorgnis der Regierung im Zusammenhang mit der Übergabe nordkoreanischer Kriegsgefangener übermittelt" worden, teilte das südkoreanische Außenministerium mit. Zuvor hatte das südkoreanische Präsidialamt "eine offizielle Erklärung und eine Entschuldigung" von Kiew gefordert.
Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Selenskyj bei der UN-Generaldebatte. In seiner Rede am Mittwoch hatte Selenskyj gesagt, sein Land habe zwei nordkoreanische Soldaten an Südkorea überstellt. Er fügte hinzu, es sei "nicht einfach gewesen, sie lebend gefangen zu nehmen". Die Offenlegung dieser Information stieß in Seoul auf Unmut. "Ich weiß nicht, warum die ukrainische Seite die Vereinbarung gebrochen und die Angelegenheit öffentlich gemacht hat, aber es ist sehr enttäuschend", schrieb Südkoreas Staatschef Lee Jae Myung wenige Stunden bei X.
13.48 Uhr: Tote im Südosten der Ukraine durch russische Angriffe
Bei russischen Angriffen sind in der ukrainischen Großstadt Dnipro und ihrem Umland mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Russland habe die Innenstadt von Dnipro attackiert, schrieb der Militärgouverneur der südostukrainischen Region, Olexander Hanscha, bei Telegram. Dabei seien mindestens drei Menschen getötet worden. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden. Hanscha veröffentlichte Fotos und Videos, die Zerstörungen, Feuer und Rauch an einem Gebäude zeigen.
In der Stadt Synelnykowe habe das russische Militär ein Logistikzentrum attackiert. Dort sei mindestens eine Person getötet worden. Außerdem gebe es drei Verletzte, darunter ein 15-Jähriger. Er befinde sich im Krankenhaus und sein Zustand sei kritisch, schrieb Hanscha. Die Suche nach weiteren Vermissten laufe. Ein großflächiges Feuer sei ausgebrochen.
13.45 Uhr: Ukrainischer Regierungschef rät gefährdeten Menschen in Städten vor Winter zum Umzug
Der ukrainische Regierungschef Serhij Korezky hat besonders gefährdeten Menschen in ukrainischen Großstädten vor dem Einbruch des Winters zum Umzug geraten. Er rufe zwar nicht zum Verlassen der Städte auf, es lohne sich jedoch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, "für den Winterzeitraum einen alternativen Aufenthaltsort zu finden", sagte Korezky in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender TSN. Dabei nannte er auf Angehörige und soziale Dienste als Unterkunftsmöglichkeit.
Der ukrainische Regierungschef verwies auf die hohe Belastung der Einsatzkräfte in ukrainischen Städten. "Wenn ein Mensch zum Beispiel im 16. Stock wohnt und etwa der Strom ausfällt, warum sollten wir uns in diesem Moment, wenn sich die Spezialisten des staatlichen Katastrophenschutzes auf die Beseitigung der Folgen konzentrieren müssen, um Menschen kümmern, die besondere Aufmerksamkeit benötigen", fragte er im Interview. Er habe die Angelegenheit bereits mit dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko besprochen, erklärte Korezky.
13.32 Uhr: Kallas - Gespräch Wadephuls mit Lawrow zeigt fehlenden Friedenswillen Russlands
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht das Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als Beleg für Russlands fehlende Bereitschaft zu ernsten Friedensverhandlungen. Es gebe viele Länder außerhalb Europas, die argumentierten, "sprecht mit den Russen und dann wird es ein Ergebnis geben", sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Gespräche in New York hätten jedoch gezeigt, "dass Russland wirklich überhaupt nicht an Frieden interessiert ist", so Kallas. "Ich denke, das ist allen auch sehr, sehr klar", verdeutlichte die EU-Außenbeauftragte.
Wadephul und Lawrow hatten sich vergangene Woche am Rande der UN-Generaldebatte getroffen. Es war das erste Treffen der Außenminister Deutschlands und Russlands seit Beginn der russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren. Wadephul sagte im Anschluss, bei dem Gespräch seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden.
13.18 Uhr: Kiesewetter warnt vor neuem deutschem "Sonderweg" gegenüber Russland
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat nach dem Treffen von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow vor einem deutschen Alleingang gegenüber Moskau gewarnt. "Es kommt sehr stark darauf an, wie die Länder zwischen Deutschland und Russland dieses Gespräch wahrnehmen", sagte Kiesewetter im Politico Berlin Playbook Podcast mit Verweis auf Polen und die baltischen Staaten. "Das eigentliche Signal" habe Wadephul jedoch "innenpolitisch gesetzt", sagte Kiesewetter.
Das Treffen in New York habe gezeigt, "dass es sich nicht lohnt, mit Russland über Verhandlungen zu reden, weil Russland in aller Brutalität den Krieg fortsetzt", sagte der CDU-Außenpolitiker. Dies habe Lawrow auch deutlich gemacht. "Positiv ist das höchstens ein innenpolitisches Signal in Deutschland, dass wir all diejenigen in CDU und SPD und AfD, die immer glauben, man müsse nur mit Putin verhandeln, entwaffnen." Nun komme es darauf an, "dass der Außenminister sehr klug mit den mittelosteuropäischen Staaten spricht und klar macht, dass es hier nicht über ihre Köpfe hinweg geht, dass es kein Sonderabkommen gibt", so Kiesewetter.
12.45 Uhr: Ukraine meldet Rückeroberung von weiterem Gebiet in Region Donezk
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben im Norden der östlichen Region Donezk weiteres Territorium von den russischen Streitkräften zurückerobert. Das Dritte Armeekorps habe ein Gebiet von 51 Quadratkilometern wieder unter seine Kontrolle gebracht, sagte Brigadegeneral Andrij Biletskyj. Insgesamt seien bei dieser Offensive 176 Quadratkilometer im Norden von Donezk zurückgewonnen worden. Dabei seien drei Dörfer befreit und zwei weitere Ortschaften gesichert worden, erklärte Biletskyj weiter.
Nach Einschätzung der in Washington ansässigen US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) hat die Offensive das strategisch wichtige Ziel erreicht, die russischen Bemühungen zur Einkesselung des sogenannten Festungsgürtels aus ukrainischen Städten zu stören. Zwar haben sich die russischen Vorstöße an der Front verlangsamt, die Truppen rücken jedoch von Süden her auf einige Städte vor und dringen auch weiter in die östliche Stadt Kostjantyniwka vor. In Donezk finden seit langem einige der schwersten Kämpfe des Krieges statt. Die Ukraine hält derzeit noch etwa 20 Prozent des Gebiets, während Russland die vollständige Kontrolle anstrebt.
12.18 Uhr: Ukraine setzt Angriffe auf russisches Gebiet fort
Das ukrainische Militär hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Angriffe auf russisches Gebiet fortgesetzt. Ziel seien Ölanlagen in der Region Krasnodar gewesen sowie zwei Rüstungsfabriken in den Regionen Tula und Woronesch. Der geschäftsführende Gouverneur von Brjansk teilte zudem mit, dass in der russischen Grenzregion Bahninfrastruktur mit ukrainischen Drohnen angegriffen worden sei. Dabei sei eine Bahnbrücke teilweise eingestürzt. Fast 30 Waggons seien entgleist. Verletzt worden sei niemand.
11.14 Uhr: Russischer Angriff auf Wohnhaus in Charkiw – 29 Verletzte
Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine erneut zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. In Charkiw im Osten des Landes wurden nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow 29 Menschen bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus verletzt, darunter zehn Minderjährige. Russland habe Gleitbomben eingesetzt.
09.00 Uhr: Kallas warnt vor weiteren russischen Sabotageakten
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas verweist auf Geheimdienstberichte, denen zufolge Russland weitere Sabotageakte in Europa plane. "Wir müssen wachsam sein", fordert Kallas daher vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Geheimdienstinformationen zeigten, dass Russland weitere Sabotageakte und "Angriffe gegen unsere Demokratie" plane. Ziel sei es, die Gesellschaft zu spalten und durch Einschüchterung von der Unterstützung der Ukraine abzubringen.
06.38 Uhr: Ukraine meldet 15 Verletzte bei russischem Angriff auf Charkiw
Bei dem Einschlag einer russischen Lenkbombe in ein Wohnhaus in Charkiw sind nach ukrainischen Angaben 15 Menschen verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Kinder, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Charkiw im Nordosten des Landes ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine.
06.00 Uhr: EU-Verteidigungsminister beraten über weitere Ukraine-Hilfe
Die EU-Verteidigungsminister beraten heute in Brüssel über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine. Dabei soll es unter anderem darum gehen, wie das Land mehr Raketen für das Luftabwehrsystem Patriot bekommen kann. Die Ukraine beklagt seit Monaten, russische Angriffe nicht mehr gut abwehren zu können, weil ihr Raketen fehlen. Ein Vorschlag der EU sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten ihren Platz in der Warteschlange für Bestellungen der Raketen mit der Ukraine tauschen. Weiteres Thema ist außerdem der erste Bericht zur Verteidigungsfähigkeit der EU.
05.56 Uhr: CDU-Außenpolitiker Kiesewetter kritisiert Treffen zwischen Wadephul und Lawrow
Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter hat das Treffen zwischen Deutschland und Russland am Samstag kritisiert. Im Nachhinein wäre ein Telefonat klüger gewesen, denn das Ergebnis bleibe das Gleiche, so Kiesewetter in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bei dem Gespräch zwischen Bundesaußenminister Wadephul und dessen russischen Amtskollegen Lawrow sei weder etwas für die Ukraine noch für die Sicherheit Deutschlands erreicht worden. Außerdem hinterlasse das Treffen den Eindruck eines deutschen Sonderwegs, so Kiesewetter. Wadephul hatte das Gespräch zuvor gegen Kritik verteidigt: Man dürfe die Verhandlungen mit Russland nicht nur den USA überlassen. Noch gebe es aber keinen Anlass für Normalität, so der deutsche Außenminister in der ARD.
01.00 Uhr: Ukraine meldet fünf Tote bei russischen Drohnenangriffen
Bei russischen Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Regionen sind am Sonntag ukrainischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. In einem Vorort westlich von Kiew schlug eine Drohne auf einem Markt ein, wobei zwei Menschen getötet und etwa zehn verletzt wurden, wie die ukrainische Staatsanwaltschaft mitteilte. In der nordukrainischen Stadt Sumy starben dem regionalen Gouverneur Oleh Hryhorow zufolge zwei Menschen durch Gleitbomben.
In Charkiw im Nordosten des Landes wurde der Fahrer eines Autos durch einen Drohneneinschlag getötet. In Kiew selbst gab es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko neun Verletzte. Dort seien unter anderem Hochhäuser, Datenzentren und ein Gebäude getroffen worden, das vom saudi-arabischen Botschafter als Residenz genutzt werde. Der ukrainische Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Angriffe auf zivile Ziele auf der Nachrichtenplattform X als Terrorismus.