Ukraine-Ticker: Ukrainischer Großangriff auf Moskau
13.20 Uhr: Burnham: Großbritannien unterstützt Ukraine weiterhin zu 100 Prozent Großbritannien wird die Ukraine nach den Worten von Premierminister Andy Burnham weiterhin vollumfänglich gegen die russische Invasion unterstützen. "Großbritannien tut das, was es seit langem angekündigt hat, nämlich die Ukraine zu 100 Prozent gegen diesen von Wladimir Putin geführten illegalen Krieg zu unterstützen", sagt Burnham vor Journalisten. Zuvor warnte Russland die Regierung in London vor Konsequenzen, da Berichten zufolge Drohnen aus britischer Produktion bei Angriffen auf russisches Territorium eingesetzt worden seien. Großbritannien sei kein Partner nur in guten Zeiten und werde der Ukraine in der Stunde der Not beistehen, erklärt der Premierminister weiter. 12.24 Uhr: Selenskyj kündigt Reaktion auf russischen Angriff mit zehn Toten an Nach einem russischen Raketenangriff mit zehn Toten in der Region Charkiw hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Reaktion angekündigt. Selenskyj sprach auf der Plattform X von einer brutalen Attacke. Sein Mitgefühl gelte den Angehörigen der Opfer. Bei dem Angriff auf das Dorf Petschenihy seien nach bisherigen Erkenntnissen zehn Zivilisten getötet und 17 weitere verletzt worden, sagte der Chef der Militärverwaltung in Charkiw, Oleh Synjehubow, am Dienstag. Es seien zehn Häuser, ein Postamt, ein Geschäft und mindestens sieben Fahrzeuge beschädigt worden. 12.16 Uhr: Russland meldet fast 800 abgefangene Drohnen Die Ukraine hat in der Nacht zum Dienstag nach Behördenangaben Hunderte Drohnen gegen Ziele in Russland eingesetzt. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden 791 ukrainische Drohnen über mehreren russischen Regionen sowie über der völkerrechtswidrig annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer abgefangen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP handelte es sich um den zweitgrößten Drohnenangriff der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland seit Januar 2025. Mehr als 600 Drohnen seien in Richtung der Region Moskau geflogen, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin. 180 davon seien abgeschossen worden. In der Region Moskau, die die Hauptstadt umgibt, aber nicht einschließt, wurden nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow drei Menschen verletzt. 11.04 Uhr: Schneider in Kiew – Tschernobyl-Hülle muss repariert werden Bundesumweltminister Carsten Schneider hat der von Russland angegriffenen Ukraine bei einem Besuch in Kiew Hilfe bei der Beseitigung der Schäden an der Schutzhülle der Atomruine Tschernobyl zugesichert. "Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine", sagte der SPD-Politiker, der am Morgen in der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zug eintraf. Er will auch die Sperrzone mit dem 1986 havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl besuchen. Dort gibt es Schäden nach einem Drohnenangriff an dem Stahlbogen der Atomruine. "Die beschädigte Schutzhülle über dem zerstörten Reaktor muss repariert werden", sagte Schneider. Die Abschirmfunktion der Stahlkonstruktion, die mit Milliardenkosten über einen zuvor gebauten Betonsarkophag gezogen wurde, ist laut Experten nun nicht mehr gewährleistet. Die Reparaturkosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf rund 500 Millionen Euro geschätzt. 08.55 Uhr: Ukraine – Zehn Tote bei russischem Raketenangriff in Region Charkiw Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Dorf in der nordostukrainischen Region Charkiw sind örtlichen Behörden zufolge zehn Menschen getötet worden. Acht weitere Personen wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilt. Bei dem Angriff auf die Ortschaft Petschenihy seien zudem zehn Wohnhäuser, ein Cafe, eine Postfiliale, ein Geschäft und mindestens sieben Autos beschädigt worden. 08.28 Uhr: Umweltminister Schneider in Ukraine – Themen Wiederaufbau und Reaktorsicherheit Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) plant diese Woche einen mehrtägigen Besuch der von Russland angegriffenen Ukraine. "Ziel der Reise ist es, gemeinsam mit den ukrainischen Partnern frühzeitig Potenziale für eine klimafreundliche, resiliente Erneuerung der Infrastruktur und des weiteren Wiederaufbaus auszuloten, auch unter Beteiligung der deutschen Wirtschaft", teilte das Umweltministerium zu Beginn des Besuchs am Dienstag in Berlin mit. Schneider werde von Unternehmensvertretern begleitet, deren Firmen auf klimafreundliche Technologien spezialisiert sind. Geplant sind Gespräche unter anderem mit der Regierung in Kiew und ukrainischen Unternehmen. Schneider werde sich zudem über die Lage ukrainischer Kernkraftwerke informieren, darunter auch den Reaktor in Tschernobyl. Dessen Schutzhülle wurde bei einem Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigt und damit in der Funktionalität eingeschränkt. 07.17 Uhr: Großangriff auf Moskau mit mehr als 600 Drohnen Bei einem der bislang schwersten ukrainischen Luftangriffe auf Moskau sind in der Nacht unter anderem mehrere Menschen verletzt und ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries beschädigt worden. Insgesamt seien zwischen dem Abend und 5.00 Uhr morgens 620 Drohnen im Anflug auf die Region gewesen, teilt Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. Die Luftabwehr hat nach eigenen Angaben 180 Drohnen abgefangen. Mindestens drei Menschen seien verletzt worden, darunter ein zehnjähriges Mädchen, erklärt der Bürgermeister weiter. Nach Angaben des Regionalgouverneurs Andrej Worobjow ist erneut auch ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries getroffen worden. Der Brand dort sei inzwischen gelöscht. Dem Unternehmen zufolge entstand durch Trümmerteile ein geringer Schaden an einer Wand. Zudem wurde an den Moskauer Flughäfen der Flugbetrieb vorübergehend eingeschränkt. Auch Wohnhäuser, Geschäfte und ein Kraftwerk seien beschädigt worden, erklärt Gouverneur Worobjow. 02.53 Uhr: Moskau droht London nach Bericht über Einsatz britischer Drohnen in Russland Nach einem Bericht über den Einsatz britischer Drohnen bei ukrainischen Angriffen in Russland hat Moskau die Regierung in London vor den "Konsequenzen" gewarnt. Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine "verantworten" und einen "Preis" zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen in der Nacht zum Dienstag zurück und betonte, dass sein Land die Ukraine weiter unterstützen werde. Vorausgegangen war ein Bericht der "Sunday Times", dass die ukrainische Armee britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt habe. Von zwei britischen Unternehmen hergestellte und an die Ukraine gelieferte Drohnen seien bei ukrainischen Angriffen auf militärische und industrielle Ziele innerhalb Russlands zum Einsatz gekommen, berichtete die Zeitung. Dadurch habe sich Großbritannien zum "Komplizen und Mittäter" bei diesen Angriffen gemacht und sich "bewusst für eine Eskalation" des Konflikts entschieden, erklärte die russische Botschaft in London am Montagabend. 23.38 Uhr: Lawrow laut Nordkorea: Beide Länder arbeiten an gerechter Weltordnung Die staatliche nordkoreanische Agentur KCNA zitiert den russischen Außenminister Sergej Lawrow mit den Worten, beide Länder arbeiteten daran, eine neue und gerechte Weltordnung zu etablieren. Lawrow habe sich in einer Botschaft an die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui entsprechend geäußert, so KCNA. Lawrow habe zudem erklärt, die von Nordkorea entsandten Soldaten kämpften dafür, die "ukrainische Nazi-Clique" aus der Region Kursk zu vertreiben. Nordkorea hat seit Ende 2024 Truppen entsandt, um Russland dabei zu unterstützen, Kursk von der Ukraine zurückzuerobern. 22.34 Uhr: Ukraine - Tote und Verletzte bei russischen Angriffen Bei russischen Angriffen sind am Abend in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Saporischschja starben ein Mann und eine Frau bei einem Drohnenangriff auf eine Kleingartenanlage, wie der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. Bei weiteren Drohneneinschlägen sei in einer Gemeinde von Saporischschja der Strom ausgefallen. Aus der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten die Behörden mindestens neun Verletzte durch russische Angriffe. "Der Feind setzt den Terror gegen die Zivilbevölkerung in der Region Odessa fort", schrieb der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram. Nach Angaben der Agentur Ukrinform wurden bei den russischen Drohnenangriffen ein Restaurant und mehrere Privathäuser getroffen. 19.05 Uhr: Selenskyj kündigt Personaländerungen im Militär an Der ukrainische Präsident Selenskyj hat mit der Militärspitze seines Landes die aktuelle Kriegslage erörtert und eine Reihe von Entscheidungen in die Wege geleitet. In erster Linie seien Personalentscheidungen getroffen worden, berichtete Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Es ist sehr wichtig, dass erfahrene Kommandeure mehr Handlungsspielraum erhalten", sagte er. Er habe bei der Sitzung einen Teil der Personalentscheidungen gebilligt, die ihm Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj vorgelegt habe. Namen nannte Selenskyj nicht. 18.57 Uhr: Drohne in Moldau auf Acker explodiert Eine vermutlich russische Drohne ist in den Luftraum von Moldau eingedrungen und auf einem Acker explodiert. Das unbekannte Fluggerät sei im Gebiet Stefan Voda im äußersten Südosten des Landes zerschellt und habe einen kleinen Brand ausgelöst, teilte die moldauische Polizei auf Telegram mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Experten untersuchten den Absturzort. Nach Darstellung ukrainischer Medien war eine russische Drohne vom Typ "Banderol" beim Anflug auf den Hafen von Odessa vom Kurs abgekommen und über die Grenze nach Moldau geflogen. 18.01 Uhr: Russland - Zwei Frachtschiffe in der Ukraine angegriffen Das russische Militär soll nach eigener Darstellung im Süden der Ukraine zwei Frachtschiffe mit militärischer Ausrüstung angegriffen haben. Ein Frachter sei im Hafen von Odessa getroffen worden. Das zweite Schiff sei in Mykolajiw angegriffen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Beide Schiffe hätten Waffen und militärische Ausrüstung geladen. Über das Ausmaß der Schäden wurden keine Angaben gemacht. Die Darstellung konnte nicht unabhängig geprüft werden, die ukrainischen Behörden äußerten sich dazu nicht. 16.15 Uhr: Russland importiert Benzin aus Indien nach Angriffen auf Raffinerien Russland importiert Benzin aus Indien, um Treibstoffengpässe nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien auszugleichen. Mindestens eine Ladung hat den russischen Inlandsmarkt erreicht, wie drei Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters sagen und Schiffsdaten von LSEG zeigen. Ein unter omanischer Flagge fahrender Tanker hat Anfang August rund 68.000 Tonnen Benzin im arktischen Hafen Witino entladen, von wo aus es per Bahn an inländische Abnehmer weitertransportiert wird. Laut LSEG-Daten werden in den kommenden zwei Wochen mindestens zwei weitere Benzinlieferungen aus Indien in russischen Häfen erwartet. Moskau hat wegen der Engpässe zudem Benzinimporte aus Belarus und Kasachstan aufgenommen sowie ein Exportverbot für Kraftstoffe verhängt. 15.59 Uhr: Russischer Oppositioneller zu Straflager verurteilt Ein russisches Gericht hat den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt. Richterin Viktoria Maljamowa befand den Vizechef der liberalen Oppositionspartei Jabloko unter anderem der Verunglimpfung der russischen Streitkräfte für schuldig. Maljamowa blieb damit leicht hinter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die am Freitag auf zwölf Jahre und einen Monat plädiert hatte. Der 63 Jahre alte Politiker wird das Urteil anfechten, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte. Schlosberg kritisiert immer wieder offen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. 15.44 Uhr: Russland greift ukrainische Kohlemine an - ein Toter Bei einem russischen Angriff auf eine ukrainische Kohlemine ist ein Mensch ums Leben gekommen. Die Attacke habe einen Brand ausgelöst, bei dem der 52-Jährige getötet worden sei, teilte das Bergbau- und Energieunternehmen DTEK am Montag mit. Zuvor hatte der staatliche Energiekonzern Naftogas eine Serie russischer Angriffe gemeldet, die Sachschäden angerichtet hätten. 14.21 Uhr: Ukrainisches Energieunternehmen meldet verstärkte russische Angriffe Russland nimmt das ukrainische Energieunternehmen Naftogas ins Visier. In der vergangenen Woche seien 13 Firmenstandorte attackiert worden, teilte der Staatskonzern am Montag mit. Eine Anlage sei mehrfach getroffen worden. Drohnen und Raketen hätten schwere Schäden angerichtet, aber keine Angestellten verletzt. Seit Jahresbeginn habe es etwa 300 Angriffe gegeben. 13.44 Uhr: Verband kritisiert Ermittlungen gegen FAZ-Korrespondent Nach einem Bericht über russische Ermittlungen gegen den Balkankorrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Michael Martens, hat der Deutsche Journalistenverband (DJV) das Vorgehen Moskaus scharf kritisiert. "Welche Fragen Journalisten bei einer Pressekonferenz stellen, geht die Justiz nichts an – auch nicht die russische", erklärte der DJV-Vorsitzende Mika Beuster am Montag. Russlands staatliche Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor über die Ermittlungen berichtet und dass wegen "Anstiftung zu Hass oder Feindschaft" ermittelt werde. Im Falle einer Verurteilung in Russland drohen Martens demnach bis zu sechs Jahre Haft. Eine offizielle Bestätigung der Ermittlungen gab es zunächst nicht. 13.32 Uhr: Erneuter Benzinmangel in Russland - Limits an Tankstellen In einigen russischen Regionen ist es offiziellen Angaben und Medienberichten zufolge erneut zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen. Daraufhin verschärften die Behörden in mindestens zehn Gebieten wieder die Kontrollen für den Verkauf an Tankstellen, wie auch Regionalmedien melden. Benzin war am Montag nach Aussage von Augenzeugen an einigen Tankstellen im Raum Moskau nicht erhältlich, während Diesel fast überall verfügbar war. Die Versorgungskrise hatte im Mai begonnen und sich bis Juli auf fast alle Teile des Landes ausgeweitet. 13.17 Uhr: Bundesregierung - Lassen uns von Lawrow-Drohung "nicht einschüchtern" Die Bundesregierung hat Drohungen aus Russland gegen Unterstützer der Ukraine zurückgewiesen. "Die Drohungen und Äußerungen gegenüber EU- oder Nato-Partnern sind nichts Neues", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. "Die nehmen wir zur Kenntnis, von denen lassen wir uns nicht einschüchtern - und wir lassen uns auch in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht einschüchtern." Die Sprecherin bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: "Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits." Lawrows Äußerungen ließen auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle aufhorchen. 12.29 Uhr: Lettland - Abgeschossene Drohne aus Belarus eingeflogen Die von Nato-Kampfjets über Lettland abgeschossene Drohne ist nach Regierungsangaben aus dem benachbarten Belarus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen. Die Herkunft des unbemannten Flugobjekts sei gegenwärtig aber weiterhin noch unklar, sagte Verteidigungsminister Raivis Melnis im lettischen Fernsehen. Nach Militärangaben handelt es sich um eine ausländische Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag der Schluss nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. Italienische Eurofighter hatten die Drohne am Freitag im Nordosten Lettlands in der Region Balvi rund 20 Kilometer von der gleichnamigen Stadt entfernt vom Himmel geholt. Teile der Drohne würden noch von Experten untersucht, sagte Melnis. 11.22 Uhr: Unterstützer von Anti-Kriegspartei in Moskau festgenommen Russische Sicherheitskräfte haben in Moskau Dutzende Unterstützer der Anti-Kriegspartei Jabloko in Gewahrsam genommen. Vor dem Obersten Gerichtshof wird über den Ausschluss der liberalen Oppositionspartei von der Parlamentswahl verhandelt. Dort seien nicht weniger als 35 Menschen abgeführt worden, teilte Jabloko-Chef Nikolai Rybakow mit. Die Partei veröffentlichte auch Videos von Festnahmen. Rybakow forderte vor Gericht die Freilassung der Menschen und ein Ende der Einschüchterungsversuche durch die Polizei. Das Oberste Gericht Russlands verhandelte erneut über den Ausschluss von Jabloko von der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September. Die Partei hatte Berufung eingelegt gegen den vor einer Woche vom Gericht beschlossenen Entzug der Zulassung zur Duma-Wahl. Die Aussichten, dass Jabloko doch noch zugelassen wird, gelten als düster. Das Gericht hatte einer Klage der kremltreuen ultranationalistischen Partei Rodina stattgegeben, die Jabloko Verstöße gegen Russlands Wahlgesetze vorgeworfen hatte. Über die Berufung entscheidet ein dreiköpfiges Richterkollegium. 11.19 Uhr: Russland meldet Einnahme weiterer Orte in der Ukraine Russland setzt seinen Vormarsch in der Ukraine nach eigenen Angaben weiter fort und meldet die Einnahme von zwei Ortschaften. Es handele sich um Nowosoloschyne in der südöstlichen Region Saporischschja und um Andrijiwska Hromada in der Region Donezk, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. 10.45 Uhr: Russischer Angriff - Vier Seeleute auf zivilem Schiff verletzt Bei einem russischen Angriff auf die südukrainische Region Odessa sind nach ukrainischen Angaben vier Besatzungsmitglieder eines zivilen Schiffes verletzt worden. Das Schiff fahre unter der Flagge von Togo, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Drei der Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Durch den Angriff ausgelöste Brände seien inzwischen gelöscht. 09.50 Uhr: Russland - Eine Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Astrachan Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der südrussischen Region Astrachan ist nach Behördenangaben eine Frau getötet worden. Der Angriff traf eine Industrieanlage, wie der örtliche Gouverneur mitteilt. Weitere Einzelheiten nennt er zunächst nicht. 07.32 Uhr: Russischer Angriff auf Hafen-Infrastruktur in Region Odessa Russland hat ukrainischen Angaben zufolge bei einem nächtlichen Angriff die Hafen-Infrastruktur im Bezirk Ismajil in der südukrainischen Region Odessa ins Visier genommen. Dabei sind Brände entstanden, die inzwischen gelöscht wurden, wie die Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilen. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau. 07.47 Uhr: Belgorod: Sechs Tote bei ukrainischem Angriff Bei ukrainischen Raketenangriffen auf die russische Grenzregion Belgorod sind nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Bei dem Angriff in dem Ort Koloskowo habe es auch vier Verletzte gegeben, teilte der geschäftsführende Gouverneur Alexander Schuwajew bei Telegram mit. Die Angaben waren von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbar. 03.15 Uhr: EU will Russland-Sanktionen deutlich ausweiten Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Welt" vom Montag. "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet." Kallas äußerte zugleich die Hoffnung, dass die USA und Europa mit Blick auf die Sanktionen wieder "näher zusammenrücken". Zugleich warf Kallas Moskau "systematischen Terror" vor. "Moskaus Armee gewinnt nicht auf dem Schlachtfeld und richtet die Raketen daher zunehmend gegen ukrainische Zivilisten und Infrastruktur.