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Ukraine-Ticker: Wadephul sieht "weitergehende Pläne" Moskaus

Welt

21.06 Uhr: Selenskyj erwartet Verhandlungen noch im Oktober

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz der verstärkten russischen Angriffe auf sein Land auf eine baldige Wiederaufnahme von Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs. "Ich gehe davon aus, dass es der amerikanischen Seite im Oktober gelingen wird, ein Dreiertreffen zu organisieren", sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Das ukrainische Verhandlungsteam stehe bereit. "Diese Bereitschaft muss nun auch von Russland kommen."

20.23 Uhr: Wadephul sieht "weitergehende Pläne" Moskaus über die Ukraine hinaus

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sieht "weitergehende Pläne" des Kremls über den Krieg gegen die Ukraine hinaus. Die Bundesregierung müsse davon ausgehen, dass zu diesen auch Ansprüche auf Georgien, Moldau und das Baltikum gehören könnten, sagte Wadephul in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". "Und damit sind wir dann selbst auch betroffen als Alliierte", fügte er hinzu.

18.36 Uhr: Merz betont Bedeutung der Sicherheit des Baltikums für die Sicherheit Deutschlands

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat anlässlich des Besuchs des litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius in Berlin die Bedeutung der Sicherheit des Baltikums für Deutschland unterstrichen. "Die Sicherheit des Baltikums ist die Sicherheit Deutschlands und die Sicherheit von Berlin wird auch in Vilnius verteidigt", sagte Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sinkevicius im Bundeskanzleramt.

16.04 Uhr: Tote und Verletzte bei Gleitbombenangriff auf Charkiw

Durch russische Fliegerbomben sind in der ostukrainischen Großstadt Charkiw nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Bürgermeister Ihor Terechow schrieb auf Telegram außerdem von mindestens 29 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses werde noch nach Vermissten gesucht. Eine Lagerhalle sei in Brand geraten.

16.03 Uhr: Ukraine - 51 Prozent der russischen Raffineriekapazität ausgefallen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der russischen Ölraffineriekapazität außer Betrieb gesetzt. Jüngste Attacken auf Raffinerien unter anderem in Moskau, Jaroslawl, Ust-Luga, Perm, Saratow und Sysran hätten 51 Prozent der Kapazität lahmgelegt, teilte das ukrainische Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen ließ sich die Angabe zunächst nicht.

15.26 Uhr: Menschen in der Ukraine - Jeder Dritte mit Belastungsstörung

Die Zivilbevölkerung in der Ukraine ist einer Umfrage zufolge psychisch schwer belastet: 31,2 Prozent der Menschen dort haben demnach seit Kriegsbeginn im Jahr 2022 eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder eine komplexe PTBS entwickelt, wie das Zentrum für Osteuropa-Studien mit Blick auf die am Montag im "European Journal of Psychotraumatology" veröffentlichte Studie mitteilte. 25,2 Prozent erfüllten laut Angaben die Kriterien für eine PTBS, 6 Prozent für eine komplexe PTBS (KPTBS).

15.25 Uhr: Selenskyj - Tödlicher Drohnenangriff Russlands auf Frachter im Schwarzen Meer

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland für einen tödlichen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer verantwortlich gemacht. "Ein schrecklicher Angriff von zwei russischen Drohnen auf ein ziviles Schiff in neutralen Gewässern", schrieb Selenskyj in Onlinediensten. Das Schiff habe der Türkei gehört und Mais transportiert. Der Kapitän sei bei dem Angriff getötet worden, das Schicksal eines weiteren Besatzungsmitglied müsse noch geklärt werden.

14.21 Uhr: Kiew installiert KI-gesteuerte Geschütze gegen russische Drohnen

Die Ukraine setzt in der Hauptstadt Kiew nach Angaben eines Präsidentenberaters KI-gesteuerte Geschütze zur Abwehr russischer Drohnen ein. Zwölf automatische Geschütztürme seien bereits installiert worden, weitere sollten folgen, teilte Serhij Beskrestnow in sozialen Medien mit.

13.48 Uhr: Grenzübergang zwischen Ukraine und Moldau geschlossen

Nach einem russischen Angriff auf ukrainische Infrastruktur ist der Betrieb an einem Grenzübergang zwischen Moldau und der Ukraine eingestellt worden. Ein Geschoss sei nahe dem Übergang Palanca-Majaky-Udobne niedergegangen, teilte die moldauische Grenzpolizei mit.

13.43 Uhr: Handelsschiff sinkt im Schwarzen Meer – zwei Tote

Bei einem Unglück auf einem Handelsschiff im Schwarzen Meer sind zwei Seeleute ums Leben gekommen. Elf Crew-Mitglieder seien gerettet worden, teilte das rumänische Innenministerium mit. Das Schiff sei gesunken. Rumänische Medien hatten berichtet, dass es von einer Drohne getroffen worden sei. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

13.20 Uhr: Kallas - Russland gefährdet mit hybriden Angriffen Leben in ganz Europa

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Russland vorgeworfen, mit hybriden Angriffen Menschenleben in ganz Europa zu gefährden. In den vergangenen Wochen habe es einen starken Anstieg russischer Sabotageversuche und Luftraumverletzungen gegeben, sagte Kallas bei einer Pressekonferenz mit dem moldauischen Ministerpräsidenten Vasile Tofan in Brüssel. Dass am Wochenende erneut russische Raketen und Drohnen den Luftraum von Moldau verletzt hätten, sei völlig inakzeptabel. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuletzt vor weiteren hybriden Angriffen Russlands auf Deutschland gewarnt.

10.59 Uhr: BND-Chef Jäger sieht Gefahr, in "gewaltsamen Konflikt mit Russland" zu geraten

Der Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), Martin Jäger, sieht die Gefahr einer gewaltsamen Konfrontation Deutschlands mit Russland. "Die Konfrontation, in der wir mit Russland stehen, hat eine neue, gefährlichere Qualität: Deutschland ist in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten", sagte Jäger am in einer öffentlichen Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags. "Der Anschlagsversuch von Leipzig ist nur ein Beispiel dafür: Von keinem anderen Land geht aktuell eine so direkte, umfassende und konkrete Bedrohung gegen Deutschland aus."

Die konkrete Gefahr eines baldigen Kriegs Russlands gegen die Nato sieht Jäger aber nicht. "Aktuell liegen uns keine Hinweise vor, dass Russland einen solchen Angriff planen könnte", sagte er. "Russland ist im Augenblick sehr stark mit der Kriegsführung in der Ukraine beschäftigt."

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