DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Ukraine: Ukrainische Drohnen setzen Ölanlagen in Russland in Brand

Welt

Laura Thalmeyer Ölverladung nach Angriff auf zwei Tanker vor Russland gestoppt Nach einem Angriff auf zwei Öltanker vor der russischen Schwarzmeerküste ist die Ölverladung an einem wichtigen Terminal gestoppt worden. Getroffen wurden nach Angaben des Caspian Pipeline Consortium (CPC) vom Sonntag die Schiffe „Asia“ und „Nissos“. Auf der „Asia“ brach demnach ein Feuer aus, das gelöscht wurde. Verletzte oder Ölaustritt wurden nicht gemeldet. Beide Tanker seien schwimmfähig geblieben. Wer für den Angriff verantwortlich war, teilte das Konsortium nicht mit. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben im Schwarzen und im Asowschen Meer in der vergangenen Woche mehrfach Schiffe attackiert. Die Ukraine nimmt seit Monaten die russische Ölindustrie ins Visier. Sie begründet dies damit, dass der Sektor Moskaus Krieg direkt mit Treibstoff versorge und zugleich durch Exporterlöse finanziere. Die etwa 1.500 Kilometer lange CPC-Pipeline verbindet kasachische Ölfelder am Kaspischen Meer mit dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Dort wird das Öl auf Tanker verladen und auf den Weltmarkt gebracht. Über die Leitung laufen rund 80 Prozent der kasachischen Rohölexporte. Der russische Staat und staatliche russische Ölkonzerne halten zusammen 31 Prozent an dem Konsortium. Laura Thalmeyer Ukraine meldet Angriffe auf russische Ölanlagen und Tanker Die Ukraine hat mit Drohnenangriffen nach eigenen Angaben mehrere Ziele der russischen Ölindustrie getroffen. In der Region Stawropol brachen nach Angaben von Gouverneur Wladimir Wladimirow mehrere Brände in Industrieanlagen aus. Medien berichteten von drei brennenden Öldepots. Der Gouverneur bestätigte zudem Detonationen explosiver Stoffe und erklärte, es habe keine Verletzten gegeben. Für das betroffene Gebiet wurde ein örtlich begrenzter Ausnahmezustand verhängt. Nach Angaben des internationalen Kaspischen Pipeline-Konsortiums wurde außerdem ein Ölterminal im Schwarzmeerhafen Noworossijsk während der Beladung von zwei ausländischen Tankern beschossen. Auf einem unter liberianischer Flagge fahrenden Schiff sei ein Feuer gelöscht worden. Verletzte habe es nicht gegeben, beide Tanker seien weiter seetauglich. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine setze ihre Angriffe auf russische Ölanlagen fort. Nach seinen Angaben wurden drei Öldepots in der Region Stawropol sowie drei Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen. Zuvor hatte Selenskyj einen massiven russischen Angriff auf Kiew mit ballistischen Raketen gemeldet. Nach seinen Angaben wurden dabei ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt. Zudem seien eine Produktionsstätte für Schutzausrüstung sowie eines der größten Logistikzentren im Gebiet Kiew zerstört worden. In einem Vorort von Charkiw meldeten die ukrainischen Behörden drei Tote und 16 Verletzte nach russischen Angriffen. Laura Thalmeyer Selenskyj: Russische Öldepots in Kaukasus-Region Stawropol attackiert Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj drei Öldepots und ein Treibstofflager in der südrussischen Kaukasus-Region Stawropol attackiert. Zudem seien drei russische Tanker der sogenannten Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen worden, teilte Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. Die Angriffe auf die Öldepots seien vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU ausgeführt worden, während Einheiten der Streitkräfte das Treibstofflager attackiert hätten. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Laura Thalmeyer Pipeline-Konsortium CPC stoppt Ölverladung nach Tanker-Angriffen im Schwarzen Meer Nach Angriffen auf zwei Tanker vor der russischen Schwarzmeer-Küste hat das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) die Ölverladung dort ausgesetzt. Die Tanker „Asia“ und „Nissos Ios“ seien am Sonntag während des Ladevorgangs am Terminal attackiert worden, teilte das Konsortium mit. Der Tanker „Asia“ sei dabei in Brand geraten, das Feuer aber gelöscht worden. Es sei niemand verletzt worden. Auch sei kein Öl ausgetreten, und die Schiffe seien schwimmfähig geblieben. Das Konsortium machte keine Angaben dazu, wer für den Angriff verantwortlich sei. Das ukrainische Militär hatte zuvor mitgeteilt, es habe zwei russische Öltanker im Schwarzen Meer attackiert. Russland und die Ukraine haben ihre Angriffe auf Schiffe im Schwarzen und im Asowschen Meer in der vergangenen Woche verstärkt. Die CPC-Pipeline verbindet über eine Strecke von rund 1510 Kilometern die kasachischen Öllagerstätten am Kaspischen Meer mit dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Von dort aus wird das Öl mit Tankern auf den Weltmarkt transportiert. Das CPC-Konsortium wickelt rund 80 Prozent der kasachischen Ölexporte ab. Laura Thalmeyer Ukraine: Russische Öltanker im Schwarzen Meer attackiert Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben zwei russische Öltanker im Schwarzen Meer angegriffen. Zudem sei ein Schwimmkran im Asowschen Meer getroffen worden, teilt der ukrainische Generalstab mit. Alle drei Ziele seien zur Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine genutzt worden, heißt es in der Erklärung weiter. Die Ukraine hat bei ihren Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur neben Raffinerien zuletzt auch verstärkt Tanker im Schwarzen Meer ins Visier genommen. Laura Thalmeyer Ukraine: Größter russischer Angriff mit ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn Russland hat die Ukraine bei dem jüngsten Angriff nach Angaben aus Kiew mit der größten Zahl an ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn attackiert. Russland habe rund vier Dutzend dieser Raketen abgefeuert, schreibt der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha auf der Online-Plattform X. Er bezeichnet das russische Vorgehen als brutalen Terrorangriff und fordert angemessene und starke Reaktionen sowie mehr Druck auf die Führung in Moskau, um diesen Terror zu beenden. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge hatte Russland bei dem Angriff in der Nacht 41 Raketen eingesetzt. Davon habe die Luftabwehr 18 Raketen abgefangen. Hauptziel des russischen Angriffs sei die ukrainische Hauptstadt Kiew gewesen. Dort wurde nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet. 13 weitere Menschen seien verletzt worden. Marc Renner Ukraine: Mindestens ein Toter bei russischem Angriff auf Kiew Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew und die umliegende Region ist Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und elf weitere verletzt worden. In der Hauptstadt brachen Brände unter anderem in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt aus, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Sarah Sendner Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist vom russischen Militär massiv mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Dutzende Explosionen teils von Flugabwehrraketen waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mindestens vier Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert. Jeanne Vesper Tote nach russischen Bombenangriffen auf Kramatorsk Bei russischen Bombenangriffen auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein weiterer sei verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Die russische Luftwaffe habe drei Gleitbomben abgeworfen. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner ein weiteres Mal zur Flucht aus den frontnahen Gebieten auf. Kramatorsk ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt. Jeanne Vesper Kiews Drohnentruppen: Moskau verlegt Einheiten von der Front Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben 13 weitere russische Schiffe getroffen. Damit steige die Gesamtzahl der im Schwarzen Meer und dem benachbarten Asowschen Meer beschossenen Schiffe auf 172, teilte der Chef der Drohnentruppen, Robert Browdi, in sozialen Netzwerken mit. In der Nacht zum Samstag seien acht Frachter, ein Tanker, ein Gastransportschiff, ein Schlepper und zwei Schwimmkräne getroffen worden. Von unabhängiger Seite waren die Angaben nicht überprüfbar. Die Ukraine will mit den Gegenangriffen im russischen Angriffskrieg Moskaus militärische Logistik stören. Nach Darstellung Browdis führt die seit Wochen andauernde „Flottenjagd“ auf russische Schiffe inzwischen dazu, dass Moskau seine Drohneneinheiten der sogenannten Rubikon-Truppen teils von der Front abziehe und verlagere, um so besser den Schiffsverkehr zu schützen. Das schwäche den Gegner an der Front, betonte er. Er kündigte an, die Operation gegen russische Schiffe an den verbleibenden Juli-Tagen und in der ersten Augusthälfte fortzusetzen. Neben den „Rubikon“-Einheiten, die teilweise von der Frontlinie abgezogen werden, werden auch die Kräfte und Mittel der gesamten 51. Luftabwehrdivision sowie eines Flugabwehrregiments der Überreste der Schwarzmeer-Flotte eingesetzt. Robert Browdi Jeanne Vesper Selenskyj: Zwei wichtige Logistikzentren in Russland attackiert Die Ukraine hat nach eigenen Angaben zwei wichtige Logistikzentren in den russischen Regionen Moskau und Tambow sowie eine Ölanlage angegriffen. Die Logistikzentren seien für die Lieferung sanktionierter Bauteile für die Drohnenproduktion und Navigationsgeräte genutzt worden, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem hätten ukrainische Angriffe Ziele im Asowschen und im Schwarzen Meer getroffen. Russischen Angaben zufolge wurde bei den Drohnenangriffen ein Lagerhaus des größten russischen Online-Händlers Wildberries in der Stadt Kotowsk in der südlichen Region Tambow getroffen, wobei sieben Mitarbeiter der Nachtschicht getötet worden seien. Carlotta Moreno Lara Ukraine: Ein Todesopfer bei russischem Angriff auf Hafen von Odessa Bei einem russischen Angriff auf den Hafen der ukrainischen Schwarzmeer-Stadt Odessa ist nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Regionalgouverneur Oleh Kiper auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei dem Angriff wurde demnach ein Schiff unter der Flagge von Antigua und Barbuda getroffen. Hafeneinrichtungen wie Gebäude, Lagertanks und Lagerhäuser seien beschädigt worden. Carlotta Moreno Lara Russland: Sieben Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland sind in der südlichen Region Tambow nach Angaben der Behörden mindestens sieben Menschen getötet worden. Ein Lagergebäude des größten russischen Online-Händlers Wildberries in der Stadt Kotowsk sei getroffen worden, teilt der Gouverneur der Region, Jewgeni Perwyschow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter der Nachtschicht. 25 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Luftabwehr habe 28 Drohnen beim Anflug abgeschossen. Wenn diese ihr Ziel erreicht hätten, hätte die Zahl der Opfer noch weitaus höher ausfallen können, so Perwyschow. In der Region Moskau lösten Trümmer abgeschossener Drohnen einen Brand in einem Öllager in Noginsk aus, wie Gouverneur Andrei Worobjow mitteilt. In der Stadt seien zwei Menschen verletzt und eine nahe gelegene Geburtsklinik evakuiert worden. Carlotta Moreno Lara Frachter bei russischem Raketenangriff auf Odessa beschädigt Bei russischen Raketenangriffen auf das südukrainische Gebiet Odessa ist ein Frachtschiff beschädigt worden. Vier Mitglieder der 17-köpfigen Besatzung seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Das Schiff ist demnach unter der Flagge der Marschallinseln gefahren. Zuvor sei auch „industrielle Infrastruktur“ angegriffen worden. Den Angaben nach wurden dabei ein Verwaltungs- und ein Lagergebäude und mehr als ein Dutzend Autos beschädigt. Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge wurden zwei Häfen in der Region Odessa vom russischen Militär angegriffen. Eine Attacke auf den Hafen „Piwdennyj“ galt demzufolge einem Frachter mit Gütern für die ukrainische Armee. Im Hafen Odessa selbst seien wiederum Treibstofftanks das Ziel gewesen. Zusätzlich seien noch vier Frachtschiffe im Hafen Mykolajiw in der Nachbarregion angegriffen worden. Dafür gab es keine Bestätigung von ukrainischer Seite. Lydia Wolter Ukrainische Gegenangriffe: Tote und Verletzte in Russland Bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Im Gebiet Tambow starben sieben Menschen, es gebe auch 25 Verletzte, teilte Gouverneur Jewgeni Perwyschow bei Telegram mit. Bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter eines Verteilzentrums des russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Die getroffene Stadt Kotowsk liegt rund 500 Autokilometer südöstlich von der Hauptstadt Moskau entfernt. Auch im Moskauer Gebiet sei ein Lager von Wildberries getroffen worden, teilte das Unternehmen mit. In der Stadt Elektrostal - rund 50 Kilometer östlich von Moskau - seien 24 Menschen verletzt worden, davon einige schwer, teilte Gouverneur Andrej Worobjow mit. In dem Gebiet um die Hauptstadt sei außerdem in der Stadt Noginsk auf dem Gelände eines Öldepots ein Brand ausgebrochen. Lydia Wolter Selenskyj will Streit mit Polen über umstrittene Militärehrung beilegen Nach dem diplomatischen Eklat um die Benennung einer ukrainischen Armeeeinheit nach einer historischen Partisanengruppe bemüht sich Präsident Wolodymyr Selenskyj um eine Entspannung der Beziehungen zu Polen. Er kündigte am Freitag an, Untersuchungen zu Massakern an der polnischen Bevölkerung durch die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) im Zweiten Weltkrieg auszuweiten und Geheimdienstarchive zu öffnen. Zudem sollen die Bemühungen zur Exhumierung von Opfern verstärkt werden. Vivian Melchert Treibstoffkrise und Seeblockade treffen Russlands Landwirte hart Russische Landwirte haben trotz einer guten Ernte mit massiven Problemen durch den Krieg in der Ukraine zu kämpfen. Eine landesweite Treibstoffkrise und die jüngste militärische Eskalation im Asowschen Meer setzen die Betriebe unter Druck. Die Treibstoffkrise ist eine Folge monatelanger ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und hat zu einem starken Anstieg der Dieselpreise geführt. Die russische Landwirtschaftsministerin Oksana Lut räumte am Freitag zwar ein, dass es in allen Regionen Probleme mit dem Treibstoff gebe, versprach den Bauern aber, dass der Staat die benötigten Lieferungen sicherstellen werde. Experten zufolge könnten die Probleme jedoch weitreichende Folgen haben. Andrej Sisow von der Unternehmensberatung SovEcon sagte Reuters, Russland könne dem Weltmarkt fünf bis zehn Millionen Tonnen Weizen weniger liefern, wenn das Asowsche Meer nicht für die Schifffahrt geöffnet werde. Russland ist der weltgrößte Weizenexporteur. Vivian Melchert Insider: Russland importiert erstmals Benzin aus Kasachstan Russland erhält Insidern zufolge wegen Engpässen nach ukrainischen Angriffen erstmals Benzin aus Kasachstan. Im Juli seien rund 1000 Tonnen in eine Region in Zentralrussland geliefert worden, verlautet aus Branchenkreisen. Wegen der Drohnenangriffe auf Raffinerien sucht Russland auch in Belarus und Indien nach Treibstoff. Vivian Melchert EU verhängt Sanktionen gegen russische Drohnenhersteller Die Europäische Union verhängt Sanktionen gegen eine russische Managerin und fünf Unternehmen wegen deren Beteiligung an der Produktion von Drohnen. Wie der Rat der Europäischen Union mitteilt, richten sich die Maßnahmen gegen Irina Charissowa, die Aufsichtsratsvorsitzende von ABS Electro, sowie gegen fünf Firmen der Unternehmensgruppe. ABS Electro entwickelt und produziert elektronische Bauteile für den Drohnenkrieg. Die Sanktionen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten und ein Einreiseverbot für Charissowa. Die EU verhandelt zudem über ein 21. Sanktionspaket gegen Russland, das unter anderem Banken, Krypto-Netzwerke und Ölhändler treffen soll. Lydia Wolter Selenskyj: Strategischer Bomber auf Basis tief in Russland zerstört Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen strategischen Bomber vom Typ Tu-95 auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Engels zerstört. Die Basis liegt etwa 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das Militärflugzeug sei von den russischen Streitkräften für Raketenangriffe auf die Ukraine eingesetzt worden, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst X mit. „Wir verteidigen uns gerecht und proaktiv“, erklärt der Präsident. Lydia Wolter Griechenland warnt EU vor Marktanteilsverlusten bei Gas durch Russland-Sanktionen Nach dem vorläufigen Scheitern des 21. EU-Sanktionspakets gegen Russland warnt Griechenland Insidern zufolge die Europäische Union vor einem Verbot des Transits von russischem Gas in Drittländer. Ein solcher Schritt könne dazu führen, dass europäische Unternehmen Marktanteile an Konkurrenten außerhalb der EU verlören, sagten zwei griechische Regierungsvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Druck auf Moskau müsse zwar maximiert werden. Es gelte aber, unerwünschte Folgen für Europas Wettbewerbsfähigkeit zu minimieren. Beim Transport von Flüssigerdgas (LNG) dominiert Griechenland den europäischen Markt und gehört in Konkurrenz zu Japan, China und den USA weltweit zu den größten Anbietern. Patricia Hoffhaus Demos in der Ukraine für entlassenen Minister gehen weiter In Kiew und anderen Städten der Ukraine dauern Demonstrationen gegen die Personalpolitik von Präsident Wolodymyr Selenskyj den dritten Tag in Folge an. Die Demonstranten fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform meldete. Viele verlangten auch eine Entlassung des Oberkommandierenden der Armee, Olexander Syrskyj. Gemeinsames Zeichen der Proteste waren die Losungen auf braunen Papptafeln. Demonstration in Charkiw. Imago Patricia Hoffhaus Selenskyj: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen In der Ukraine sind bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut mehrere Menschen getötet und verletzt worden. „In Odessa wurden zwei Menschen getötet, als Folge des nächtlichen russischen Raketenangriffs auf ein Wohngebäude“, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Es gebe auch fünf Verletzte. Bei einem Luftangriff in der ebenfalls im Süden gelegenen Region Saporischschja seien zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Lukas Bay Ukraine greift erneut russische Schiffe im Schwarzen Meer an Die Ukraine setzt ihre Drohnenangriffe auf russische Ziele im Schwarzen Meer fort. Zwölf weitere Schiffe seien getroffen worden, teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ziele seien neun Frachter, zwei Tanker und ein Schlepper gewesen. Damit steige die Gesamtzahl der Schiffe, die im Juli im Asowschen und im Schwarzen Meer getroffenen wurden, auf 159.

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