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Ukraine widerspricht Elon Musk im Streit um Starlink-Drohnenangriffe

Technologie

Streit über Drohnenangriffe

Musk erhebt schwere Vorwürfe – jetzt kontert die Ukraine

Von t-online, ast

25.10.2026 - 11:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Elon Musk wirft der ukrainischen Armee vor, seinen Satellitendienst für unerlaubte Drohnenangriffe eingesetzt zu haben. Die Ukraine weist die Anschuldigungen zurück und verweist auf technische Beschränkungen.

Ukrainische Berater haben schwere Vorwürfe von SpaceX-Chef Elon Musk gegen die Streitkräfte des Landes zurückgewiesen. Der US-Milliardär hatte am Samstag auf seiner Plattform X behauptet, die Ukraine habe den Satelliteninternetdienst Starlink entgegen den Nutzungsbedingungen für offensive Drohnenangriffe genutzt. Eine entsprechende technische Lücke sei in der vergangenen Woche geschlossen worden, erklärte Musk. Belege für konkrete Einsätze nannte er nicht.

Der ukrainische Präsidentenberater Serhij Beskrestnow widersprach der Darstellung. Starlink funktioniere nicht über russischem Staatsgebiet, erklärte der unter dem Rufnamen "Flash" bekannte Militärexperte auf Telegram. Die ukrainischen Streitkräfte könnten den Dienst deshalb nicht für Drohnenangriffe mittlerer und großer Reichweite nutzen.

Auch der frühere Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums Serhij Sternenko wies Musks Vorwürfe zurück. Für den Betrieb entsprechender Satellitenterminals auf beweglichen Drohnen sei eine besondere Freigabe und die Anbindung an das militärische System Starshield erforderlich. Der Einsatz des zivilen Starlink-Dienstes für solche Angriffe sei daher "technisch unmöglich", schrieb er auf X.

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Starlink-Verbindungen wiederhergestellt

Der Streit folgt auf mehr als eine Woche erheblicher Einschränkungen der Satellitenkommunikation in der Ukraine. Dadurch wurden auch militärische Drohneneinsätze beeinträchtigt. Am Samstag erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass Starlink und die militärische Variante Starshield wieder mit der gewohnten Geschwindigkeit funktionierten.

Musk betonte unterdessen die Abhängigkeit der ukrainischen Armee von seinem System. Ohne Starlink würde die Front sofort zusammenbrechen, behauptete er. Dies sei keine Drohung, sondern eine Tatsachenfeststellung.

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Wie wichtig die Technik für die Ukraine ist, zeigten bereits die jüngsten Einschränkungen: Soldaten berichteten von Verbindungsabbrüchen, mehrere Drohneneinsätze mussten abgesagt werden. Zwar verfügt die Ukraine auch über andere Satellitensysteme, doch einen gleichwertigen Ersatz für Starlink gibt es bislang nicht. Ob eine vollständige Abschaltung tatsächlich zum Zusammenbruch der Front führen würde, ist allerdings ungewiss.

Verwendete Quellen

X-Beiträge von Elon Musk, Serhij Beskrestnow und Serhij Sternenko

reuters.com: "Ukraine says Starshield back to normal, Musk says Kyiv violated terms" (englisch, kostenpflichtig)

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