Ukrainekrieg: Russland lehnt Waffenruhe im Schwarzen Meer ab
Dieser Ausdruck wurde am 14.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Moskau lehnt Waffenruhe im Schwarzen Meer ab Mitten in der Erntezeit nimmt Russland vermehrt ukrainische Häfen und internationale Getreidefrachter im Schwarzen Meer ins Visier. Nun soll die Ukraine eine Feuerpause vorgeschlagen haben. Moskau sieht dafür keine Grundlage. 14.08.2026, 14.20 Uhr War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! Der Ukrainekrieg eskaliert seit Wochen im Schwarzen Meer. Nun hat Russland die Idee einer eingeschränkten Waffenruhe mit der Ukraine zurückgewiesen. Es gebe keine Grundlage für »Halbheiten«, die der Gegenseite nur eine Atempause verschaffen würden, sagt die Sprecherin des Außenministeriums, Marija Sacharowa. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, dass die Ukraine Russland einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Schwarzen Meer vorgeschlagen hat. Das Angebot sei über einen Drittstaat übermittelt worden, sagte demnach eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Russland greift zur Erntezeit derzeit massiv ukrainische Häfen und auch internationale Frachtschiffe im Schwarzen Meer an, die Getreide exportieren. Die Ukraine hat ihrerseits Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer in den vergangenen Wochen verstärkt. Beide Seiten warnten zuletzt vor den Folgen von Angriffen auf Getreidetransporte und die Hafeninfrastruktur für die weltweiten Lebensmittelpreise. Türkei fordert Angriffsstopp Auch die Türkei forderte zuletzt einen Stopp der gegenseitigen Angriffe. Ziel der Angriffe seien erst Häfen und Kriegsschiffe gewesen, mittlerweile würden »ohne Unterschied« Handelsschiffe angegriffen, beklagte jüngst der türkische Außenminister Hakan Fidan. Er richtete einen Appell an beide Seiten, »die Einrichtung eines Mechanismus, um die Vereinbarung eines Moratoriums zu ermöglichen«. In seiner Begründung hieß es: »Der Konflikt hat sich auf das gesamte Schwarze Meer ausgeweitet.« Zuvor waren bei einem Drohnenangriff auf das türkische Frachtschiff »Nadeschda« mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Die Türkei hat sich in dem Konflikt mehrfach als Vermittler angeboten. In der Vergangenheit spielte Ankara bei mehreren Gefangenenaustauschen eine Rolle im Hintergrund. Der größte diplomatische Erfolg der Türkei war jedoch das 2022 ausgehandelte Getreideabkommen. Gemeinsam mit der Uno wurde damals ein Deal erwirkt, der trotz des Kriegs sichere Ausfuhren von ukrainischem Getreide und anderen Lebensmitteln über das Schwarze Meer ermöglichen sollte. Ziel war hauptsächlich, globale Versorgungskrisen und Preisschocks bei Getreide zu dämpfen. 2023 kündigte Russland das Abkommen auf. asc/Reuters/AFP