Umfrage-Dämpfer für AfD in Sachsen-Anhalt
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin/Magdeburg – Die AfD bleibt laut einer neuen Umfrage zwar mit großem Abstand stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt – für eine absolute Mehrheit der Sitze würde es nach aktuellem Stand allerdings nicht reichen. Im aktuellen „Sachsen-AnhaltTREND“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von MDR , WDR , „Magdeburger Volksstimme“ und „Mitteldeutsche Zeitung“ kommt die AfD auf 41 Prozent. Dahinter folgt die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze mit 24 Prozent. Bitter für die Union: Sie verliert im Vergleich zur letzten Befragung im Mai damit zwei Prozentpunkte. Aber: Die SPD liegt bei sieben Prozent, wäre damit sicher im Landtag vertreten. Die Grünen zittern sich in der neuen Infratest-Umfrage mit fünf Prozent (+1 Prozentpunkt) ebenfalls über die entscheidende Hürde. Die AfD könnte voraussichtlich nur die absolute Mehrheit erzielen, wenn sowohl SPD als auch Grüne den Einzug ins Parlament verpassen. Eine INSA-Umfrage vor einer Woche sieht die SPD nur bei 5 Prozent, die Grünen bei 4 Prozent. Die CDU schließt Koalitionen sowohl mit der AfD als auch mit der Linken aus. Sollte die AfD die parlamentarische Mehrheit verfehlen, könnte die CDU eine Minderheitsregierung bilden – müsste dafür aber mit der Linkspartei zusammenarbeiten. Unzufriedenheit in Sachsen-Anhalt wächst Die aktuelle Infratest-Umfrage zeigt zudem eine wachsende Unzufriedenheit mit der Landesregierung aus CDU , SPD und FDP. Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Das sind vier Prozentpunkte weniger als bei der vorangegangenen Umfrage.