Umfrage: Zufriedenheit mit Merz fällt auf Tiefstand – auch im eigenen Lager herrscht große Unzufriedenheit
Audioplayer wird geladen Anzeige Für Friedrich Merz halten die wöchentlichen Umfragen der Meinungsforschungsinstitute weiter Hiobsbotschaften bereit: Im am Dienstag veröffentlichten „Trendbarometer“ von RLT und n-tv des Instituts Forsa sagen nur noch 13 Prozent der Bürger, sie seien mit der Arbeit des Bundeskanzlers zufrieden – ein Tiefstand. Eine große Mehrheit von 85 Prozent ist mit Merz’ Arbeit unzufrieden. Auch im eigenen Lager stellen 54 Prozent der Unionsanhänger Merz ein schlechtes Zeugnis aus, bei den SPD-Anhängern sind es 83 Prozent. Unter Anhängern der Grünen (92 Prozent) sowie Linken und der AfD (je 98 Prozent) kann Merz fast niemanden mehr überzeugen. Anzeige Wie schlecht es um Merz’ Kanzlerschaft bestellt ist, zeigt auch die Abfrage der bei den Bürgern wichtigsten Themen und Probleme: Auf Platz 1 steht mit 39 Prozent die Bundesregierung selbst. Es folgen Umwelt und Klima (22 Prozent), die Wirtschaft (20 Prozent) und der Ukraine-Krieg sowie die Rente (je 18 Prozent). Mehrfachnennungen waren bei der Themennennung wie üblich möglich. Die von der Regierung geplante Abschaffung der „Rente mit 63“ für besonders langjährig Versicherte lehnt eine Mehrheit der Bürger ab. 74 Prozent halten die Abschaffung für falsch, 22 Prozent für richtig. Auch unter den 18- bis 29-Jährigen wollen 79 Prozent an der abschlagsfreien Rente ab 45 Versicherungsjahren festhalten, von den 30- bis 44-Jährigen sind es 78 Prozent. Anzeige Lesen Sie auch Unverändert blieben in der Umfrage die Werte der Parteien: Die AfD führt mit 28 Prozent vor der CDU/CSU mit 21 Prozent und den Grünen mit 16 Prozent. Es folgen die SPD und die Linkspartei gleichauf mit jeweils zwölf Prozent. Die FDP steht unverändert bei vier Prozent. Alle übrigen Parteien bleiben klar unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Allerdings bezeichneten sich 30 Prozent der Befragten als unentschlossen. Die Umfrageergebnisse der Parteien im Überblick: AfD: 28 Prozent CDU/CSU: 21 Prozent Grüne: 16 Prozent SPD: 12 Prozent Linke: 12 Prozent FDP: 4 Prozent Und auch in der Frage der politischen Kompetenz bleibt die Union hinter der AfD zurück. Wie bereits in der Vorwoche trauen nur 12 Prozent der Befragten CDU und CSU am ehesten zu, die Probleme Deutschlands zu lösen. Die AfD verliert einen Punkt und kommt auf 13 Prozent. Der SPD bescheinigen fünf Prozent politische Kompetenz, ein Punkt mehr als zuletzt. Grüne und Linke verharren jeweils bei sechs Prozent. Die sonstigen Parteien legen um einen Punkt auf drei Prozent zu. Eine deutliche Mehrheit von 55 Prozent traut allerdings keiner Partei zu, die Herausforderungen des Landes zu bewältigen. Lesen Sie auch Das Institut Forsa befragte vom 4. bis 10. August zur Sonntagsfrage und zu Merz 2503 Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote beträgt +/- 2,5 Prozentpunkte. Zur „Rente mit 63“ wurden vom 7. bis 10. August 1005 Wahlberechtigte befragt. sebe mit AFP