Umfrage zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026: CDU fällt weiter zurück, AfD stabil
Sachsen-Anhalt-Trend Umfrage vor der Landtagswahl: CDU fällt weiter zurück, AfD stabil Stand: 30.07.2026 05:00 Uhr Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die AfD laut einer neuen Umfrage von infratest dimap im Auftrag von MDR, WDR, Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme mit 41 Prozent stärkste Kraft. Die CDU verliert im Vergleich zur letzten Umfrage im Mai zwei Punkte und kommt noch auf 24 Prozent. Bei der Frage, welche Partei die Regierung führen soll, liegen AfD und CDU gleich auf. Eine CDU-AfD-Koalition lehnen 60 Prozent ab. von Lars Frohmüller, MDR SACHSEN-ANHALT Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, käme die vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD auf 41 Prozent – genauso viel wie im Mai. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Infratest dimap für den Mitteldeutschen Rundfunk, WDR, Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme hervor. Die CDU verliert zwei Punkte und liegt bei 24 Prozent. Die Linke legt einen Punkt zu und kommt auf 13 Prozent. SPD (7 Prozent) und BSW (4 Prozent) bleiben stabil. Die Grünen gewinnen einen Punkt und kommen auf 5 Prozent. Die FDP wäre weiterhin unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2021 holte die CDU noch 37,1 Prozent, die AfD 20,8 Prozent. Die AfD hat ihren Stimmenanteil seitdem verdoppelt. Die CDU hat mehr als ein Drittel ihrer Wählerinnen und Wähler verloren. Welche Partei soll Sachsen-Anhalt regieren? – AfD und CDU nahezu gleichauf Bei der Frage, welche Partei nach der Wahl die Regierung führen soll, sagen 44 Prozent: die AfD. 43 Prozent wünschen sich die CDU. Wählerinnen und Wähler anderer Parteien wollen mehrheitlich eine CDU-geführte Regierung. Unter SPD-Anhängern sprechen sich dafür 88 Prozent aus, unter Linke- und Grünen-Anhängern sind es je 80 Prozent. Regierung im Umfragekeller Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden – das sind minus vier Prozentpunkte gegenüber der dimap-Umfrage im Mai. 66 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Der Anteil der ganz und gar Unzufriedenen stieg um vier Punkte auf 28 Prozent. Unter AfD-Anhängern sind 90 Prozent unzufrieden mit der Regierung, unter CDU-Anhängern sind es 72 Prozent. Siegmund liegt vorn, aber mehr als ein Drittel kennt ihn nicht Bei der Frage, wie zufrieden die Menschen mit den Politikern sind, steigert der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund seine Werte: 35 Prozent sagen, dass sie mit seiner Arbeit zufrieden sind – ein Plus von 15 Punkten gegenüber der Umfrage aus dem September 2025. Auch CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze verbessert sich – er kommt auf 29 Prozent, ein Plus von 9 Punkten. Bei der Bekanntheit liegt der amtierende Ministerpräsident mit 65 Prozent vorn, Siegmund knapp dahinter mit 63 Prozent. Brandmauer hält in der CDU-Basis –Koalitionsoptionen mit Linken und AfD werden abgelehnt 60 Prozent aller Wahlberechtigten lehnen eine Koalition von CDU und AfD ab, nur 33 Prozent sind dafür. Auch für ein Bündnis von CDU und Linke gibt es keine Mehrheit: 61 Prozent sprachen sich dagegen aus, 31 Prozent der Befragten sind dafür. Anders ist das bei Personen, die eine klare Präferenz für die CDU haben: 82 Prozent der CDU-Anhänger lehnen ein Bündnis ihrer Partei mit der AfD ab – nur 16 Prozent wären dafür. Die Brandmauer hat in der CDU-Basis damit einen klaren Rückhalt. Anders sieht es bei einer möglichen Koalition mit der Linkspartei aus: 41 Prozent der CDU-Anhänger wären für ein Bündnis, 52 Prozent dagegen. Unter AfD-Anhängern wollen 55 Prozent eine CDU-AfD-Koalition – aber 39 Prozent lehnen das selbst in der eigenen Wählerschaft ab. MDR (Lars Frohmüller, David Wünschel, Maren Wilczek)