Umstrittene Maßnahme: Edeka-Filiale erteilt Jugendlichen Hausverbot
Stand: 28.08.2026 15:17 Uhr
In Hannover hat eine Edeka-Filiale am Montag ihr Geschäft für Jugendliche geschlossen. Für einen Tag durften Schülerinnen und Schüler den Markt nicht betreten. Die Sicherheitsmaßnahme ist umstritten.
Hintergrund der Aktion sind nach Angaben der Betreiber Vandalismus-Vorfälle. Demnach war es eine "Protestaktion". Immer wieder sei es im Vorfeld zu Ärger mit Schülerinnen und Schülern gekommen, die während der Schulpausen mit bis zu 70 Personen in den Markt strömten und diesen verwüsteten. Konkret geht es den Betreibern zufolge um ausgekippte Smoothies, Baby-Öl auf dem Boden und oder Diebstähle. Zuerst hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet.
Landesschülerrat lehnt Kollektivstrafe ab
Der Landesschülerrat findet die Protestaktion absurd und spricht von Altersdiskriminierung. Kollektivstrafen seien schon in der Schule nicht zulässig. Einfach eine Generation auszuschließen könne nicht der richtige Weg sein, betont Otto Ellabrock, Vorsitzender des Schülerrats. Er hält stattdessen Gespräche zwischen Schulen und Marktbetreiber für sinnvoll. Das sieht auch die Polizei ähnlich. Das Problem mit den Jugendlichen sei bekannt. Immer wieder wurden demnach in dem Markt Straftaten registriert. Den Angaben zufolge will die Polizei nun mit der Marktleitung und den Schulen Lösungen erarbeiten.
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