Umweltbewegung fordert Rechte für die Natur: Kann bald ein Fluss klagen?
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Klagt bald die Donau gegen den Menschen?
Erst hatten Firmen Menschenrechte. Dann bekamen Tiere mehr Schutz. Jetzt geht die Öko-Bewegung noch einen Schritt weiter: Juristen und Umweltschützer fordern, dass Flüsse, Wälder, Moore und Gletscher eigene Rechte erhalten. Heißt konkret: Ein Fluss könnte künftig vor Gericht vertreten werden, wenn er verschmutzt, begradigt oder zerstört wird. Auch in Österreich wird darüber diskutiert. Darüber berichtet der österreichische „Standard“.
Hinter der Forderung steht eine internationale Bewegung namens „Rights of Nature“ (Rechte der Natur). Unterstützt wird sie von Umweltaktivisten, Wissenschaftlern und Juristen. Ihr Ziel: Die Natur soll nicht länger nur Besitz des Menschen sein, sondern selbst Rechte haben. Wer einen Fluss schädigt, soll dann nicht nur gegen Umweltrecht verstoßen, sondern die Rechte des Flusses verletzen.
Die Bewegung verweist auf Vorbilder in Ecuador und Kolumbien. Dort sind Rechte der Natur bereits in Gesetzen und sogar in der Verfassung verankert. In Österreich gibt es dafür bislang keine Rechtsgrundlage. Laut Juristin Tina Rametsteiner wären aber sogar erste Pilotprojekte mit einzelnen Flüssen, Mooren oder Gletschern denkbar. Vertreten würden deren Interessen dann unabhängige Experten-Gremien aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft.