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UN-Generalversammlung: Trump droht Kuba - Diplomaten verlassen Saal

Welt

Eklat bei UN-Generalversammlung

Trump droht – Diplomaten verlassen Saal

Von Julian Seiferth

Aktualisiert am 22.09.2026 - 17:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Donald Trump hat bei der UN-Generalversammlung Ärger versursacht. Seine Drohung gegen Kuba treibt die Diplomaten des Landes aus dem Saal.

Donald Trump hat bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung einen diplomatischen Eklat ausgelöst. In Richtung kubanischer Diplomaten sagte Trump: "Sie werden fallen." Nach der Drohung verließen die Diplomaten sofort den Saal. Kurz zuvor hatte Trump angekündigt, die Vereinigten Staaten würden auch weiterhin ihre "überwältigende militärische Macht" einsetzen, um ihre Interessen durchzusetzen.

"Es ist ein völlig gescheiterter Staat", sagte Trump sußerdem. "Es (Kuba) scheitert so sehr wie nie zuvor." Kurz darauf war im Livestream aus dem Saal zu sehen, wie die kubanische Abordnung aufstand und Richtung Ausgang ging.

Trump sagte, sein Außenminister Marco Rubio stecke tief in Verhandlungen mit Kuba. "Mal sehen, was passiert. Wir werden keinen Zufluchtsort für ausländische Gegner zulassen, von dem aus sie Amerika direkt vor unserer Haustür bedrohen können – unmittelbar vor unserer Haustür", sagte Trump. "Das kubanische Regime hat außerdem jahrzehntelang mit linksgerichteten Radikalen und kommunistischen Netzwerken hier in den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet."

Trump: "Freiheit" wird nach Kuba kommen

Die US-Regierung hatte Kuba in den vergangenen Monaten mit einer Reihe von Sanktionen belegt. Dadurch haben sich die jahrelange Wirtschafts- und Energiekrise sowie die humanitäre Notlage in dem Karibikstaat dramatisch verschärft. Der Kommunismus werde niemals nach Amerika kommen, sagte Trump, "aber die Freiheit wird nach Kuba kommen".

Trump drohte auch dem Iran. Er behauptete, dem Land zahlreiche Verhandlungschancen gegeben zu haben. Inzwischen seien dessen Militär und Wirtschaft weitgehend zerstört. Die anwesenden Politiker forderte er auf, den Druck auf Teheran aufrechtzuerhalten.

Zugleich stellte Trump eine mögliche Einigung in Aussicht. "Vernichte ich den Iran? Schicke ich sie in die Hölle?", fragte er rhetorisch. Er glaube stattdessen, dass es kurz nach den US-Zwischenwahlen im November zu einem Deal kommen werde. Zudem behauptete Trump, er habe Iran vom Bau einer Atombombe abgehalten.

Trump: Internationaler Strafgerichtshof ist "böse"

Trump erklärte außerdem, er habe acht Kriege beendet und Millionen Menschen gerettet. An die Ukraine und Russland gewandt erklärte er: "Ich will die Bilder vom Schlachtfeld nicht mehr sehen." Trump außerdem kündigte den Bau von zwei US-Militärbasen auf Grönland an.

Den Internationalen Strafgerichtshof bezeichnete er als Zusammenschluss "böser Menschen". Er rief Nationen weltweit zum Austritt auf. "Ich fordere alle Staaten, die Mitglieder des Internationalen Strafgerichtshofs sind, auf, sofort aus dieser skrupellosen Institution auszutreten."

Trump benennt KI um – und vergisst es gleich wieder

Zum Ende der Rede sprach Trump über Künstliche Intelligenz. Er wandte sich gegen eine globale Kontrolle der Technologie und erklärte, sie künftig "Superintelligenz" nennen zu wollen. Die neue Bezeichnung solle auch in Dokumenten der US-Regierung verwendet werden. Nur eine Minute später sprach Trump allerdings wieder von KI und sagte: "Wer bei KI vorne liegt, gewinnt."

Begonnen hatte Trump seinen Auftritt mit innenpolitischer Eigenwerbung. "Amerika ist zurück und stärker als je zuvor", sagte er und zählte vermeintliche Erfolge seiner Regierung auf. Er erklärte, die Vereinigten Staaten befänden sich in einem "goldenen Zeitalter" und kündigte an, Verbrechen in Washington, D.C. vollständig ausradieren zu wollen.

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