DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

„Unerträgliche” Hitze und ständiges Summen: Anwohner beschweren sich über Mega-Rechenzentrum

Technologie

In Slough bei Berkshire, einem wichtigen Standort für Rechenzentren in Großbritannien, wächst die Zahl dieser Anlagen stark: Auf dem Slough Trading Estate stehen bereits 30 Rechenzentren auf nur einer Quadratmeile, im gesamten Ort sind es etwa 40. Die Zentren verarbeiten Daten für große Tech-Unternehmen wie Amazon, Google und Microsoft. Sie verbrauchen jedoch enorme Mengen an Strom und Wasser und stehen im Verdacht, die Umgebung zusätzlich aufzuheizen. Studien deuten laut „Daily Mail“ darauf hin, dass sie einen Hitzeinsel-Effekt erzeugen können, der die Anwohner insbesondere während Hitzewellen belastet. Zudem klagen Bewohner über ständiges Summen und eine steigende Belastung der lokalen Infrastruktur. Anwohner beschweren sich über Mega-Rechenzentrum: „Es ist eine Sterilisation der Landnutzung“ Ein Bewohner der Wohnsiedlung sagte der „Daily Mail“, er könne mit dem Lärm umgehen, die Hitze während der jüngsten Hitzewelle habe sich jedoch „unerträglich“ angefühlt. Aus der Bevölkerung und von Umweltorganisationen formiert sich Widerstand. Gruppen wie Global Action Plan und Foxglove fordern einen Baustopp beziehungsweise ein Moratorium für weitere Rechenzentren in der Region. Vor allem wird kritisiert, dass unklar ist, wie das Stromnetz den steigenden Bedarf decken soll und wer die Kosten für notwendige Netzausbauten trägt. Die Anwohner befürchten Lärm-, Luft- und Lichtverschmutzung, gesundheitliche Folgen, den Verlust wertvoller Flächen und nur geringe wirtschaftliche Vorteile für die lokale Bevölkerung. „Sie werden keine Arbeitsplätze vor Ort schaffen, und KI tötet letztendlich Arbeitsplätze“, so ein Anwohner. Und weiter: „Sobald das Land im Besitz dieser Unternehmen ist, kann es nicht mehr anderweitig genutzt werden. Es ist eine Sterilisation der Landnutzung.“ ANZEIGE ANZEIGE „Wollen kein Monster dieser Art“: 650-Einwohner-Dorf stemmt sich gegen größtes KI-Rechenzentrum Europas Auch in Frankreich regt sich Widerstand: Im französischen Fouju im Département Seine-et-Marne steht ein Projekt bevor, das das Dorf grundlegend verändern könnte. Auf einem Gelände vor den Toren der Gemeinde soll der „Campus IA“ entstehen: ein Rechenzentrums-Komplex, der nach jetzigem Stand das größte seiner Art in Europa wäre. Vorgestellt wurde das Vorhaben 2025 beim Investitionsgipfel „Choose France“. Nach Angaben des Senders BFMTV liegt das Investitionsvolumen bei rund 50 Milliarden Euro. Doch das Vorhaben stößt nicht überall auf Begeisterung. Die Umweltorganisation FNE 77 vor allem die Dimension des Projekts. „Wir sind nicht gegen alle Rechenzentren, weil wir sie tatsächlich brauchen, aber wir wollen kein Monster dieser Art“, erklärte die Gruppe. Auch viele Einwohner des Dorfes betrachten die Pläne mit Skepsis. Rechenzentren im Vergleich: Frankreich greift nach der Weltspitze Der Wettlauf um immer größere Rechenzentren wird weltweit durch den KI-Boom beschleunigt. Das Ingenieurbüro GBC Engineers listet die größten Anlagen der Welt nach installierter Leistung in Megawatt (MW) auf: China Telecom – Inner Mongolia Information Park (China, über 3000 MW) The Citadel Campus (USA, rund 650 MW) Stargate – Abilene Campus (USA, rund 400 bis 500 MW, im Bau) Maiden NC Cluster (USA, rund 400 bis 500 MW) Singapore / Johor Cluster (Singapur und Malaysia, rund 350 bis 500 MW) Beim chinesischen Spitzenreiter handelt es sich um ein Cluster mehrerer Standorte und nicht um ein einzelnes Gebäude. Nach Angaben des Fachportals DCmag könnte der Campus in Fouju mit bis zu 1400 Megawatt Leistung auf dieser Basis zum zweitgrößten Rechenzentrum der Welt aufsteigen.

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