Unfalldrama sorgt für große Trauer
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Region Salzburg
16 und 17 Jahre alt: Große Trauer nach Unfalldrama bei Salzburg – Staatsanwaltschaft ermittelt
Von: Michael Hudelist
Ein schwerer Verkehrsunfall hat in Nußdorf bei Salzburg das Leben zweier Teenager gefordert. Ein voll besetzter Wagen ist in der Nacht auf Sonntag (18. Oktober) von der Fahrbahn abgekommen und hat sich überschlagen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft – diese Details stehen bislang fest.
Nussdorf bei Salzburg – In der Nacht auf Sonntag (18. Oktober) sind auf der alten Bundesstraße von Bergheim nach Oberndorf zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren nach einem Verkehrsunfall noch am Unfallort verstorben. Nach Polizeiangaben kam ein 17-jähriger Einheimischer mit seinem voll besetzten BMW im Gewerbegebiet Pabing ins Schleudern. Der Wagen prallte gegen tonnenschwere Steine am Fahrbahnrand und überschlug sich daraufhin mehrmals.
Fahrer und Beifahrer kamen unverletzt aus dem Wagen, die drei Mitfahrer auf der Rückbank – nicht angegurtet – wurden aus dem Wagen geschleudert. Ein 16-jähriges Mädchen aus Lamprechtshausen und ein 17-jähriger Bursche aus Elixhausen erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Eine weitere Insassin, eine 18-Jährige aus Oberndorf, wurde schwer verletzt in das Unfallkrankenhaus eingeliefert.
Ermittlungen aufgenommen
Der Fahrer mit einem L17-Führerschein hatte diesen erst seit einem Monat, unterwegs war er mit einem 3er-BMW, Baujahr 2012. Ein Alkotest ergab einen Wert von 0,0 Promille, allerdings dürfte er in der 50er-Zone viel zu schnell unterwegs gewesen sein. Das ergibt sich daraus, dass die Staatsanwaltschaft wegen grob fahrlässiger Tötung ermittelt und einen Unfallgutachter zur Klärung der Unfallursache beauftragt hat.
„Die Straße war gegen Mitternacht leicht nass“, so Gutachter Gerhard Kronreif, der schon in der Nacht am Unfallort war und am Sonntag (18. Oktober) bei Tageslicht erneut Fotos und Drohnenaufnahmen machte sowie das Wrack auf dem Gelände eines Abschleppunternehmens genau untersuchte.
Große Trauer am Unfallort
Am Sonntagnachmittag (18. Oktober) versammelten sich Angehörige und zahlreiche Freunde der Opfer am Unfallort, einem tonnenschweren Stein. Immer wieder kamen Jugendliche mit Grabkerzen in der Hand zur Stelle, an der in der Nacht zwei ihrer Freunde ihr Leben verloren.
Anwesende Journalisten und Fotografen hielten Abstand, niemand ging auf die Gruppe zu. Ein älterer Mann kam allerdings auf die Presse zu. Er schob sein Fahrrad etwas schwach mitten auf der Fahrbahn. Er stellte sich als Großvater des verunglückten Mädchens vor und berichtete mit Tränen in den Augen, dass seine Enkelin erst vor wenigen Monaten ihre Mutter bei einem Unglück verloren hatte.