Ungarn: Budapest weist zehn russische Diplomaten aus
Dieser Ausdruck wurde am 08.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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Neuausrichtung der Beziehungen Ungarn weist zehn russische Diplomaten aus
Mit der Abwahl Orbáns hat Budapest seinen Kurs gegenüber Moskau geändert. Nun müssen auf Anweisung der Außenministerin zehn Gesandte des Kreml Ungarn verlassen: Ihre Aktivitäten seien nicht mit der Wiener Konvention vereinbar.
08.09.2026, 13.01 Uhr
Ungarn weist zehn russische Diplomaten aus. Diese hätten in Ungarn Aktivitäten ausgeübt, »die für Diplomaten gemäß der Wiener Konvention inakzeptabel sind«, wie Ungarns Außenministerin Anita Orbán auf der Online-Nachrichtenplattform X mitteilte . Ungarn habe die betroffenen Mitarbeiter der russischen Botschaft in Budapest aufgefordert, das Land zu verlassen.
Konkretere Gründe für die Ausweisung nannte die Ministerin nicht. Ziel dieser Ausweisung sei es, Ungarns »Sicherheit und Souveränität« zu schützen. Es bedeute aber nicht, dass man die diplomatischen Beziehungen zu Russland abbrechen wolle, betonte Orbán. Man wolle den »notwendigen Dialog« auf Grundlage gegenseitigen Respekts und Einhaltung der Regeln fortsetzen.
Ende August hatte Ungarn einen neuen außenpolitischen Kurs eingeschlagen und Russland als »Bedrohung« eingestuft. (Hier erfahren Sie mehr dazu.) Der Schritt erfolgte nach Jahren, in denen Ungarn unter Premierminister Viktor Orbán als langer Arm Moskaus innerhalb der EU galt. Im April wurde Orbán nach 16 Jahren an der Macht abgewählt. Seitdem regiert Péter Magyar. Lesen Sie hier sein Interview mit dem SPIEGEL.
atr/dpa