DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Ungarn: Magyar will veruntreute Gelder zurückholen – Durchsuchungen in Fidesz

Welt

Staatsanwälte und Ermittler der ungarischen Steuerbehörde haben am Dienstag Büros durchsucht, in denen Datenserver der Partei Fidesz des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán untergebracht sind. „Die Staatsanwaltschaft des Verwaltungsbezirks Bács-Kiskun führt in einem im Zusammenhang mit dem Nationalen Kulturfonds eröffneten Strafverfahren Ermittlungen wegen des Vergehens der Veruntreuung und anderer Straftaten“, sagte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Region Bács-Kiskun liegt im Süden Ungarns. Eine regionale Kriminaldirektion der Nationalen Steuer- und Zollbehörde unterstützte die Durchsuchung am Dienstag, teilte eine Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft von Bács-Kiskun gegenüber AP mit. Weitere Informationen könnten „im Interesse der Ermittlungen“ derzeit nicht bekanntgegeben werden. Magyar kämpft gegen Orbáns „Mafia-System“ Der pro-europäische Konservative Péter Magyar hatte mit seiner Tisza-Partei bei der Wahl in Ungarn am 12. April eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erobert und der Fidesz-Partei eine empfindliche Niederlage bereitet. An ihrer Spitze hatte Orbán Ungarn seit 2010 ununterbrochen regiert. Seit seinem Amtsantritt im Mai geht Magyar gegen das vor, was er Orbáns „Mafia-System“ nennt. Er entließ zahlreiche politische Amtsträger, darunter auch den Staatspräsidenten, sowie Leiter von Institutionen, denen vorgeworfen wird, Orbáns autoritäre Herrschaft begünstigt zu haben. Der neue Ministerpräsident prangerte in seiner Antrittsrede die Korruption des Systems Orbán an, das die Ungarn in zwei Jahrzehnten der „Straßen, Krankenhäuser, Schulen“ beraubt habe. Er kündigte die Schaffung einer unabhängigen Behörde an, die dafür zuständig sein soll, die in den 16 aufeinanderfolgenden Jahren unter Orbán „begangenen Missbräuche aufzudecken“ und die veruntreuten Gelder zurückzuholen. Magyar schrieb am Dienstag auf Facebook, er warte auf weitere Informationen der Staatsanwaltschaft zu der Durchsuchung.

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