Uni-Absolventen werden zu den Opfern der neuen KI-Welt
Die Zahl der unter 30-Jährigen, die trotz Uni-Abschluss arbeitslos sind, hat sich von 2022 bis 2025 mehr als verdoppelt. Das berichtet die DZ Bank in einer Studie. Der Stellenrückgang lasse sich einerseits durch die wirtschaftliche Lage erklären, heißt es in der Analyse. Andererseits seien die Unternehmen durch KI vorsichtiger, welche Stellen sie besetzen, wie die Autoren schreiben. Denn die KI könne mittlerweile viele Aufgaben übernehmen, die bislang typischerweise Einstiegspositionen nach dem Studium vorbehalten waren. Dazu gehören: Themen recherchieren Texte zusammenfassen Erste Entwürfe, Code und Bilder generieren Sprachassistenz, Übersetzungen Chatbots „Dies trägt dazu bei, dass weniger Einstiegspositionen ausgeschrieben werden und mehr Studentinnen und Studenten nach dem Abschluss zunächst keinen Arbeitsplatz finden.“ Die Karriereleiter verliere erste Sprossen. Mobilität und Offenheit Aus Sicht der Studienautoren werde es daher nach dem Studium wichtig, mobil zu sein und eine hohe Offenheit gegenüber fachfremden Tätigkeiten zu haben. Das erhöhe die Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Wörtlich heißt es in der Analyse: „KI wird sich unabhängig vom Konjunkturzyklus auf den Arbeitsmarkt auswirken, da bestimmte Tätigkeiten nachhaltig durch KI ersetzt werden können.“ Auf der anderen Seite weisen die Autoren darauf hin, dass die Jobchancen abseits der akademischen Berufe nach wie vor gut seien. „Während die Nachfrage nach Personen mit Hochschulabschluss zurückgeht, wächst in vielen Branchen der Mangel an Fachkräften mit Berufsausbildung. Das gilt vor allem für das Handwerk.“