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Uni Saarbrücken: Neues Forschungsgebäude der Biophysik

Wissenschaft

Es war ein Rundgang so ganz nach dem Geschmack von SPD-Baustaatssekretär Torsten Lang. Denn das millionenschwere Forschungsgebäude des Saarbrücker Zentrums für Biophysik (ZBP), das Ende des Monats vom Land an die Uni übergeben wird, kann sich wahrlich sehen lassen.

Doch nicht nur das: Wenn man weiß, dass die experimentellen und theoretischen Physiker, die hier künftig unter allermodernsten Bedingungen forschen, bislang über den gesamten Campus verteilt sind (und das in teils sanierungs- wenn nicht abrisswürdigen Trakten), wird klar: Der Sprung, den man mit dem ZBP macht, er ist immens. Bestens ausgestattete Labore für chemische, biologische und physikalische Zwecke mit „Großgeräten der neuesten Generation“. Das Land hat sich nicht lumpen lassen.

49 Millionen Euro (20 Millionen davon trug der Bund) hat der Neubau gekostet. Dass die Hälfte des Gesamtbudgets auf Technikkosten entfiel, wird leichter verständlich, wenn der Rundgang durch das zum Teil viergeschossige ZBP mit seinen 4.000 Quadratmetern Nutzfläche zuletzt ins Untergeschoss führt. Über die gesamte Gebäudelänge eine ganze Phalanx aus Zu- und Abluftanlagen, die die Labore im Sommer mit gekühlter und im Winter mit erwärmter Luft versorgen (konstante Raumtemperatur 22 Grad). Dazu Rohr- und Leitungssysteme, soweit das Auge reicht. Der Baustaatssekretär macht gleich mal ein Foto von einem besonders beeindruckenden Leitungsstrang. Der Grund für den technischen Aufwand sind die extrem komplexen Anforderungen, die an das Belüftungssystem der weit mehr als 30 Laborräume gestellt werden. Sprich die Regulierung von Zu- und Abluft und des Unterdrucks in den Laboren, damit keine schadstoffbelastete Abluft in andere Räume gelangt.

Dass sich auf der Übersichtstafel neben dem Fahrstuhl im großzügigen Foyer, die den Weg zu den neun Lehrstühlen weist, auch der Name von Universitätspräsident Ludger Santen findet, erinnert daran, dass der theoretische Physiker Santen hier mit einzöge, wäre er nicht mittlerweile gewissermaßen oberster Hausherr hier. Auch wenn die „Aufenthalts- und Kommunikationszonen“ für die rund 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bald einziehen, noch nicht eingerichtet sind, ist auch so auszumachen, dass im Inneren viel Wert auf den Wohlfühlfaktor gelegt wird. Getreu der bekannten Forscherweisheit, dass beim Kaffeeplausch die besten Ideen entstehen. Der vom Münchner Büro „NOVA Michael Beck Architekten“, dem Sieger des Architektenwettbewerbs, realisierte Bau besticht durch großzügige Sitzgruppen im lichtdurchfluteten Treppenhaus, zwei begrünte Innenhöfe und eine splendide Dachterrasse.

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