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Uniper vereinbart langfristigen Liefervertrag für LNG aus Kanada

Wirtschaft

Von dpa, wal 29.07.2026 - 14:28 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Uniper will sich beim Bezug von Flüssigerdgas (LNG) breiter aufstellen. Bei einer Energiepartnerschaft mit Kanada geht es auch um Klimafragen. Deutschlands größter Gashändler Uniper hat einen langfristigen Liefervertrag für Flüssigerdgas (LNG) aus Kanada vereinbart. Uniper werde über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren jährlich zwei Millionen Tonnen LNG beziehen, teilte das Unternehmen mit. Die ersten Lieferungen werden demnach ab 2032 erwartet. Das LNG kommt aus dem kanadischen Ksi-Lisims-Projekt. Der Vertrag wurde in der kanadischen Botschaft in Berlin in Anwesenheit von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) unterzeichnet. Gas wird mit erneuerbarem Strom verflüssigt Mit der Vereinbarung erreiche Uniper einen weiteren wichtigen Meilenstein, um konsequent ein "resilientes, diversifiziertes und langfristiges" LNG-Portfolio aufzubauen, hieß es. Uniper-Chef Michael Lewis sagte laut Mitteilung: "Bei dieser Vereinbarung geht es um weit mehr als um LNG." Mit der Unterzeichnung des langfristigen Abnahmevertrags stärke Uniper das Portfolio um eine verlässliche LNG-Bezugsquelle aus Kanada. "Als vertrauensvoller Partner trägt Kanada dazu bei, die Energieversorgung Europas breiter aufzustellen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Herausforderungen zu erhöhen." Ein besonderes Merkmal des Projekts Ksi Lisims ist laut Uniper der geplante Einsatz von Wasserkraft für den Verflüssigungsprozess. Durch die Kombination des Zugangs zu kanadischen Erdgasvorkommen mit erneuerbarem Strom solle das Projekt LNG mit einer um 90 Prozent geringeren CO2-Intensität als herkömmliche LNG-Anlagen produzieren. Auch Sefe will Gas für 20 Jahre kaufen 2022 wäre Uniper fast zusammengebrochen, weil Russland nach dem Angriff auf die Ukraine kein Pipelinegas mehr lieferte und die Preise für Ersatzlieferungen in extreme Höhen schossen. Der deutsche Staat rettete das Unternehmen mit Milliarden-Beihilfen und wurde quasi Alleineigentümer. Die EU hatte die Beihilfen damals unter vielen Auflagen erlaubt. Eine davon ist, dass Deutschland seine Beteiligung bis spätestens Ende 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie wieder reduzieren muss. Ende Mai hatte der bundeseigene Gasimporteur Sefe mit dem Ksi-Lisims-Projekt eine Absichtserklärung über die jährliche Lieferung von einer Million Tonnen Flüssigerdgas unterzeichnet. Die Lieferungen sollen demnach Anfang der 2030er Jahre beginnen und über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren erfolgen. Reiche in der Kritik: Gasverträge auch über 2045 hinaus Als Wirtschaftsministerin Reiche im Mai die Absichtserklärung für die LNG-Importe unterzeichnete, gab es von Umweltschützern Kritik, da die Lieferungen auch noch bis in den 2050er Jahre gehen würden. Deutschland hat sich aber verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein, in der EU soll dies bis 2050 passieren. LNG ist verflüssigtes Erdgas und somit nicht klimaneutral. Das Wirtschaftsministerium wies damals darauf hin, dass das LNG-Projekt in Kanada zu den "emissionsärmsten LNG-Großprojekten weltweit" gehöre. Dem "Tagesspiegel" sagte das Ministerium, dass Sefe als international agierendes Unternehmen auch über Europa hinaus liefern könne. Es bestehe daher kein Widerspruch zu den Klimazielen.

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