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Universa: KI-Crawler liest Kundendaten aus - so reagiert der Versicherer

Technologie

KI saugt Kundendaten ab

Sicherheitsvorfall bei deutschem Versicherer

Von t-online, mat

24.07.2026 - 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine IT-Umstellung führte dazu, dass Kundendaten der Universa über Stunden offen im Netz zu finden waren. Ein KI-Crawler von OpenAI griff zu.

Sicherheitspanne beim Nürnberger Versicherer Universa: Aufgrund eines zeitweise frei zugänglichen Servers konnte ein KI-Crawler auf Daten von Versicherten zugreifen. Das berichtet das IT-Portal "heise online". In Onlineforen finden sich zudem erste Beiträge von Betroffenen, die von Universa über den Vorfall informiert wurden.

Laut einer Unternehmenssprecherin lagen auf diesem Server allgemeine personenbezogene Daten, also Namen und Anschriften sowie Vertragsdaten, etwa Versicherungsnummern und Tarifinformationen. Von einigen Kunden seien zudem auch Bankverbindungsdaten abgerufen worden.

Ursache: IT-Umstellung

Betroffen sind nach Angaben des Versicherers die Universa Lebensversicherung, die Universa Krankenversicherung und die Universa Allgemeine Versicherung. Von wie vielen Kunden die Daten abflossen, sagte das Unternehmen nicht.

Was ist ein KI-Crawler?

KI-Crawler sind Programme, die das Internet automatisch durchsuchen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen-Crawlern speichern KI-Crawler gefundene Texte, Bilder etc. als Trainingsdaten für große Sprachmodelle, auf denen Chatbots wie ChatGPT basieren, um so deren Textverständnis zu verbessern.

Auslöser war laut Bericht eine IT-Umstellung am 7. Juli dieses Jahres. Hierdurch war ein Server für einige Stunden offen zugänglich. Diesen Zeitraum nutzte der IT-Crawler, der laut Universa dem Unternehmen OpenAI zuzuordnen ist, um die entsprechenden Daten zu sammeln. Keinen Zugriff hatte der KI-Crawler dabei auf besonders sensible Informationen, erklärte das Unternehmen. Gemeint sind damit etwa Gesundheits-, Log-in- oder Kreditkartendaten.

Entdeckt worden war der Vorfall im Rahmen interner Sicherheitskontrollen, teilte die Universa mit. Daraufhin sei der Zugriff auf den Server sofort unterbunden worden. Der Versicherer habe einen externen Experten hinzugezogen, um den Sachverhalt aufzuklären. Auch die zuständige Datenschutzbehörde sei informiert worden. OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, sei aufgefordert worden, die abgerufenen Daten nicht zu verwenden und sofort zu löschen. Wie OpenAI jedoch mit den Daten umgeht, ist unklar.

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