Universität Göttingen: Jeder Euro Entwicklungshilfe bringt laut Studie 2,50 Euro Exporte
Die deutsche Entwicklungshilfe schafft einer Studie zufolge mehr Jobs in Deutschland als erwartet. Jeder Euro lasse deutsche Exporte um 2,50 Euro steigen, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie der Universität Göttingen im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Die Analyse untersuchte den Zusammenhang zwischen Zahlungen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und deutschen Exporten von Waren und erstmals auch von Dienstleistungen in die Partnerländer im Zeitraum von 2005 bis 2024.
Den positiven Effekt begründen die Göttinger Forscher unter anderem mit Einkommenseffekten in den Empfängerländern. Diese erhöhten vor Ort Nachfrage und Importe. Davon profitiere auch die deutsche Wirtschaft: Durch zusätzlich ausgelöste Exporte seien rund 380.000 Arbeitsplätze in produzierenden Unternehmen sowie im Dienstleistungssektor in Deutschland geschaffen und gesichert worden. Die stärksten Effekte gebe es in den Sektoren Maschinenbau, Transport, Informationstechnologie, Chemie- und Elektroindustrie.
„Die Ergebnisse zeigen, dass die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu spürbaren Exporteffekten führt“, erklärte KfW-Vorstandsmitglied Brigitte Réthier. „Davon profitiert auch unsere heimische Wirtschaft und mit ihr viele Arbeitsplätze in Deutschland. Der Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Partnerländern verbindet sich mit wirtschaftlichen Chancen und Interessen.“