Unternehmen: Burda steckt im Umbau, doch der harte Schnitt steht noch bevor
Düsseldorf. Eigentlich sollte dieses Jahr alles besser werden im traditionsreichen Medienhaus Burda: eine neue Verlegergeneration, ein neuer Verwaltungsratsvorsitzender, ein komplett neu zusammengestellter Vorstand. Bei der hauseigenen Digital-Life-Design-Konferenz (DLD) im Januar, im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos, strahlte die neue Führungsriege Tatendrang aus. Auf der DLD-Party im Bayerischen Hof wurde ausgelassen getanzt. Gerade einmal ein halbes Jahr später dürfte den Beschäftigten in München und in der Konzernzentrale im baden-württembergischen Offenburg nicht gerade zum Feiern zumute sein. Der Chef der Mediensparte, Jan Wachtel, wurde nach gerade einmal einem halben Jahr geschasst. Die prestigeträchtige Bambi-Verleihung wurde abgesagt. Und die Beteiligungen im Equity-Geschäft werden auf den Verkauf geprüft. Das betrifft aktuell vor allem Holidaycheck, wie das Handelsblatt vor wenigen Tagen exklusiv berichtete. Was ist also los bei Burda? Das Handelsblatt hat zu den Hintergründen der Unruhen im Medienunternehmen recherchiert. Mit dem Ergebnis: Die schmerzhaftesten Einschnitte bei Burda stehen erst noch bevor.