DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,29 % 52.512,27 Pkt 18:33:44 S&P 500 +0,75 % 7.734,18 Pkt 18:33:44 Nasdaq +1,13 % 26.464,17 Pkt 18:33:43 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold -0,56 % 4.051,60 USD 18:23:35 Silber -1,17 % 53,66 USD 18:23:42 Brent -1,63 % 112,02 USD 18:23:40 WTI +3,14 % 103,04 USD 18:23:44 Bitcoin -0,36 % 80.513,49 USD 18:33:42 EUR/USD -0,24 % 1,11470 USD 18:32:44 EUR/GBP 0,00 % 0,83730 GBP 18:33:41 EUR/CHF -0,09 % 0,92400 CHF 18:33:44 EUR/JPY +0,16 % 176,300 JPY 18:33:44

Unternehmen warnen vor schweren Folgen

Allgemein

Startseite

Wirtschaft

Trumps Handelskrieg mit Kanada: Die Rechnung zahlt am Ende der Verbraucher – in den USA selbst

Von: Nils Thomas Hinsberger

Uns auf Google folgen

Donald Trumps liebstes Druckmittel schlägt wieder zu. Für die neuen Zölle gegen Kanada zahlt am Ende aber wohl die Bevölkerung. Gefährdet Trump seine Wirtschaft?

Washington, DC – Die einstige Freundschaft zwischen der US‑amerikanischen und der kanadischen Regierung liegt in Scherben. Am Samstag (22. August) verhängte US-Präsident Donald Trump neue Zölle in Höhe von 50 Prozent gegen bestimmte Waren aus dem Nachbarland. Zuvor waren Handelsgespräche am vergangenen Freitag gescheitert. Laut der New York Times sind davon etwa Hockeyschläger, Möbel und Milchprodukte betroffen. Insgesamt betreffen die neuen Importzölle Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar.

Die Antwort aus Kanada ließ nicht lange auf sich warten. Premierminister Mark Carney sprach am Samstag von einem Handelskrieg. Laut BBC erklärte er: „Man befindet sich im Krieg, wenn man angegriffen wird. Wir wurden angegriffen.“ Sein Land werde auf die neuen Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren, so Carney weiter. Zum 8. September sollen Zölle in gleicher Höhe auf US-Produkte wie Stahl, Milchprodukte und Haushaltsgeräte erhoben werden. Doch Experten warnen bereits vor einem gefährlichen Teufelskreis, der am Ende vor allem Unternehmen, sowie Verbraucherinnen und Verbraucher treffen werde.

Trumps neue Kanada-Zölle: Einflussreiche Unternehmer pochen auf neue Verhandlungen

Der einflussreiche Unternehmensverband Business Roundtable hatte bereits am Samstag auf die neuen Zölle reagiert – und eine eindringliche Warnung ausgesprochen. Der Verband, dem Vertreter von Marken wie General Motors, FedEx, Visa Inc. oder AMD angehören, hielt in einer Stellungnahme fest: „Business Roundtable begrüßt den Fokus der Trump-Regierung auf die Beseitigung von Hindernissen für amerikanische Exporteure. Gleichzeitig bergen neue Zölle und Vergeltungsmaßnahmen die Gefahr, die Kosten für amerikanische Unternehmen und Familien zu erhöhen, wichtige Lieferketten zu unterbrechen und die bedeutenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada zu belasten.“

Der Verband fordert die US-Regierung deswegen auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Schädliche Zölle“ gehörten abgeschafft. Außerdem soll laut Business Roundtable der USMCA – ein Handelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko – erhalten und gestärkt werden.

Auch die kanadische Organisation „Kanadischer Verband unabhängiger Unternehmen“ (CFIB) warnt vor schweren Folgen, vor allem für kleinere Unternehmen. 40 Prozent aller kleinen kanadischen Exporteure seien durch die neuen US-Zölle direkt betroffen. Beinahe ein Drittel müsse mit Umsatzverlusten von 50 Prozent oder mehr rechnen. „Ich möchte die Entscheidung des kanadischen Verhandlungsteams, die Gespräche abzubrechen, nicht infrage stellen, doch die Auswirkungen auf kleine Unternehmen werden unmittelbar und erheblich sein“, warnte CFIB-Präsident Dan Kelly. Auch die angekündigten Gegenzölle würden kleine Unternehmen weiter belasten. Die Organisation pocht ebenfalls auf eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen, um die Auswirkungen auf Unternehmen abzufedern.

Trumps neuer Zollstreit mit Kanada – den Preis zahlen am Ende die Verbraucher

Trumps erklärtes Ziel ist es, mit seinen Zöllen die Interessen der US-amerikanischen Wirtschaft zu schützen. Damit sollen einerseits weitere Steuern eingenommen werden, andererseits soll auch ein Anreiz für Verbraucherinnen und Verbraucher entstehen, auf Produkte aus den USA zurückzugreifen. Die Konkurrenz ausländischer Produkte sei in den vergangenen Jahren schlicht zu groß geworden. Außerdem wirft er Ländern vor, mehr in die USA zu verkaufen, als sie von den Vereinigten Staaten importieren. Damit würden die USA ausgenutzt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren