Unternehmer Müller fordert Merz zu Schwarz
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Theo Müller fordert Kanzler Merz zu Schwarz-Blau auf: „Dann wäre Deutschland bald saniert“
Von: Christian Stör
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CSU-Mitglied Theo Müller fordert das Ende einer Koalition mit der SPD. Stattdessen plädiert er für wechselnde Mehrheiten mit der AfD.
München/Berlin – Theo Müller hat Friedrich Merz zur Bildung einer Minderheitsregierung mit Unterstützung der AfD aufgerufen. Der Kanzler solle die SPD aus der Regierung entlassen und mit wechselnden Mehrheiten regieren, sagte der Molkerei-Unternehmer der Welt am Sonntag. „Da bliebe nur die AfD übrig“, sagte Müller. Ideal sei aus seiner Sicht: „Schwarz und Blau. Dann wäre Deutschland bald saniert.“
Er habe AfD-Chefin Alice Weidel nach der Wahl in Sachsen-Anhalt geschrieben: „Gratuliere zum sensationellen Erfolg!“ Die Menschen von Sachsen-Anhalt hätten ein Signal an das ganze Land gesendet, sagte der Mehrheitsgesellschafter der Molkereigruppe Müller. „Mit der bisherigen Politik kann es so nicht weitergehen.“ Auf die Frage, ob es AfD-Positionen gebe, die er ablehne, sagte der 86-Jährige: „Ein Austritt aus der EU oder aus dem Euro ginge mir zu weit.“
Theo Müller hält Debatte über AfD-Begriff „Remigration“ für überzogen
Die Debatte über den AfD-Begriff „Remigration“ bezeichnete CSU-Mitglied Müller als überzogen. Er habe das AfD-Programm gelesen. „Remigration bedeutet da: Wer ein Recht hat, bei uns zu bleiben, der kann davon Gebrauch machen. Und wer kein Recht hat, weil er illegal in Deutschland ist, der muss das Land verlassen“, sagte Müller. „Das ist doch selbstverständlich.“
Müller forderte ein Schuldenverbot, das Ende der Energiewende, den Abbau von Subventionen, eine restriktivere Migrationspolitik und die Einstellung der Entwicklungshilfe, ebenso der Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Die Energiewende bezeichnete er als „Wende ins Nichts“.
Privates Treffen von Theo Müller mit AfD-Parteichefin Weidel sorgte für Diskussionen
Es ist nicht das erste Mal, dass Müller mit Äußerungen zur AfD Aufmerksamkeit auslöst. Ende 2023 sorgte er für Gesprächsstoff, als ein Treffen Müllers mit AfD-Parteichefin Weidel in der französischen Urlaubsmetropole Cannes durch einen Bericht der Bild-Zeitung bekannt wurde.
Einige Wochen später sagte er in einem Interview der Neuen Zürcher Zeitung, Weidel sei für ihn „eine Freundin“. Er unterhalte sich gerne mit ihr, meinte der Milchunternehmer, betonte aber auch: „Ich bin kein AfD-Mitglied, und ich möchte keines werden.“ (dpa/cs)