Unterstützung für Infantino - Lettland Abweichler in Europa
"Gianni Infantino leistet so viel, dass man es unmöglich in einer Minute aufzählen kann", sagte Lettlands Verbandspräsident Vadims Lyashenko bei der Eröffnung einer neuen Verbandszentrale in Riga, bei der Infantino anwesend war (oben im Archivbild mit Lyashenko von 2021). "Ich bin ihm aber sehr dankbar für die weltweite Unterstützung, seinen Beitrag zur Entwicklung des Fußballs, und natürlich steht Lettland immer an seiner Seite", sagte Lyashenko nach der Eröffnung des LFF-Büros. "Er kann auf unsere Unterstützung zählen."
UEFA-Chef Ceferin drängt vergeblich auf Infantinos Rückzug
Die Wahl des FIFA-Präsidenten findet am 18. März 2027 in Marokko statt. Seit Ausrufung und Absage des Investorendeals von Infantino drängt UEFA-Präsident Aleksander Ceferin den FIFA-Präsidenten vergeblich zum Verzicht auf eine erneute Kandidatur. "Der Kaiser ist nackt", sagte Ceferin bei der Versammlung der Klubvereinigung EFC am Dienstag in Kopenhagen. Für den Fußball sei es an der Zeit zu sagen: "Es reicht."
Der Verband aus der Schweiz entzog Infantino am Mittwoch wie zahlreiche weitere europäische Verbände offiziell das Vertrauen. Aber mit Lettland zeigt sich nun: Die Opposition, die die UEFA lautstark anführt, ist in Europa nicht geschlossen. Und sie hat Infantino bislang weder zum Verzicht bewegt noch einen Gegenkandidaten aufgeboten.
Frist für FIFA-Kandidatur läuft im November ab
In Kopenhagen war FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström bei der EFC-Generalversammlung zu Gast. Fragen der Sportschau nach der Zukunft seines Präsidenten Infantino lächelte er weg. Am 8. Oktober treffen sich die europäischen Verbände in Berlin, um die Lage zu besprechen. Am 18. November läuft die Frist für die Aufstellung eines Gegenkandidaten ab.