Untersuchung zu Dreamliner-Fehlstart: Bremsen bei Start betätigt
Nach dem Beinahe-Unglück einer Boeing 787-9 von Vietnam Airlines am Münchner Flughafen Mitte August hat die deutsche Flugunfalluntersuchungsstelle BFU einen ersten Zwischenbericht veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurden die Bremsen der Maschine während des Startlaufs betätigt: einmal nach Beginn des Startlaufs, dann noch einmal kurz vor dem Abheben.
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Unklar, wie Bremsen beim Start betätigt wurden
Der Bericht macht keine Angaben dazu, ob die Bremsen von einem Piloten betätigt wurden oder ob ein technischer Defekt vorlag. Die Ermittler haben Teile der Bremsanlage und andere Teile des Flugzeugs gesichert, damit sie genauer untersucht werden können.
Aus dem Bericht geht auch hervor, dass der Copilot kurz vor dem Abheben der Boeing auf der rechten Seite die Leistung der Triebwerke erhöhte. Weil das Heck und beide Hauptfahrwerke die Lichter der Startbahn trafen, wurde das Flugzeug erheblich beschädigt. Letztlich hob die Boeing im Grasbereich hinter der Startbahn ab.
Flugzeug kehrte zum Airport zurück
Kurz darauf entschieden sich die Piloten, zum Airport zurückzukehren. Mit vollem Tank wäre das Flugzeug aber zu schwer für eine Landung gewesen, deshalb musste zunächst der Treibstoff abgelassen werden. Das dauerte mehr als zwei Stunden. Dadurch gibt es zum Startlauf der Maschine auch keine Stimmaufzeichnungen der Piloten, die eventuell zur weiteren Aufklärung des Vorfalls beitragen könnten. Sie wurden überschrieben während die Maschine in der Luft war.
Am Flughafen München konnte der Pilot die Maschine sicher landen, aber nicht von der Landebahn rollen. Die Reifen wurden dem Bericht zufolge erheblich beschädigt. Verletzt wurde im Flugzeug niemand. Die Untersuchung läuft weiter. Ein endgültiges Ergebnis gibt es noch nicht.