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Unwetter mit einem Toten in Rathen - Schäden erst in nächsten Wochen beseitigt

Allgemein

Newsblog Nach Unwetter in Rathen: Sachsenforst vor komplizierten Aufräum-Arbeiten Stand: 01.08.2026 21:02 Uhr Bei einem schweren Gewitter an der Felsenbühne Rathen sind am Freitagabend zahlreiche Bäume umgestürzt. Ein Mann kam ums Leben, drei Menschen wurden schwer verletzt. Am Sonnabend wurde das Ausmaß der Verwüstung deutlich, die Schäden sind enorm. MDR SACHSEN berichtet in einem News-Blog. von MDR SACHSEN Die Lage: Ein Mann (38) wird tödlich verletzt. Es gibt 3 Schwerverletzte und 10 Leichtverletzte. Es gilt eine Allgemeinverfügung mit Betretungsverbot zwischen: Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal. Die Felsenbühne Rathen ist beschädigt, ebenso das Gebiet am Amselsee und 25 Hektar Wald. Tageszusammenfassung - Ende Newsblog Wir beenden für heute die Berichterstattung zum Unwetter und seinen Folgen. Auf MDR SACHSEN.DE informieren wir natürlich weiter über die aktuellen Entwicklungen. Sehen Sie hier die Tageszusammenfassung des MDR SACHSENSPIEGEL. Drohne des THW Dippoldiswalde im Einsatz Am Sonnabend wurde das Unglücksgebiet erneut mit Drohnen überflogen, um die Schäden zu dokumentieren. Dabei kam auch die Drohne des THW Dippoldiswalde zum Einsatz. Berghotel Bastei geöffnet Das Berghotel Bastei teilt auf Instagram mit: Wir haben das gestrige Unwetter gut überstanden. Es sei wie gewohnt geöffnet. Welche Gebiete rund um die Bastei gesperrt sind, hat der Landkreis in einer Allgemeinverfügung geregelt. Innenminister Schuster: Ausmaß hätte noch schlimmer sein können Am Samstagabend verschaffte sich auch Sachsens Innenminister Armin Schuster ein Bild von der Lage. Er drückte den Opfern und deren Angehörigen sein Mitgefühl aus. Schuster sagte, gleichzeitig müsse man sagen, das hätte auch viel schlimmer kommen können. "Wäre dieser Sturm auch nur eine Stunde später an der Felsenbühne angekommen, hätten wir wahrscheinlich noch ganz andere Sorgen gehabt." Der CDU-Politiker dankte allen Einsatzkräften von THW über Bergwacht bis zur Polizei für ihren schnellen Rettungseinsatz. Es ist wieder mal eine großartige Leistung und wieder mal im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die leider viel Erfahrung haben aufgrund von solchen Kapriolen. Armin Schuster (CDU) | Innenminister Sachsen Tourismusministerin betroffen Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) machen die Nachrichten aus Rathen "tief betroffen und traurig". Dass "ein Mensch, der als Gast in die Region gekommen ist, um Erholung zu finden und die Natur zu genießen, durch dieses Unwetter sein Leben verloren hat, schmerzt mich zutiefst". Sie dankt allen Einsatzkräften der Bergwacht, Feuerwehr, Polizei und des Rettungsdienstes, "die in der Nacht unter extrem schwierigen und gefährlichen Bedingungen im unwegsamen Gelände geholfen, Menschen evakuiert und die Versorgung sichergestellt haben". Nächste Woche will sie mit regionalen Touristikern beraten, wie Betroffenen geholfen werden könne. Sachsenforst: "Haben es mit Bruchnestern zu tun" Es herrscht akute Lebensgefahr im Wald rund um Rathen. Die großen Zufahrtswege sind abgesperrt und werden punktuell von Polizei und Sachsenforst kontrolliert. Solange die Wetterlage weiter instabil bleibt, können weitere Bäume umstürzen. Nach einer ersten Begutachtung am Amselgrund erwartet der Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung, Uwe Borrmeister, komplizierte Aufräumarbeiten. Bis alles weggeräumt ist, wird es noch Wochen dauern. Uwe Borrmeister | Leiter Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst Erschwert würden die Aufräumarbeiten durch Bruchnester, also Stellen, an denen umgestürzte Bäume übereinander liegen. Ab Sonntag will Sachsenforst die Beräumung konkret planen. Landesbühnen: Spielbetrieb vorerst eingestellt Die Landesbühnen Sachsen bilanzieren: "Durch herabstürzende Bäume wurden drei Personen auf dem Betriebsgelände der Felsenbühne Rathen im Wehlgrund auf dem Weg zur Bühne leicht verletzt." Ein Sprecher betont: Die Leichtverletzten seien umgehend versorgt worden. "Zu keinem Zeitpunkt bestand Lebensgefahr." Gemäß des Räumungskonzepts hätten sich alle Menschen in einem geschützten Bereich am oberen Tor versammelt. Die Feuerwehr brachte 40 Personen aus der Gefahrenzone. Das Team der Landesbühnen spricht allen Betroffenen sein Mitgefühl aus - "insbesondere den Angehörigen des Todesopfers, das auf dem Weg von der Bastei verunglückt ist". Die Vorstellungen auf der Felsenbühne Rathen entfallen vorerst. Bereits gekaufte Tickets werden erstattet. Besucher sollen sich an die Theaterkasse wenden (kasse@landesbuehnen-sachsen.de oder Telefon: 0351-8 95 43 21). Anteilnahme der Menschen Auf Informationen der Rettungskräfte in der Sächsischen Schweiz reagieren viele Nutzer mit Mitgefühl für die Angehörigen und Freunde des toten Wanderers. Andere bedanken sich ausdrücklich auch bei den Helfern der Bergwacht, des THW und der Feuerwehren. Betretungsverbot und Sperrungen: Was Besucher beachten müssen Nicht betroffen ist das Nationalparkgebiet südöstlich bei Bad Schandau. Die berühmte Bastei als Aussicht ist zugänglich. Die Basteibrücke ist gesperrt, ebenso der Weg nach Niederrathen. Die Felsenbühne Rathen ist gesperrt. Der Amselgrund. Das Betretungsverbot gilt für ein 25 Hektar großes Waldgebiet zwischen Rathen, Rathewalde und Hohnstein. (Quelle: Sachsenfort) Der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat in einer Allgemeinverfügung ein Betretungsverbot fürs geschädigte Gebiet in der Vorderen Sächsischen Schweiz ausgesprochen. Darin heißt es, Verstöße dagegen werden mit Bußgeldern von 2.500 Euro bis - in besonders schweren Fällen - 10.000 Euro belangt. Das Verbot gilt bis zum 3. August um 24 Uhr. Hüttenwirtin und TV-Köchin: Betrieb am Amselsee für 2026 vorbei Die TV-Köchin Verena Leister ist den Tränen nahe, als sie ihren Imbiss am Amselsee inmitten umgestürzter Bäume sieht. Die knapp 30 Ruderboote von Bäumen verdeckt. Ihr erster Gedanke, als sie vom Unwetter hörte, sei gewesen, hoffentlich ist niemand verletzt, denn: "Ein Menschenleben ist immer das Allerschlimmste." Der Imbiss der 28-Jährigen ist kaputt. Wie groß die Schäden sind, kann Leister noch nicht sagen, aber: "Der Betrieb wird dieses Jahr nicht mehr öffnen." Das Ausmaß der Verwüstung habe sie schwer getroffen. "Ich habe gestern Abend schon sehr viel geheult. Aber jetzt zu sehen, wie die schöne Natur rund um den Amselsee in kürzester Zeit zerstört wurde: Das ist echt schlimm." Windhose oder Fallwind: Diskussion um Unwetter-Art In Sozialen Medien diskutieren Nutzer, was für eine Art Sturm gestern über Rathen wütete. "Sieht nach Downburst (Fallwind) aus", schreibt eine Nutzerin MDR SACHSEN. Eine Einheimische meint: "Das gestern hat sich ja blitzschnell aufgebaut, denn das Gewitter war an sich ja nicht 'lang'". MDR-Wetterexpertin: Tornado oder Fallwind? Im Kurort Rathen und im Amselgrund gibt es keine offizielle Messstationen des Deutschen Wetterdienstes. Der Landkreis spricht von einem "lokalen Starkwindereignis im Amselgrund". Es gab am Freitag Warnungen vor Unwettern mit Windspitzen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde", sagt MDR SACHSEN-Wetterexpertin Susanne Langhans. Eine starke Gewitterzelle könne sowohl Tornados als auch Fallböen auslösen. Beide seien zerstörerisch. "Bei einer Fallböe sinkt im Gewitter kalte Luft schnell nach unten. Weil sie schwerer ist als die Luft um sie herum, wird ihre Geschwindigkeit immer größer", erklärt Langhans. Pralle sie dann auf den Boden auf, breite sie sich in verschiedene Richtungen aus und verwüste die Umgebung. "Beim Tornado gibt es einen rotierenden Luftwirbel, der zunächst aus der Wolke herauswächst und bis zum Boden reicht." Tornados würden oft erst im Nachhinein durch Bilder und Schadenanalysen bestätigt. Aber beides seien extreme Ereignisse und gefährlich. "Sie sind vorab nicht direkt vorhersagbar." Wie geht es an Touristen-Hotspots weiter? Der Bürgermeister von Rathen, Roman Rolof, beschreibt die Schäden am Amselsee so: "Die Boote sind fast alle zerstört, weil Bäume draufliegen, die Wanderrast beschädigt. Es ist für uns eine Katastrophe." Zugleich sei er "guter Zuversicht, dass wir mit den Zusagen des Ministerpräsidenten und des Landrats hier eine schnelle Lösung schaffen". Er strebe eine grundsätzliche Lösung für einen Baumbestand an, "der sich mit den heutigen Klimaverhältnissen verträgt". Sachsens kleinster Luftkurort Rathen mit 330 Einwohnern hat unzählige Besucher. Allein die Bastei direkt am Ort besuchen pro Jahr etwa 1,5 Millionen Menschen. Schäden in der Felsenbühne Rathen werden sichtbar Bei einer Begehung der Felsenbühne Rathen werden die Schäden sichtbar. MDR SACHSEN-Reporterin Luise Scheermesser: "Die Felsenbühne Rathen gleicht einer Szene aus einem Drama. Im Zuschauerraum liegen überall Bäume, in der Licht- und Tontechnik hat sich Geäst verfangen und auch auf dem Bühnengebäude liegt ein Baum." Am Unwetter-Ort ist auch Spielbetriebsdirektor Johannes Gärtner. Er ist sofort nach dem Unwetter zur Felsenbühne geeilt. "Es ist wirklich aus heiterem Himmel ein Unwetter hereingebrochen. Es fing mit Hagel und Regen an und dann kam ein unglaublicher Sturm auf", erinnert er sich. Bühnenmeister Michael Theis erkannte schnell den Ernst der Lage und alarmierte das Publikum und das Ensemble. So konnten sie sich in den Tunneln der Felsenbühne und im Haus in Sicherheit bringen. Glücklicherweise blieb es so bei drei leicht Verletzten an der Felsenbühne. Wir schauen, was noch zu retten ist. Ansonsten machen wir uns auf die Suche nach Ausweichspielstätten. Johannes Gärtner | Spielbetriebsdirektor Felsenbühne Rathen. Johannes Gärtner richtet den Blick nach vorn: "Eine Bestandsaufnahme ist jetzt wichtig, um zu schauen, was noch gerettet werden kann. Ansonsten machen wir uns jetzt auf die Suche nach Ausweichspielstätten. Und irgendwann wird es an den Wiederaufbau gehen." Todesopfer war auf Wanderausflug Laut Bürgermeister Roman Rolof war der von einem Baum erschlagene Mann am Freitag 38 Jahre alt und als Tourist mit drei Freunden in Rathen zum Wandern. Er stellt klar, wo das Unglück passierte: "Es ist nicht auf dem Weg zur Felsenbühne oder in der Felsenbühne, sondern auf dem Basteiweg geschehen." Der Bürgermeister dazu: "So, wie ich das einschätze, konnte man dort überhaupt nicht einschätzen, dass der Wind die Bäume so umrasiert. Es ist keinem ein Vorwurf zu machen." Die drei Mitwanderer seien unverletzt geblieben. Trolof wünscht ihnen "viel Kraft, das Erlebte zu verarbeiten". Fähre in Rathen eingeschränkt Die Elbfähre in Rathen transportiert seit heute Morgen nur noch Einwohner und Übernachtungsgäste, keine Tagestouristen. Die Einschränkung hänge auch an Infozetteln an der Fähre aus, sagt Rathens Bürgermeister Roman Rolof. Mitten in der Hochsaison "wurde diese Entscheidung mit sehr schwerem Herzen getroffen. Und ja, es gab viele Diskussionen deswegen." Aber der Kurort wolle damit Einsatzkräften Vorrang geben und sogenannten Panik-Tourismus vermeiden. Ziel sei es, den beschädigten Wald so schnell wie möglich zu sichern und zu beräumen, damit die Einschränkungen bald wieder aufgehoben werden könnten. Schäden an beliebten Urlauber-Orten Einen Eindruck von der Wucht des Unwetters und den entstandenen Schäden am Freitag an der Felsenbühne Rathen und am Amselsee vermittelt dieses Video: Aufruf an Gäste: Urlaub machen in Sächsischer Schweiz Die Frage, ob es Hilfen für den Tourismus im Schadensgebiet nach dem Unwetter in der Sächsischen Schweiz gibt, beantwortet Ministerpräsident Kretschmer so: "Wir sollten uns alle solidarisch zeigen. Wer einen Beitrag leisten will, der bucht jetzt einen Urlaub in der Sächsischen Schweiz." Gleichzeitig sei er in Gedanken auch beim Verstorbenen und dessen Familie. "Es tut schon weh. Es ist sehr, sehr tragisch." Kretschmer: "Ich leide mit den Menschen" Im Interview mit MDR SACHSEN sagt Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) über den Unwettertoten an der Felsenbühne Rathen: "Ich leide mit den Menschen." Und: "Das tut schon weh, das zu erleben. Jeder von uns weiß auch, wo diese Stelle gewesen ist und wie das gewesen sein muss. Das ist sehr, sehr tragisch." Am Freitagabend war ein 38 Jahre alter Mann auf dem Basteiweg von einem umstürzenden Baum getroffen worden und gestorben. Zugleich ist Kretschmer beeindruckt "vom Zusammenhalt und der Tatkraft der Menschen. Bereits eine halbe Stunde nach dem Unwetter hätten alle Ebenen und Zuständigen zusammengearbeitet und geholfen. Zuversichtlich sagt er: "Wir werden auch diese Katastrophe wieder meistern." Ihm sei wichtig, dass nicht die falsche Botschaft gesendet werde, wonach die gesamte Sächsische Schweiz betroffen sei. "Es ist nur ein kleiner Teil betroffen. Den bringen wir auch wieder in Ordnung. Das wird ein paar Tage dauern." Feuerwehr muss mit Wanderern diskutieren Zwischen Rathen, Rathewalde und Hohnstein gilt seit Freitagabend Betretungsverbot wegen umgestürzter Bäume. Der Kreisbrandmeister der Feuerwehr, Björn Rosenkranz, sagt in Rathen, es sei am Morgen eine große Herausforderung gewesen, Wanderer vom Wandern im gesperrten Gebiet abzuhalten. Es bestehe "dort akute Lebensgefahr". Nachdem bei Drohnenüberflügen keine weiteren Vermissten gefunden wurden, schließt die Feuerwehr ihren Einsatz am Mittag ab. Die Nationalparkverwaltung Sachsenforst, die Gemeinden und der Landkreis übernehmen nun laut Feuerwehr wieder die Hoheit übers betroffene Gebiet. Diese Schäden sind bekannt Neben den Personenschäden mit einem Toten und insgesamt 13 Verletzten hat die Einsatzleitung der Feuerwehr in Rathen gerade diese Schäden nach dem Unwetter aufgezählt: leichte Schäden an der Schutzhütte der Bergwacht in Rathen Schäden an einer Baude am Amselsee diverse Tretboote am Amselsee zerstört Aus materieller Sicht sind wir noch glimpflich davongekommen. Björn Rosenkranz | Kreisbrandmeister Der Landrat Michael Geisler (CDU) sagt im Gespräch mit Ministerpräsident Kretschmer, es seien schätzungsweise Schäden von 20.000 bis 30.000 Euro an der Felsenbühne Rathen entstanden, vor allem an der Technik und der Bühne . Ministerpräsident informiert sich im Schadensgebiet "Schlimm, dass ein Mensch ums Leben gekommen ist. Aber so zu tun, als könnte man als Tourist nicht mehr in die Sächsische Schweiz kommen, wäre eine falsche Nachricht", sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Er dankte allen Rettungskräften und Helfern für ihren Einsatz seit Freitagabend 18 Uhr. Danke für Ihren Einsatz und Dienst. Michael Kretschmer | Ministerpräsident | Dank an alle Helfer Laut Einsatzleitung sind 25 Hektar Fläche von massivem Windbruch betroffen, aber nicht komplett, sondern stellenweise. Im MDR-Livestream: Aktuelle Informationen aus Rathen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) informiert sich in diesen Minuten direkt im Unwettergebiet in der Einsatzstelle in Rathen. Der Einsatzleiter sagte, dass drei Drohnen kontrollieren würden, ob es vermisste Menschen im Wald der Sächsischen Schweiz gibt. Die Pressekonferenz konnten Sie im Livestream mitverfolgen. Die Übertragung ist beendet. Viele Einsatzkräfte im betroffenen Gebiet Nach dem schweren Unwetter mit einem Toten und 13 Verletzten, laufen in der Sächsischen Schweiz Erkundungs- und Aufräumarbeiten. Dabei sind nach Behördenangaben Drohnenstaffeln der Bergwacht in Sebnitz und des Technischen Hilfswerks in Dippoldiswalde im Einsatz, um das Gebiet zu überfliegen. Der Unglücksort ist abgesperrt. Teile des Nationalparks Sächsische Schweiz dürfen bis auf weiteres nicht betreten werden. Rathens Bürgermeister: "Bild der Verwüstung" Der Bürgermeister von Rathen, Roman Rolof, sagte MDR SACHSEN, bei dem Unwetter gestern seien "gesunde Laubbäume wie Streichhölzer umgeknickt". Die Bilder, die er aus der Sächsischen Schweiz gesehen habe, überträfen alles, was er sich bis gestern hätte vorstellen können. Bergwacht in Rathen selbst von Unwetter betroffen "Die Bergwachtstation Rathen ist ebenfalls von den Schäden betroffen. Dabei fiel ein Baum auf die Hütte", informiert die Bergwacht Sachsen am Morgen in sozialen Medien. Die Kameradinnen und Kameraden seien seit Freitagabend im Dauereinsatz. Mit Drohnen des DRK Sebnitz hatten sie demnach das Waldgebiet abgesucht und nach möglicherweise Betroffenen gesucht. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Verstorbenen. Allen Verletzten wünschen wir gute und schnelle Besserung. Bergwacht Sachsen Nationalpark: "Striktes Betretungsverbot der betroffenen Gebiete" "Ab sofort gilt ein striktes Betretungsverbot für die betroffenen Waldgebiete rund um den Amselgrund zwischen Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal. Eine genaue Einschätzung des Gesamtausmaßes ist derzeit noch nicht möglich", informiert die Nationalparkverwaltung Sachsenforst am Morgen." Wir appelieren an die Bevölkerung, die Sperrungen unbedingt zu respektieren. Appell der zuständigen Behörden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Wegen der entwurzelten Bäume und loser Äste bestehe "akute Lebensgefahr." Die aktuelle Lage am Morgen Bei einem schweren Unwetter in der Sächsischen Schweiz ist ein Mann ums Leben gekommen. Wie die Rettungsleitstelle MDR SACHSEN am Morgen mitteilte, wurde er von einem Baum erschlagen. Drei Personen wurden schwer und zehn weitere leicht verletzt. Sie waren Teil einer größeren Menschenmenge, die auf dem Weg zu einer Vorstellung an der Felsenbühne Rathen war, als das Unwetter losbrach. Am Morgen haben die Einsatzkräfte ihre Arbeit wieder aufgenommen, um sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen. Nach Angaben des Staatsbetriebs Sachsenfort ist das Gebiet zwischen Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal gesperrt. Es bestehe akute Lebensgefahr durch Sturmschäden. Schock bei Wirten der Amselsee-Rast Die Betreiber der Amselsee-Rast zeigen sich entsetzt. Man sei fassungslos, schreiben sie auf Instagram. 38-jähriger Mann stirbt, drei Menschen schwerverletzt Bei einem Unwetter gegen 18 Uhr am Freitag nahe der Felsenbühne Rathen ist ein 38 Jahre alter Mann tödlich verletzt worden, drei Menschen wurden schwer verletzt und mussten in Krankenhäuser gefahren werden. Weitere zehn Menschen wurden an der Felsenbühne Rathen medizinisch versorgt, 40 Besucher wurden aus dem betroffenen Gebiet gebracht. Das sagte ein Sprecher der Integrierten Rettungsleitstelle Dresden MDR SACHSEN. Er erklärte, im Bereich des Amselsees und der Felsformation Schwedenlöcher in der Sächsischen Schweiz seien viele Bäume "bei massivem Windbruch umgestürzt". Anwohner berichteten Reportern, ein Unwetter habe sich binnen Minuten entladen. Suche nach Vermissten mit Wärmebildkamera Stunden nach dem Gewitter wurden noch Menschen vermisst, sagte die Polizei. "Es ist vor Ort sehr unübersichtlich. Ein Polizeihubschrauber war dann laut Rettungsleitstelle bis 22 Uhr in der Luft und suchte mit Wärmebildkameras nach Vermissten. "Die Suche wurde abgebrochen, aktuell wird niemand mehr vermisst", so der Sprecher der Rettungsleitstelle um 23 Uhr. Am Samstagmorgen soll die Suche im Hellen weitergehen. Das Unglück habe sich in einem Zugangsweg zur Felsenbühne in Rathen ereignet. Die Einsatzkräfte vermuteten zuerst, dass mehrere Menschen von Bäumen eingeschlossen sein könnten. Das Gelände dort ist felsig. Aufführungen auf Felsenbühne am Wochenende abgesagt Die Landesbühnen Sachsen hatten die 19-Uhr-Vorstellung kurzfristig in der Felsenbühne Rathen abgesagt. Die kaufmännische Geschäftsführerin, Artemis Willms, sagte MDR SACHSEN: "Für uns ist das schwer in Worte zu fassen. Der Spielbetrieb am Wochenende ist abgesagt." Es gebe ein Betretungsverbot der Felsenbühne, weil viele Bäume umgestürzt seien. Alles Weitere müsse man abwarten, sagte Willms. Zuerst hatte das Medienportal Tag 24 über die schweren Gewitterschäden berichtet. Schäden am Amselsee Philipp Klinger von der Wanderrast am Amselsee mit Bootsverleih sagte, das Gebiet sei schwer beschädigt worden. "Unzählige Bäume liegen im See, Boote wurden zerstört. Ich muss mir erst selbst ein Bild vom Schaden machen", sagte Klinger MDR SACHSEN, der mit seiner Frau, der Inhaberin der Wanderrast, seinen Sommerurlaub wegen der Unwetterfolgen abbrach. Der Deutsche Wetterdienst hatte am Freitagabend für weite Teile Sachsens vor starken Gewittern gewarnt. Dabei könne es unter anderem zu Blitzschlag kommen, es könnten Bäume umstürzen und Gegenstände herabfallen, hieß es. Die Warnung galt auch für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, in dem Rathen liegt. MDR (kk/sth/dkö)/dpa

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