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Update: Bahn-Baustelle in Altenhundem nach Regen überflutet

Nation

Update von Montag, 26. Oktober, 8.30 Uhr:

Gegen 13 Uhr war die Feuerwehr zur Baustelle an der Ruhr-Sieg-Strecke alarmiert worden. Dort hatten die starken Regenfälle der Nacht für erhebliche Probleme gesorgt. Rohre, durch die der Bach Hundem während der Bauarbeiten umgeleitet wird, hatten sich vermutlich durch Äste, Bäume und weiteres Treibgut zugesetzt. Das Wasser konnte nicht mehr richtig abfließen und strömte stattdessen in die Baustelle.

Was zunächst überschaubar erschien, entwickelte sich schnell zu einer aufwendigen Sicherungsaktion. Die Einsatzleitung übernahm Lennestadts Feuerwehrchef Benjamin Heinert. Aufgrund der zunehmend schwierigen Lage wurden weitere Fachkräfte und Organisationen hinzugezogen.

Eine besondere Herausforderung stellte die Sicherung der betroffenen Stützmauer dar. Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) untersuchten unter anderem die Standsicherheit und die Auswirkungen des Wasserdrucks. Um die Mauer zusätzlich zu stabilisieren, brachten die Einsatzkräfte auf der Bachseite mehr als 1.000 Sandsäcke in Stellung.

Unterdessen arbeiteten Strömungsretter der DLRG unter schwierigen Bedingungen im und am Wasser. Gemeinsam mit dem ausführenden Bauunternehmen versuchten sie, die verstopften Rohre mithilfe eines Baggers und eines Teleskopstaplers von Treibgut zu befreien.

Probleme bereitete das Wasser auch auf der gegenüberliegenden Seite der Bahngleise. Es drang unter den Gleisanlagen hindurch bis in die Poststraße vor.

Dort errichteten die Einsatzkräfte Hochwasserbarrieren und setzten Sandsäcke ein, um das Wasser gezielt in Straßenabläufe und Gullys zu leiten. Außerdem musste ein Stromkasten vor dem eindringenden Wasser geschützt werden.

Durch die Maßnahmen konnte verhindert werden, dass Wasser in eine angrenzende Tiefgarage gelangte.

Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Baustellenpumpen setzte die Feuerwehr mehrere Tauchpumpen ein, um das Wasser kontinuierlich abzupumpen. Im Laufe des Nachmittags zeigte der gemeinsame Einsatz Wirkung und die Situation stabilisierte sich zunehmend.

Deshalb wurden die Einsatzkräfte im Laufe des Tages schrittweise durch weitere Löschgruppen abgelöst. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Baustelle großflächig ausgeleuchtet. Für die Helfer, die teilweise über längere Zeit im kalten Wasser arbeiteten, standen beheizte Zelte zum Aufwärmen bereit.

Das Deutsche Rote Kreuz übernahm die Verpflegung der zahlreichen Einsatzkräfte. Neben Feuerwehr, THW und DLRG waren unter anderem die Polizei, der Notfallmanager der Deutschen Bahn, der Bauhof der Stadt Lennestadt und die Stadtwerke beteiligt. Auch die Feuerwehr der Gemeinde Kirchhundem unterstützte den Einsatz.

Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen gelang es schließlich, die Situation an der Baustelle zu stabilisieren. Gegen 21.30 Uhr konnten die letzten Maßnahmen abgeschlossen werden.

Nach rund achteinhalb Stunden war der Großeinsatz damit beendet. Insgesamt waren mehr als 160 Einsatzkräfte und Helfer an den umfangreichen Sicherungsarbeiten beteiligt.

Ob und wann die während des Einsatzes gesperrte Olper Straße wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden kann, geht aus den abschließenden Informationen der Feuerwehr nicht hervor.

Update von 18 Uhr:

Die Olper Straße L715 ist derzeit (Stand 18 Uhr) seit Sonntagmittag zwischen Altenhundem und der Hohen Bracht auf Höhe der Baustelle an den Bahngleisen voll gesperrt. Durch anhaltenden Regen, der Äste und weiteres durch ein Rohr gespült hat, hat sich dieses zugesetzt und so die Baustelle überflutet.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, DLRG und THW sind damit beschäftigt das Rohr frei zu machen und die Stützmauer auf der Rückseite am Postweg zu sichern.

Die Lage an der Baustelle hat sich inzwischen etwas entspannt, wie Christopher Hendrichs, Pressesprecher der Feuerwehr Lennestadt, berichtet. Dies ist den Strömungsrettern der DLRG zu verdanken, die das Rohr, das unter der Baustelle hindurchführt, zu einem Großteil freilegen konnten, sodass das Wasser wieder besser durch das Rohr fließen kann. Dadurch fließt weniger Wasser über die Baustelle und drückt gegen die Wand.

Dennoch sind die Einsatzkräfte auch weiterhin damit beschäftigt Sandsäcke zu befüllen und so die Rückseite der Wand am Postweg abzustützen, um zu verhindern, dass diese beschädigt wird oder gar einstürzen könnte.

Flutlichtscheinwerfer der beteiligten Kräfte ermöglichen, dass die Arbeiten auch nach Einsetzen der Dunkelheit fortgeführt werden können. Nur so kann sichergestellt werden, dass keiner der Kameraden in Gefahr gerät.

„Die Zusammenarbeit der Teams funktioniert hervorragend. Wir können strukturiert in mehreren Einsatzabschnitten arbeiten“, wie Christopher Hendrichs hervorhebt.

Die Alarmierung erfolgte bereits um 13 Uhr am Sonntagnachmittag und viele Einsatzkräfte sind seit mehreren Stunden vor Ort, um zu helfen. „Dazu kommen Regen, Wind und körperlich schwere Arbeit. Wir sind dankbar, dass das DRK vor Ort ist, um die Verpflegung der Kameraden zu übernehmen, damit sie sich stärken können“, so Hendrichs.

Die Olper Straße ist weiterhin gesperrt und wird es auch noch auf nicht absehbare Zeit bleiben.

Ursprünglicher Bericht von 16.45 Uhr:

Der starke Regenfall der vergangenen Tage hat dazu geführt, dass sich ein Rohr an der Baustelle an der Bahnanlage mit Ästen zugesetzt hat, wodurch das Wasser schlechter abfließen konnte.

Dadurch wurde die Baustelle überflutet und die Wassermassen haben einige Gegenstände wie ein Gerüst, Baumaschinen und Geräte mich gerissen. Die Strömungsretter der DLRG sind damit beschäftigt das Rohr wieder frei zu machen, damit das Wasser wieder ungehindert fließen kann.

Derzeit droht zudem Wasser unter den Bahngleisen hindurch auf die andere Seite der Mauer, die am Postweg liegt zu drücken. Die Mauer wird durch die Einsatzkräfte zusätzlich abgestützt, um zu verhindern, dass sie Schaden nimmt. Dazu werden Sandsäcke befüllt und in Stellung gebracht.

„Dafür brauchen wir viele Einsatzkräfte, die gerade bei uns eintreffen“, wie Christopher Hendrichs, Pressesprecher der Feuerwehr Lennestadt, zum Stand der Lage erklärte. Vor Ort sind Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Altenhundem, Meggen und Saalhausen sowie Kräfte der DLRG und des THW.

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