Update sorgt für viele Fehler
Mit dem neuen Update, das am 8. September von Microsoft ausgespielt wurde, sollten mehr als 600 Sicherheitslücken in Windows 11 geschlossen werden. Außerdem wurden einige Funktionen aus der Windows-10-Zeit zurückgebracht. Doch nun kommt es bei vielen Usern zu Problemen.
Microsoft bestätigt bekannte Probleme
Bereits im Juli dieses Jahres hatte Microsoft darauf hingewiesen, dass Windows-Nutzer die Updates nicht verzögern sollten, da die Bedrohungslage durch KI ständig zunimmt. Werden Updates nicht direkt installiert, kann die KI Sicherheitslücken leichter erkennen und das System attackieren. Deshalb hatte das Unternehmen die Verzögerungsfrist für größere Updates auf weniger als drei Tage gestellt. Nun sollte das September-Update KB5124008 genau solche Sicherheitslücken schließen, verursacht aber bei vielen Probleme.
Mit dem Update kommen auch die verschiebbare Taskleiste und ein skalierbares Startmenü aus Windows 10 wieder zurück. Neben den hinzukommenden Funktionen werden aber anscheinend andere Features blockiert oder gestört. So bestätigt Microsoft in der aktuellen Fehlerdokumentation, dass Anwendungen, die HCS-verwaltete virtuelle Maschinen verwenden, nicht mehr funktionieren. Es kommt genauer gesagt dann zu Problemen, wenn Hostordner mit Linux-VMs unter Verwendung von Plan 9 geteilt werden sollen. Außerdem kann Claude Cowork nicht mehr auf bevorzugte Ordner zugreifen. Die Firma Anthropic bestätigte in einem Changelog, dass es sich hierbei um einen Fehler handelt, der vom neuen Windows-Update verursacht wird.
Ein weiterer Fehler des Updates betrifft die Remotedesktopdienste. Diese können nicht mehr wie gewohnt genutzt werden. Die Verbindung zum Dienst bricht häufig ab und eine dauerhafte Remote-Verbindung ist unmöglich. Außerdem taucht bei manchen Windows-PCs nach der Anmeldung ein schwarzer Bildschirm auf, weil Explorer.exe nicht richtig startet oder sofort abstürzt. Auf Reddit wurde auch hier von einem Microsoft-Mitarbeiter bestätigt, dass der Auslöser das neueste Update ist. Gleichzeitig benötigt Microsoft noch weitere Daten, um die Ursache zu verstehen und zu ermitteln.
An allen Problemen wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet, um eine Lösung zu finden. Alle Nutzer, die sich nicht sicher sind, ob sie das Update installiert haben, können in den Einstellungen unter „System“ und „Info“ einsehen, ob dort „Build 26200.9445“ steht. Wenn dies der Fall ist, wurde das Update installiert und einige der genannten Probleme könnten auftreten.