Upgrade nicht mehr möglich – welche Optionen bleiben – Macwelt
Offiziell hat Apple den Austausch der SSD in Mac Mini und Mac Studio nie ermöglicht, doch ließ sich das Speichermodul mit ein wenig Bastelarbeit vorsichtig austauschen. Das ist mit Mac Mini M6 und Mac Mini M5 Pro inzwischen nicht mehr der Fall, die SSD ist fest verlötet.
Das berichtet die Website Expand Mac Mini und liefert den Fotobeweis: Der NAND‑Chip ist wie bei den Modellen Mac Mini M1, M2 und M3 (sowie dem Intel-Vorgänger von 2018) fest auf das Logicboard gelötet, Austausch unmöglich. Somit muss man sich schon beim Kauf des Mac Mini M6 oder M5 Pro darüber im Klaren sein, wie viel Speicherplatz man benötigt. Apple verlangt aber seit jeher hohe Preise für Speicherupgrades, in Zeiten der Chipkrise noch mehr.
So kosten 512 GB statt 256 GB im Mac Mini M6 220 Euro Aufpreis, 1 TB mehr ist für 550 Euro zu haben und für 2 TB verlangt Apple 1.100 Euro mehr. Der Mac Mini M5 Pro kommt immerhin schon mal mit 512 GB, die Aufpreise betragen 330 Euro für 1 TB, 880 Euro für 2 TB, 1.980 Euro für 4 TB und 4.180 Euro für 8 TB.
Die einzige Möglichkeit, Geld zu sparen, benötigt man mehr Speicher, sind externe Lösungen wie Docks mit SSD-Steckplatz und dergleichen. Die haben jedoch den Nachteil, entweder keine besonders hohen Geschwindigkeiten zu erreichen oder wie externe Thunderbolt‑5-Laufwerke fast genau so teuer zu sein wie Apples Optionen, dafür unhandlich.
In unseren Tests von Mac Mini und Mac Studio lobten wir jedoch die enorm angestiegene Leistungsfähigkeit der SSD in Sachen Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Somit kommt die schlechte Nachricht mit ein wenig Trost – man sollte nur schon beim Kauf abschätzen können, wie viel Speicher man bis zum Ende der Lebenszeit des Mac Mini benötigt.
Gleiches gilt für den Arbeitsspeicher, aber der ist bei Macs schon länger nicht mehr austauschbar. Der Mac Mini 2018 war der letzte Mac Mini, bei dem man den RAM‑Riegel austauschen konnte.