ups: Zahl der Gründungen in Deutschland steigt auf Rekordwert
In Deutschland wurden von Anfang Januar bis Ende Juni 3053 neue Firmen gegründet – eine Rekordzahl neuer Start-ups. Das zeigt eine Studie des Startup-Verbands. Das seien 52 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025 und mehr als im ganzen Jahr 2024. »Über 3000 neue Start-ups in sechs Monaten – so viel Gründungsdynamik gab es in Deutschland noch nie«, sagt Verena Pausder, Vorstandschefin des Startup-Verbands. Zentraler Treiber sei künstliche Intelligenz, die es Gründern ermögliche, schneller und einfacher mit weniger Kapital zu starten. »KI senkt die Hürden fürs Gründen deutlich, und immer mehr Menschen nutzen diese Chance.« Auch an der Spitze der Gründerbranche tut sich laut Startup-Verband etwas: Seit Jahresbeginn sind sechs Start-ups mit Milliardenbewertung hinzugekommen, sodass Deutschland nun 36 solcher »Unicorns« zähle. Doch der Abstand zu den USA, wo viel mehr Wagniskapital an Gründer fließt, bleibe groß: Dort gebe es mehr als 900 Start-ups mit Milliardenbewertung. In Europa fehle ein starker Kapitalmarkt, sagte Pausder. Steuerliche und regulatorische Hürden für Wagniskapital müssten durch Anreize für Investoren ersetzt werden. Reiche will mit einer neuen Start-up-Strategie Wachstumsfirmen in Deutschland stärken. Ein Entwurf mit mehreren Maßnahmen, darunter bessere Finanzierungsbedingungen, Bürokratieabbau und leichtere Gründungsprozesse, befindet sich in Ressortabstimmung. Die Start-up-Branche hatte hier Verzögerungen kritisiert. »Eine Kabinettsbefassung der Strategie wird zeitnah angestrebt«, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Mit gelockerten Regeln will die EU-Kommission Start-ups das Wachstum erleichtern. Doch der Jurist Daniel Hay warnt: Konzerne könnten die geplante EU Inc. dazu missbrauchen, Arbeitnehmerrechte auszubremsen. Das ganze Interview lesen Sie hier .