Urlaubssaison 2026: Mallorca statt Dubai - Fernreisen brechen zweistellig ein
Nach dramatischen Buchungseinbrüchen infolge des Irankriegs und steigenden Kerosin- und Ticketpreisen hatte die Tourismusbranche ein schwarzes Jahr befürchtet. Tatsächlich aber ließen sich die Deutschen die Lust am Reisen offenbar nicht verderben. Einzige Ausnahme bildeten Fernreisen, wo die Buchungen nach Informationen von WELT AM SONNTAG zweistellig einbrachen. „Reisebüros und Reiseveranstalter hatten infolge des Krieges eine spürbare Nachfragedelle verzeichnet. Doch zuletzt gab es einen kräftigen Last-Minute-Schub, sodass der Umsatz mit Pauschalreisen bis Ende Juli um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen ist“, sagt Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV) im Interview mit WELT AM SONNTAG. Statt wegen der gestiegenen Preise auf ihren Urlaub ganz zu verzichten, reagieren viele Deutsche nach Analyse des DRV-Präsidenten auch mit erhöhter Sparsamkeit am Urlaubsort. „Die Reisenden überlegen sich, ob es wirklich ein zweites Glas Wein sein muss oder buchen weniger Aktivitäten“, berichtet Loidl. „Die Menschen sparen demnach weniger am Urlaub als im Urlaub.“