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US-Arbeitsmarkt: Regierung meldet unerwartet hohen Stellenrückgang in den USA

Wirtschaft

In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt überraschend deutlich verschlechtert. Im Juli sank die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 23.000, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt 80.000 neue Stellen erwartet.

Auch die bisherigen Zahlen für die Monate Mai und Juni wurden nachträglich deutlich nach unten korrigiert. Insgesamt wurden für diesen Zeitraum rund 100.000 weniger neue Arbeitsplätze ausgewiesen als zunächst gemeldet.

»Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend«, sagte Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg zu den Daten. Mit den schwachen Arbeitsmarktdaten könnten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed wieder gedämpft werden, sagte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Analysten der Commerzbank sprachen von einer »kalten Dusche«.

An den Finanzmärkten hat sich die Spekulation auf eine Zinserhöhung nach der Veröffentlichung der Daten trotz der relativ hohen Inflation abgeschwächt. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins unverändert in der Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent gehalten. Für die geldpolitischen Entscheidungen in den USA spielt die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle.

Löhne nur schwach gestiegen

Im Juli fiel die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt einen unveränderten Wert von 4,2 Prozent erwartet. Grund für die positive Entwicklung ist, dass sich viele Menschen vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben. Unter anderem hat die Politik von Präsident Donald Trump zu einer geringeren Zuwanderung in den US-Arbeitsmarkt geführt.

Angesichts der enttäuschenden Entwicklung bei der Beschäftigung sind die Löhne unerwartet schwach gestiegen. Zum Vormonat legten sie um 0,1 Prozent zu. Die Zuwächse bei den Stundenlöhnen fielen »äußerst bescheiden« aus, sagte Analyst Chlench. Auch im Jahresvergleich blieb das Lohnwachstum mit 3,2 Prozent hinter den Erwartungen zurück.

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