DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,03 % 63.269,44 Pkt 06:47:10 Gold +0,66 % 3.924,60 USD 06:52:10 Silber +2,50 % 50,51 USD 06:52:08 Brent -3,19 % 109,81 USD 06:51:18 WTI -3,47 % 100,51 USD 06:52:14 Bitcoin +0,00 % 78.235,93 USD 07:02:10 EUR/USD +0,03 % 1,11860 USD 07:01:28 EUR/GBP -0,14 % 0,83460 GBP 07:02:17 EUR/CHF -0,02 % 0,92070 CHF 07:02:16 EUR/JPY -0,04 % 176,407 JPY 07:02:17

US-Flugzeugträger ankert vor Thailand

Welt

Startseite

Politik

Strenge Regeln für Soldaten: US-Flugzeugträger ankert vor Thailand – 5000 Crew-Mitglieder sollen sich in Tourismus-Hochburg erholen

Uns auf Google folgen

Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit rund 5000 Crew-Mitgliedern macht nach einem ungewöhnlich langen Seegang Station in Thailand. Für den Landgang gelten strenge Regeln.

Pattaya – Nach einem außergewöhnlich langen Einsatz ohne Hafenstopp hat der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln am 2. September den thailändischen Hafen Laem Chabang erreicht. Rund 5000 Soldatinnen und Soldaten sowie Marines dürfen erstmals seit mehr als 250 Tagen wieder festen Boden betreten – allerdings unter strengen Auflagen.

Der US‑Flugzeugträger ankert etwa 25 Kilometer nördlich der Touristenmetropole Pattaya. Begleitet wird das Flaggschiff von weiteren Kriegsschiffen: Der Zerstörer USS Frank E. Petersen Jr. liegt im nahen Sriracha vor Anker, der Lenkwaffenkreuzer USS Robert Smalls im Hafen Map Ta Phut in der Provinz Rayong.

Regeln der US-Navy: Pattayas Bürgermeister stimmt zu

Bereits vor dem Eintreffen der Trägergruppe hatte sich Pattayas Bürgermeister Poramet Ngampichet mit Vertreterinnen und Vertretern der US-Marine koordiniert. Das Ergebnis: eine Liste von Verboten für die Besatzung. Laut dem US-Magazin Newsweek ist den Soldatinnen und Soldaten unter anderem der Konsum von Cannabis untersagt. Auch das Betreten von Apotheken sowie Parasailing und andere Wasseraktivitäten sind tabu.

Bestimmte Straßenzüge bleiben für die Besatzung zudem komplett gesperrt – darunter das Rotlichtviertel der Stadt. Die bekannte Walking Street im Süden Pattayas dürfen die Soldatinnen und Soldaten hingegen besuchen, allerdings nur bis 2 Uhr nachts. Die Polizei kündigte verstärkte Präsenz an.

Pattaya und das US-Militär

Die Verbindung zwischen dem US-Militär und der thailändischen Stadt Pattaya reicht weit zurück. Bereits im Vietnamkrieg war die Gegend ein beliebtes Erholungsziel für US-Soldaten.

Die USS Abraham Lincoln ankerte vor dem aktuellen Halt bereits zweimal in der Region: im Jahr 2006 und im Jahr 2012.

Polizeichef Anek Srathongyoo stellte laut der Nachrichtenagentur AP klar: Verstöße werden nach thailändischem Recht verfolgt. Das betrifft auch Regelungen, die sich deutlich von denen in den USA unterscheiden. E-Zigaretten und Vapes sind in Thailand verboten – schon der Besitz kann mit Haft oder Geldstrafen geahndet werden. Bei Vapes drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis. Cannabis ist zwar für medizinische Zwecke erlaubt, erfordert aber ein Rezept eines zugelassenen thailändischen Arztes. Freizeitkonsum bleibt verboten, ebenso der Kauf ohne entsprechende Unterlagen und der Konsum in der Öffentlichkeit. Dann drohen bis zu ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 520 Euro.

Besonders heikel: Thailands strenge Gesetze zum Schutz der Monarchie. Wer hochrangige Mitglieder des Königshauses beleidigt, bedroht oder verleumdet, muss mit bis zu 15 Jahren Gefängnis rechnen.

Hoffnung auf Einnahmen durch US-Tourismus

Bürgermeister Poramet betonte, Pattaya freue sich auf den Besuch und hoffe auf zusätzliche Einnahmen. Die Stadt wolle „als wichtiger Urlaubsort wahrgenommen werden“. Zudem hoffe man auf weitere Besuche der US-Truppen „für Übungen oder Urlaub“, bevor diese in die Vereinigten Staaten zurückkehrten.

Besatzung des US-Flugzeugträgers mehr als 250 Tage ohne Hafenstopp

Der Landgang folgt auf einen ungewöhnlich langen Einsatz. Die USS Abraham Lincoln war mehr als 250 Tage ohne Hafenstopp auf See. Das Schiff hatte seinen Heimathafen im November 2025 verlassen und sollte ursprünglich ins Südchinesische Meer fahren. Im Januar erreichte der Träger den Nahen Osten, noch vor Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar 2026.

Berichte über psychische Belastungen an Bord der USS Abraham Lincoln

Die Dauer des Einsatzes löste in den USA Sorgen um die Lage an Bord aus. Es häuften sich Berichte über sinkende Moral, psychische Belastungen und Engpässe bei Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Mehrere Seeleute hätten zudem versucht, über Bord zu springen. Die US-Marine erklärte dazu, ihr sei kein Anstieg von Suizidgedanken bekannt. Man nehme aber „das Wohlergehen jedes einzelnen Soldaten sehr ernst“. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wies die Kritik zurück. Die Schilderungen über die Erfahrungen der Besatzung seien „völlig falsch dargestellt“ worden.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren