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US-Flugzeugträgerkampfgruppe erstmals mit größerem Drohnenschiff im Einsatz - die Marine testet eine neue Waffe auf See

Technologie

Die US-Navy hat zum ersten Mal ein mittleres unbemanntes Überwasserschiff zusammen mit einer Trägerkampfgruppe in den Einsatz geschickt. Die „Seahawk“ fährt an der Seite der USS Theodore Roosevelt, die Ende September aus San Diego ausgelaufen ist und nun Kurs auf den Nahen Osten genommen hat.

Der kommissarische US-Marineminister Hung Cao sprach laut „Business Insider“ auf der Jahresversammlung und Fachmesse der Association of the United States Army in Washington, D.C. Er sagte, dies sei die erste Trägergruppe überhaupt, die mit einem großen unbemannten Überwasserschiff auslaufe. Zugleich nannte er das Schiff einen „Kräftemultiplikator“.

Was die „Seahawk“ leisten soll

Das Schiff wurde von Leidos gebaut, ist rund 42 Meter lang und verdrängt etwa 145 Tonnen. Es soll über lange Strecken und über längere Zeit weitgehend ohne Besatzung und ohne regelmäßige Wartung fahren können. Dazu kommen autonome Navigationssysteme und Technik zur Kollisionsvermeidung, die sich an die internationalen Regeln für die Schifffahrt hält.

Ganz neu an Bord der Roosevelt-Gruppe ist die „Seahawk“ nicht. Sie hatte bereits zuvor mit dem Verband gearbeitet und war auch an der Großübung Rim of the Pacific beteiligt. Im Frühjahr wurde das Schiff aus dem Erprobungsbetrieb in die Flotte übernommen.

Mehr Schutz, mehr Reichweite, mehr Aufgaben

Die Trägerkampfgruppe um die USS Theodore Roosevelt umfasst neben dem Flugzeugträger auch mehrere Begleitschiffe und den Trägerluftflügel. Das unbemannte Schiff soll den Verband ergänzen und später wohl noch deutlich mehr Aufgaben übernehmen können. Genannt werden unter anderem Aufklärung, Überwachung, elektronische Kampfführung, Kommunikationsverbindungen und der Transport zusätzlicher Ausrüstung.

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Austin Gray, Mitgründer des US-Start-ups Blue Water Autonomy, hält größere Drohnenschiffe für solche Einsätze für deutlich besser geeignet als kleine Seedrohnen. Gegenüber „Business Insider“ sagte er, sie könnten mit dem Verband mithalten und mehr Technik an Bord nehmen. Dazu zählten etwa

Sensoren,

Störsysteme,

Drohnen oder

Waffen.

Die Fortschritte auf diesem Gebiet bedeuteten, dass es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für autonome Schiffe geben könnte, beispielsweise in den Bereichen Logistik, Betankung und U-Boot-Jagd, fügte Gray hinzu.

Teil eines größeren Umbaus der Flotte

Unbemannte Systeme sollen klassische Kriegsschiffe ergänzen und bestimmte Aufgaben günstiger oder mit geringerem Risiko übernehmen. Kleine Seedrohnen spielten zuletzt in mehreren Kriegen eine Rolle. Nun setzt die US-Navy auf ein größeres System, das direkt in einen Trägerverband eingebunden ist.

Im Nahen Osten sind bereits mehrere US-Verbände im Einsatz. Die „Seahawk“ wird nun zum ersten praktischen Test dafür, wie weit die Marine ihre Roboterschiffe schon in den normalen Einsatzbetrieb einbinden kann.

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