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US-Migrationspolitik: ICE nimmt rechtsextremen Blogger Milo Yiannopoulos in Haft

Unterhaltung

Die US-Einwanderungsbehörde ICE hat den rechtsextremen Blogger Milo Yiannopoulos in Gewahrsam genommen. Der »illegale Einwanderer aus dem Vereinigten Königreich« sei am Flughafen in Louisiana festgenommen worden, wie das US-Heimatschutzministerium mitteilte. Der Brite war 2019 in die USA eingereist und nach Auslaufen seiner Aufenthaltsgenehmigung weiter im Land geblieben.

Yiannopoulos war lange ein prominentes Gesicht US-amerikanischer Rechtsextremisten. Der offen schwul lebende Blogger wurde mit rassistischen, misogynen, queerfeindlichen und menschenfeindlichen Aussagen bekannt. Er hatte Donald Trump in dessen erstem Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016 unterstützt. Nachdem ein geplanter Auftritt des ultrarechten Bloggers an der Universität Berkeley im Jahr 2017 gewaltsame Studentenproteste ausgelöst hatte, drohte Trump der Universität mit der Kürzung von Mitteln.

Zwischenzeitlich hatte Yiannopoulos auch für das rechtsgerichtete US-Portal Breitbart gearbeitet. Trumps späterer Chefberater Steve Bannon hatte Yiannopoulos in seiner damaligen Rolle als Breitbart-Chefredakteur als Redakteur angestellt. Wegen umstrittener Äußerungen zu Pädophilie verließ Yiannopoulos das Portal im Jahr 2017.

Yiannopoulos verteidigte ICE zuletzt

Zuletzt hatte Yiannopoulos sich zwar kritisch über den US-Präsidenten geäußert, Trumps rigides Vorgehen gegen Einwanderer ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung verteidigte der Brite allerdings. »Kalifornien braucht ICE-Kontrollpunkte an den Eingängen von Supermärkten, Tankstellen, Einkaufszentren, Kreuzungen und Regierungsgebäuden«, schrieb er im vergangenen Jahr. Jeder, der an den Kontrollpunkten nicht nachweisen könne, dass er sich rechtmäßig in den USA aufhalte, solle »sofort abgeschoben« werden.

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