US-Militärübungen mit Südkorea: Trump kündigt Verringerung der Militärübungen mit Südkorea an
US-Präsident Donald Trump will die gemeinsamen Militärübungen der USA mit Südkorea verringern. Die Manöver seien teuer und sendeten ein völlig unangemessenes und feindseliges Signal an ein Land, das sich während seiner Präsidentschaft respektvoll und nicht bedrohlich verhalten habe, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Er erwähnte zudem, dass Südkorea kürzlich seine Bitte abgelehnt habe, sich den Bemühungen um eine Denuklearisierung des Iran anzuschließen. Trumps Ankündigung erfolgte kurz vor Beginn einer von zwei groß angelegten gemeinsamen Militärübungen, die südkoreanische und US-amerikanische Truppen jedes Jahr abhalten. Angesichts seiner »sehr guten Beziehung« zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un sei er »nicht glücklich über die Tatsache, dass die USA vor langer Zeit eingewilligt haben, sich an gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu beteiligen«, schrieb Trump weiter. Er habe US-Verteidigungsminister Pete Hegseth angewiesen, die Militärübungen mit Südkorea »wesentlich zu reduzieren«. Die USA sind seit Langem der wichtigste Verbündete Südkoreas. Dort sind rund 28.500 US-Soldaten stationiert. An diesem Montag beginnt die elftägige gemeinsame Militärübung Ulchi Freedom Shield in Südkorea, die offiziell der Vorbereitung auf eine möglicherweise notwendige Verteidigung gegen Nordkorea dient. Die nordkoreanische Regierung bewertet die Militärmanöver als Provokation. Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilte nach Trumps Ankündigung mit, die Militärübung mit den USA verlaufe planmäßig. Trump setzte während erster Amtszeit Manöver mit Südkorea aus Südkorea und Nordkorea befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand. Südkoreas Präsident Lee Jae-myung bemüht sich seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr um eine Annäherung an den nördlichen Nachbarn und bot erneut Verhandlungen über einen Friedensvertrag an. Nordkorea reagierte bislang nicht darauf. Das weitgehend abgeschottete Land wird wegen seines Atomprogramms mit weitreichenden UN-Sanktionen sowie US-Sanktionen belegt.