US-Navy hat ihre große Unterwasserdrohne so weit wie nie durch den Pazifik geschickt. Die „Orca” soll später Minen und andere Lasten transportieren
Die US-Marine hat im Juli erstmals die unbemannte Unterwasserdrohne Orca über 1000 Seemeilen (1852 Kilometer) weit durch den Ostpazifik geschickt. Damit absolvierte sie den bislang längsten Einsatz ihrer Geschichte, wie Konteradmiral Chris Cavanaugh mitteilt. Er ist Kommandeur der U-Boot-Streitkräfte der Pazifikflotte. Den genauen Start- und Zielpunkt der Mission nannte er nicht. Die U-Boot-Streitkräfte in der Region investieren stark in unbemannte Systeme. Sie sollen die bemannten U-Boote ergänzen und den technologischen Vorsprung unter Wasser sichern, so der Kommandeur. Das ist die 25 Meter lange Unterwasserdrohne Orca Die Orca zählt zu den größten unbemannten Unterwasserfahrzeugen der US-Marine. Boeing und Huntington Ingalls bauten das rund 25 Meter lange Fahrzeug. Es verfügt nach Herstellerangaben über eine maximale Reichweite von 12.000 Kilometern und soll Angriffs- und Verteidigungsaufgaben übernehmen. Dazu gehören laut dem Fachportal „Naval News“: Aufklärung, Überwachung, Minenkrieg, Einsätze am Meeresboden und Unterstützung für Einsätze fern der eigenen Stützpunkte. Neue Nutzlasten für Minen und schwere Torpedos Die Navy baut die Fähigkeiten der Orca schon weiter aus. Bereits früher erhielt das System ein großes zusätzliches Nutzlastmodul von etwa zehn Metern Länge. Auf Fotos sind große Klappen auf der Oberseite zu sehen, möglicherweise auch auf der Unterseite. ANZEIGE ANZEIGE Der Marineanalyst H. I. Sutton sagte laut „Naval News“: „Das Nutzlastmodul hat große Luken oben und möglicherweise unten, was zu Minenlegeeinsätzen passen würde.“ Künftig soll die Orca auch mit dem „Hunter“-System fahren. Dieses Modul soll fortgeschrittene Mineneinsätze in umkämpften und abgeschnittenen Gebieten ermöglichen. US-Marine treibt unbemannte Systeme im Pazifik voran Nach den bekannten Planungen will das Pentagon unbemannte Einsätze im Pazifik schneller ausbauen. Die Systeme sollen bemannte Flugzeuge, Kriegsschiffe, Raketenwerfer und U-Boote ergänzen. Für die Orca bereitet die Marine daneben ein bislang nicht öffentlich beschriebenes System vor, das schwere Torpedos auf Abstand einsetzen kann. Dieses Vorhaben soll später an das zuständige Beschaffungsbüro für unbemannte und kleine Kampfsysteme übergehen.